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Hochspannungsbau: Firma holt Millionen-Aufträge nach Rostock

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Hochspannungsbau: Firma holt Millionen-Aufträge nach Rostock

Service- und Systemlieferant SAG hat neuen Standort für Schaltanlagenbau eröffnet mit derzeit 17 Mitarbeitern / „Wir haben sehr viel vor“ – Einheit in Hansestadt soll wachsen

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Ingenieur Sebastian Cordes (l.) und Energietechniker Norman Kraatz arbeiten an Plänen für eine Schaltanlage.

Quelle: Fotos: Thomas Mandt

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. „Hochspannung in Rostock“ – ist die Eröffnung des neuen Standortes für den Hochspannungsschaltanlagenbau an der Warnow überschrieben. Einer der führenden Service- und Systemlieferanten für Strom-, Gas und Wassernetze sowie für Energieanlagen, die SAG GmbH, hat sich für eine Niederlassung in Rostock entschieden. 17 Mitarbeiter arbeiten seit Jahresbeginn an Projekten im Hochspannungsbau.

OZ-Bild

Service- und Systemlieferant SAG hat neuen Standort für Schaltanlagenbau eröffnet mit derzeit 17 Mitarbeitern / „Wir haben sehr viel vor“ – Einheit in Hansestadt soll wachsen

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Zwischen Polen und den Niederlanden, immer entlang der Küste, müssen Umspannwerke im Zuge der Energiewende um- und neugebaut werden. „Bei laufendem Betrieb, wir müssen über Provisorien Versorgungssicherheit gewährleisten und ganz streng auf Arbeitsschutz achten, denn es wird ja unter Hochspannung gearbeitet“, beschreibt Standortleiter Henriko Peplow die besondere Herausforderung für sein Rostocker Team. Von der Projektentwicklung bis zur Realisierung vor Ort sind die Ingenieure, Planer und Monteure am Kabutzenhof zuständig. „Es gibt Arbeit ohne Ende“, freut sich Energietechniker Norman Kraatz.

Und das wird sich sobald nicht ändern. „Die Einspeisung von Windenergie wird in den nächsten Jahren stark zunehmen, die muss transportiert und verteilt werden“, beschreibt es Sven Behrend, Geschäftsführer bei der SAG Group, die allein in Deutschland an 120 Standorten rund 6000 Mitarbeiter beschäftigt. Vor allem der Schaltanlagenbau werde wachsen, viele Großinvestitionen stünden insbesondere im Norden an, um Energie gen Süden zu übertragen. „6500 Megawatt Offshore-Strom aus den Windparks müssen weg“, sagt Behrend, „über Seekabel, Netzknoten, Umspannwerke, Erdkabel zum Verbraucher.“ Als „Herkulesaufgabe“ bezeichnet es der SAG-Chef: „Wir haben sehr viel vor.“

Dabei sei schon jetzt absehbar, dass der Standort Rostock ausgebaut werden müsse, „wenn wir die Projekte so ranholen, wie es jetzt geschieht“, so Behrend. Bis zu 60 qualifizierte Mitarbeiter sollen zukünftig in Rostock die Projekte im Hochspannungsbau realisieren. „Wir suchen Ingenieure, Projektleiter, Planer, Bauleiter“, zählt Standortleiter Peplow auf. Die Rostocker Produktionseinheit betreut Kunden wie Avacon, TenneT, 50 Hertz und andere. „Wir arbeiten derzeit zum Beispiel am Netzknoten in Lubmin, wo der Offshorestrom vom Windpark vor Rügen anlandet“, benennt Peplow ein Projekt. Drei bis fünf Jahre dauern größere Umbauten, zwölf bis achtzehn Monate kleinere Projekte. Und immer geht es um Aufträge in zweistelliger Millionenhöhe.

SAG-Chef Behrend ist froh über die Entscheidung für Rostock. Nicht nur, weil der neue Standort strategisch gut gelegen sei, sondern, weil er mit Henriko Peplow (45) und Diplom-Kauffrau Andrea Müller (39) zwei engagierte und fachlich versierte Rostocker gefunden habe, die vor gut einem Jahr mit dem Aufbau des Bereiches Hochspannungsschaltanlagenbau direkt an der Warnow begonnen und diesen bis dato erfolgreich gemeistert haben. Habe die Firmenausrichtung der SAG bisher einen „klassischen Süd-West-Touch“ gehabt, sehe er nun eine klare Verlegung von Aufgaben nach Norden, so Behrend. Mit Geschäftspartnern, Sekt und Häppchen wurde gestern offiziell der Standort Rostock eröffnet.

100 Jahre am Netz

Am 11. August 1916 wurde die Starkstrom Aktiengesellschaft (SAG) durch die Eisenbahnbau-Gesellschaft Becker & Co., Berlin, gegründet. Das Unternehmen sollte die Elektrifizierung in den Städten und auf dem Land durch den Bau der notwendigen Infrastruktur vorantreiben. Über ein Jahrhundert hinweg hat die SAG den Auf- und Ausbau der energietechnischen Infrastruktur mitgeprägt. Die Energiewende bringt nun neue Herausforderungen, Verteilnetze müssen aus- und umgebaut werden. Seit Jahresbeginn ist Rostock ein neuer SAG-Standort für den Schaltanlagenbau.

Doris Kesselring

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