Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Kaikante wächst um 100 Meter

Marienehe Kaikante wächst um 100 Meter

Im Fischereihafen entsteht ein neuer Liegeplatz / 6,5 Millionen Euro werden investiert / Das Land fördert

Voriger Artikel
Neptun Werft prüft Bau einer großen Schiffbauhalle
Nächster Artikel
Seglerparade im Stadthafen

Minister Christian Pegel (Mitte) übergibt den Förderbescheid an Fischereihafen-Geschäftsführerin Daniele Priebe, Jochen Bruhn, Chef der Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholding (RVV) und Hafenaufsichtsrat Ralf Mucha (l.). Fotos (2): Thomas Ulrich

Marienehe. Vor gut zehn Jahren führte Daniele Priebe die ersten Gespräche über den Kauf der Fläche direkt an der Warnow, erinnert sich die Geschäftsführerin des Rostocker Fracht- und Fischereihafens (RFH). Nun kann ein komplett neuer Liegeplatz am nördlichen Ende des Hafens entstehen. Voraussetzung war eine Förderung durch das Land, gestern brachte Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) persönlich den Bescheid in Rostock vorbei.

OZ-Bild

Im Fischereihafen entsteht ein neuer Liegeplatz / 6,5 Millionen Euro werden investiert / Das Land fördert

Zur Bildergalerie

Zuerst werde gleich der Auftrag an den Munitionsbergungsdienst ausgelöst, freut sich Daniele Priebe, dass es nun endlich losgehen kann. Rund 6,5 Millionen Euro investiert der Fischereihafen. Nicht nur in den neuen Liegeplatz 27, sondern auch in eine 15000 Quadratmeter große neue Umschlagfläche mit einer 3000 Quadratmeter großen Lagerhalle auf dem nördlichen Hafengelände. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert die beiden Vorhaben mit 3,22 Millionen Euro für den Bau von LP 27 und 1,47 Millionen Euro für die Schüttgutfläche.

„Gut angelegtes Geld“, betont Minister Pegel und zeigt sich beeindruckt von den Ergebnissen des Fischereihafens, der „sich mit Mühe an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen hat“. Pegel meint damit die Entwicklung von einem defizitären Betrieb zu einem Unternehmen innerhalb der Rostocker Versorgungs- und Verkehrsholding (RVV), das schwarze Zahlen schreibt. Die aktuellen Investionen seien wichtig für eine weitere positive Entwicklung, so Pegel.

Der Liegeplatz mit Gleisanschluss soll schon im nächsten Jahr fertig sein, bis zu 120 Meter lange Frachter können an der neuen Kaikante be- und entladen werden. Dringend nötig, betont Daniele Priebe.

Schon jetzt müssten Schiffe auf Reede liegen, weil sie nicht abgefertigt werden können. Im vergangenen Jahr erzielte der RFH mit 1,34 Millionen Tonnen Umschlag ein Rekordergebnis, im ersten Halbjahr 2016 waren es 640000 Tonnen – etwas weniger als im Jahr zuvor. Weil Stürme in Deutschland Schäden anrichteten, müsse erst einheimisches Holz verarbeitet werden, was zum leichten Rückgang beim Import führe. Der neue Liegeplatz soll nicht nur die Abläufe im Hafen entzerren, sondern auch für neuen Umschlag sorgen. Düngemittel, nennt Priebe als Beispiel. Für die Zwischenlagerung benötige sie die neue Halle.

Mit den Planungen für den Liegeplatz ist Inros Lackner beauftragt. Die Warnow müsse vor der neuen Spundwand eine Tiefe von acht Metern bekommen, erläutert Tobias Günzl. Ein großes Problem sei die Beseitigung des Baggerguts gewesen. Inzwischen lägen eine Vereinbarung mit einer Deponie und auch eine Verklappungsgenehmigung vor, so Günzl. Er geht davon aus, dass die Ausschreibungen für die Arbeiten bald rausgehen und ab Herbst gebaut werden kann.

Auch die angrenzende Fläche gehört dem Fischereihafen. Diese nutzt gegenwärtig eine Autoverwertung. Das bleibe zunächst auch so, erklärt Daniele Priebe. Wie sich das dann perspektivisch entwickelt, kann die scheidende RFH- Geschäftsführerin noch nicht sagen. In einigen Wochen übergibt sie an Nachfolger Steffen Knispel. Dessen erstes großes Bauvorhaben soll die Umgestaltung der Liegeplätze 4 und 5 im Hafenbecken zu einem modernen Ausrüstungskai sein. Das steht für 2018 oder 2019 an.

Neue Buslinie

Ab dem 5. September ist der Fischereihafen (RFH) durch die Linie 34 an den öffentlichen Personennahverkehr in Rostock angebunden – vorerst in einer zwölfmonatigen Testphase. Die Buslinie der Rostocker Straßenbahn führt vom Holbeinplatz durch die Carl-Hopp-Straße direkt in den Fracht- und Fischereihafen. Dort sind zwei Haltepunkte vorgesehen. Das Nahverkehrsprojekt wird von der Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH mitfinanziert und soll Arbeitnehmern, Kunden und Besuchern ermöglichen, den Hafen in Marienehe bequem und schnell zu erreichen, teilt der RFH mit.

Thomas Niebuhr

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Wirtschaft

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

DCX-Bild
Tour-Start: Beatsteaks rocken das Moya

Die alternative Rockband aus Berlin ist am Dienstag vor rund 1500 begeisterten Besuchern auf der Rostocker Kulturbühne aufgetreten.