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Knacker für kleine Racker: Kita-Kinder auf Entdecker-Tour

Hinrichsdorf Knacker für kleine Racker: Kita-Kinder auf Entdecker-Tour

Vorschüler aus Kritzmow machen Ausflug in eine Lebensmittelproduktionsstätte

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Dem fünfjährigen Ole aus Kritzmow hat die Führung durch das Produktionswerk „Die Rostocker“ Wurst- und Fleischwaren GmbH gut gefallen. Doch die Wiener im Anschluss gefällt ihm am besten. FOTOS: JOHANNA HEGERMANN

Hinrichsdorf. . Für die Vorschüler der Kita „Schwalbennest“ aus Kritzmow hat es in dieser Woche einen besonderen Ausflug gegeben. Im Produktionswerk der „Die Rostocker“

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Vorschüler aus Kritzmow machen Ausflug in eine Lebensmittelproduktionsstätte

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Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH gingen sie auf Entdeckungsreise. Die wichtigste Frage: Wie kommt eigentlich die Wurst in den Darm? „Das Brät wird mithilfe einer Maschine in den Darm gedrückt“, erklärte Betriebsleiter Falko Bocher.

Damit die Kinder das an diesem Tag mit eigenen Augen sehen können, müssen sie zunächst Schutzkleidung anziehen. Roter Haar- und Mundschutz, blaue Schuhstulpen und ein weißer Plastikkittel, der den Kindern bis zu den Fußsohlen reichte. Schon kann es losgehen durch die Eingangsschleuse. Raschelnd stapfen die rund 30 Kinder in zwei Gruppen durch den Bereich. Hier gehen sie über zwei Becken, die auch die blauen Überzüge desinfizieren sollen. „Wir haben alle Bakterien an unserer Kleidung und an unserer Haut“, erklärt Bocher. „Die sind für uns nicht schädlich, aber die dürfen nicht in die Wurst kommen“, betont er. Einer aus der Gruppe antwortet prompt: „Dann schmeckt die ja auch nicht mehr.“ Und gesund sei sie auch nicht, fügte Bocher hinzu.

Raschelnd geht es weiter. Vorbei an den Kühlhäusern. Ein Blick in einen kalten Raum zeigt den Kindern Würstchen, die an der Stange hängen und einen kräftigen Rauchgeruch verbreiten. „Hierher kommt die Wurst, wenn sie fertig ist“, erklärt der Abteilungsleiter. Im nächsten Raum sind Arbeiter mit hellblauem Haar- und Mundschutz am Werk. Unter einer enormen Geräuschkulisse stehen sie an der Abfüllmaschine und stellen die Wurst her. „Und wozu braucht man die ganzen Maschinen?“, fragt ein weiterer Vorschüler neugierig. Hier antwortet der Chef persönlich. „Sie machen uns die schwere Arbeit einfacher“, sagt Tobias Blömer, Geschäftsführer des Unternehmens. Er ist von dem Projekt mit der Kita begeistert. „Es ist toll, Kindern zu zeigen, wie ein Produkt eigentlich entsteht.“

Grund für die Exkursion ist eine neue Aktion von Netto. Der Markt will Kindern die Möglichkeit geben, regionale Lieferanten kennenzulernen. „Als Lebensmittel-Discounter ist es auch unsere Aufgabe, Kindern zu zeigen, wo Lebensmittel herkommen“, erklärt Marketing-Managerin Kirsten Danert. Auch gesunde Ernährung sei wichtig. „Und Wurst gehört nun einmal dazu.“ In Kritzmow hat der Markt vor fünf Jahren eine Patenschaft für die Kita „Schwalbennest“ übernommen. „Dies ist eine unserer längsten Patenschaften“, sagt Danert. Die Kita aus Kritzmow habe nun den Auftakt für das bundesweite Projekt gemacht. „Das war die allererste Produktionsführung mit einer Paten-Kita“, erklärt die Marketing-Managerin.

Es sei sehr gut gelaufen, so Blömer. „Wir haben mehr geschwitzt als sonst und mussten gut aufpassen.“ Doch die Kinder seien sehr diszipliniert gewesen. „Sie haben viele Fragen gestellt, vor allem zu den Maschinen“, erzählt der Geschäftsführer. Er ist sich sicher, die Aktion zu wiederholen.

Doch jetzt wird erst einmal gegessen. Natürlich Wurst. Der fünfjährige Ole isst die Wurst noch lieber, als zu sehen, wie sie hergestellt wird. „Am liebsten esse ich Wiener.“ Clara ist noch ganz begeistert: „Es war toll, weil wir alles sehen konnten“, sagt die Sechsjährige. Felina (5) bedankt sich gemeinsam mit der Kita-Leiterin Rosemarie Langkeit. „Herzlichen Dank für den Rundgang. Wir haben viel gelernt“, sagen sie im Chor. „Solche Projekttage hinterlassen nachhaltige Spuren bei den Kindern“, so Langkeit. Es sei ein Erlebnis gewesen, das die Kinder so schnell nicht vergessen werden.

Kita-Patenschaften: ein Projekt seit 2011

65 Patenschaften mit Kindertagesstätten hat Netto seit 2011 in acht Bundesländern geschlossen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 26 Patenschaften.

Neben der Kita in Kritzmow gibt es in der Nähe, auch in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt, in Hohe Düne, in Satow, in Dettmannsdorf und in Gnoien Kita-Patenschaften.

Jede Patenkita wird mit 600 Euro in Form von Einkaufsgutscheinen unterstützt. Bisher gab es bereits gemeinsame Aktionen wie die Produktion eines Kochbuchs oder einer CD.

Johanna Hegermann

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