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Innovation: Maschine zerlegt Flügel von Windrädern

BARGESHAGEN Innovation: Maschine zerlegt Flügel von Windrädern

Bei der Hanseatic Rohr GmbH in Bargeshagen entsteht derzeit eine mobile Zerlegeeinheit für Rotorblätter von Windkraftanlagen.

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Mithilfe des Wasserstrahls schneidet die Maschine besonders verschleißarm und umweltschonend.

Quelle: Hanseatic

Bargeshagen. Bei der Hanseatic Rohr GmbH in Bargeshagen entsteht derzeit eine mobile Zerlegeeinheit für Rotorblätter von Windkraftanlagen. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilt, arbeite die innovative Technik berührungslos und damit besonders verschleißarm. Die Maschine soll mobil einsetzbar sein und die Flügel mithilfe von Wasserstrahlen zerlegen. Demzufolge können diese künftig direkt neben der Windkraftanlage zerkleinert werden.

Das Wirtschaftsministerium des Landes unterstützt das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit rund 946000 Euro. „Mit der neuen Technologie lassen sich Zeit und Aufwand reduzieren“, sagt Minister Harry Glawe (CDU). Die Investitionen belaufen sich insgesamt auf rund 1,6 Millionen Euro.

Beim bisher üblichen Verfahren müssen die großen Flügel der Windräder per Schwerlasttransport ins Werk gebracht werden, in dem die Zerlegung erfolgt. Die jetzt in Bargeshagen in der Entwicklung befindliche Maschine soll dies künftig mit Sensoren direkt am Einsatzort erledigen und lediglich 0,5 mal 0,5 Meter oder ein mal ein Meter große Einzelteile hinterlassen. Diese werden von einem Schredder zu Kleinteilen gemahlen und können schlussendlich weiterverarbeitet werden.

Damit beim Zerlegen keine Giftstoffe freigesetzt werden, darf die Temperatur beim Schneiden nicht über 100 Grad betragen. Durch die innovative Wasserstrahltechnik soll dies künftig möglich sein.

Gleichzeitig lässt sich so auch das Karbon, aus dem die Rotorblätter hauptsächlich bestehen, von der Glasfaser trennen. Selbst moderne Windkraftanlagen mit einer Heizung in den Rotorblättern lassen sich damit zerlegen, so das Ministerium weiter. Bisher ist dies nicht ohne Weiteres möglich und eine Wiederverwertung kompliziert. Derzeit befinden sich die Einzelkomponenten in der Erprobungsphase.

Zum Ende des Jahres soll dann mit den ersten Tests der gesamten Anlage begonnen werden, die die Hanseatic Rohr GmbH dann für Norddeutschland und die Ostseeanrainer produzieren möchte.

Hanseatic Rohr wurde 2001 als Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Rohrreinigung gegründet. Die Mitarbeiteranzahl der Firma stieg innerhalb der letzten zehn Jahre von vier auf knapp 30. Die Kernaufgaben liegen hauptsächlich in der technischen Wartung, der Reinigung, Sanierung und Installation von Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsanlagen.

OZ

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