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Kurzarbeit in den Lloyd-Werften geplant

Wismar/Rostock/Stralsund Kurzarbeit in den Lloyd-Werften geplant

Mitarbeiter sollen auf die Schulbank. Konzern verhandelt mit Arbeitsagentur über Hilfe in der Übergangsphase, bevor der Kreuzliner-Bau startet.

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Das leere Schiffbaudock in der Lloyd-Werft in Wismar. Das Fundament für die Offshore-Plattform ist ausgeliefert. Die Werften-Gruppe verhandelt mit der  Arbeitsagentur über Kurzarbeit.

Quelle: Jens Büttner

Wismar/Rostock/Stralsund. Den Mitarbeitern der Lloyd-Werften in Wismar, Stralsund und Warnemünde droht Kurzarbeit. 2017 will der malaysische Konzern Genting im Kreuzschifffahrtbau voll durchstarten, doch die Konstruktionphase könnte ein Jahr dauern. Lloyd und die Arbeitsagentur verhandeln daher über Kurzarbeit. Kommende Woche sollen Betriebsräte der Werften informiert werden, heißt es. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) signalisiert grünes Licht für Zuschüsse bei Qualifizierung.

„Kurzarbeit muss nicht sein, jedenfalls nicht in Stralsund“, sagt Guido Fröschke von der IG Metall. Es sei genügend Arbeit vorhanden, um die Zeit zu überbrücken. Die Gewerkschaft macht Druck – fordert Aussagen der Lloyd-Spitze, wie es weitergehen soll. „Das Unternehmen ist am Zug“, sagt Thomas Messerschmidt, Sprecher der IG Metall Küste. „Es muss bald klar sein, an welchen Standorten welche Arbeit erledigt werden soll.“

„Sehr gute Gespräche zum Thema Kurzarbeit“ habe es zwischen Lloyd und Arbeitsagentur im Beisein der Landesregierung gegeben, so Minister Glawe. Dabei sei es auch um die Frage gegangen, ob „sämtliche Mitarbeiter“, die von den Nordic-Werften auf Lloyd übergehen, die Anforderungen erfüllen. Bei dann möglicher Qualifizierung kommt die Landesregierung ins Spiel. Denn viele Werftler müssten noch einmal die Schulbank drücken, berichten Experten. Dies betreffe zum Beispiel anspruchsvolle Schweißverfahren. Für Zuschüsse habe das Land „Gesprächsbereitschaft signalisiert“, so Glawe. Die Lloyd-Werft reagierte bisher nicht auf OZ-Anfragen.

Auch an Fördermitteln für Investitionen an den Werften ist Genting offenbar interessiert. Noch liege aber kein Antrag vor, so Glawe.

Pubantz, Frank

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