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Jumbo bringt Spanier zur Kreuzfahrt

Seehafen/Laage Jumbo bringt Spanier zur Kreuzfahrt

Reederei Pullmantur startet in Rostock / Zehn Flieger bringen mehr als 2000 Passagiere aus Madrid und Barcelona

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Mit einer Boeing 747 aus Madrid landeten 529 Passagiere in Laage, die mit Bussen zum Schiff im Hafen gebracht wurden.

Quelle: Ove Arscholl

Seehafen/Laage. Der Spanier zieht seinen Hut, winkt freundlich und wundert sich, als er aus dem Flieger steigt – über die vielen Kameras und Fotografen. Die Erklärung ist eine Doppelpremiere für Rostock: Auf den Flughafen Laage landete am Sonnabend erstmals ein ziviler Jumbo-Jet, im Seehafen machte die „Monarch“, das Flaggschiff von Pullmantur fest.

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Reederei Pullmantur startet in Rostock / Zehn Flieger bringen mehr als 2000 Passagiere aus Madrid und Barcelona

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Die spanische Kreuzfahrtreederei hatte für ihre Kunden zusammen mit der Hafen-Entwicklungsgesellschaft (Hero), dem Flughafen Rostock-Laage und der Agentur Sartori&Berger ein Komplettpaket geschnürt.

Per Flugzeug kommen die Gäste nach Laage, steigen in Busse und werden zur „Monarch“ im Hafen gebracht, wo das Gepäck in den Kabinen wartet. Die Hero hat ein Terminalzelt aufgebaut, das bis September steht. „Es ist wichtig, dass alle Räder ineinandergreifen“, betont Hero-Chef Jens Scharner.

„Ich bin nicht glücklich, ich bin extrem glücklich.“ José Blanco aus der Pullmantur-Vorstandsetage strahlt nach dem Premierentag. Es habe sich gelohnt die „Monarch“, mit Platz für 2766 Passagiere, aus der Karibik in den neuen „Heimathafen“ Rostock zu verlegen. Die Fahrten zu den norwegischen Fjorden oder den Ostsee-Hauptstädten seien fast komplett ausgebucht. Nächstes Jahr soll es statt sieben, acht oder neun Anläufe geben.

Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) und Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hörten das gern. Sie freuen sich, dass im Kreuzfahrtgeschäft das Zusammenspiel zwischen Flughafen und Hafen wächst.

Waren es 2015 noch 18000 Passagiere, die über Laage an- und abreisten, sollen es 2016 etwa 70000 sein. „Diesen Prozess wollen wir weiterentwickeln“, kündigt Airport-Geschäftsführer Rainer Schwarz an. So sei es denkbar, Kreuzfahrtpassagiere über Lienenflüge nach Rostock zu holen, aus Gebieten, wo sich ein eigener Flieger nicht lohnt.

Minister Pegel freut sich über den Aufwärtstrend bei den Fluggästen. Es sei richtig gewesen, die Förderung bis 2017 festzuschreiben, als sogar Insolvenz drohte. „So konnte geplant werden.“ Genau wie Pegel tritt aber auch Flughafenchef Schwarz auf die Euphoriebremse. Auch mit mehr Passagieren bleibe der Airport noch ein Zuschussgeschäft. Für die Hansestadt als Gesellschafter sei der Flughafen dennoch wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort, erklärt OB Methling.

Der Sonnabend war eine der bisher größten Herausforderungen für Laage. Den ganzen Tag landeten zehn Flugzeuge unterschiedlicher Größe, 2200 Kreuzfahrtgäste kamen aus Madrid oder Barcelona, 1400 flogen zurück. Höhepunkt war gegen 17 Uhr die Landung der Boeing 747, mit allein 529 Passagieren. Eine solche Maschine war bisher nur zum G8-Gipfel 2007 gelandet – die „Air Force One“ des US-Präsidenten. Eine Herausforderung war der Tag auch für Sartori&Berger, das Bindeglied zwischen Flughafen und Hafen. „Bei einer solchen Dimension gibt es immer die Befürchtung, dass etwas nicht klappt“, stellt Prokurist Simone Maraschi erleichtert fest. Es sei schon ein Problem gewesen, genug spanischsprechende Betreuer für die Passagiere zu finden. Nicht nur Politik und Macher zeigten sich nach der Premiere zufrieden, auch Passagiere wie Albert Rabassa waren es. „Alles sehr gut organisiert, sagt der Mann aus der Nähe von Barcelona, bevor es auf die „Monarch“ ging.

Pro Anlauf zehn Flüge

70 000 Kreuzfahrtpassagier sollen in diesem Jahr am Flughafen Laage abgefertigt werden, 18000 waren es 2015. Neben den Reedereien Costa und MSC nutzt seit Sonnabend auch das spanische Unternehmen Pullmantur diese Möglichkeit. Bei den sieben Anläufen der „Monarch“, die 2766 Passagieren Platz bietet, werden über Laage bis zum 10.

September jeweils zehn Flugverbindungen von und nach Madrid sowie Barcelona angeboten. Für das Jahr 2017 kündigt Pullmantur an, die Zahl der Anläufe ihres Flaggschiffs auf acht oder sogar neun zu erhöhen.

Thomas Niebuhr

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