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LNG für Kreuzfahrer: Werft setzt auf Spitzentechnik

Rostock LNG für Kreuzfahrer: Werft setzt auf Spitzentechnik

Die Schiffbau-Branche in Rostock will sich mit Hightech auf dem Weltmarkt behaupten: Die Neptun-Werft und Caterpillar bauen die ersten Gas-betriebenen Kreuzfahrtschiffe der Welt - und arbeiten bereits an Wasserstoff-Antrieben auf hoher See.

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Auf der Neptun-Werft entstehen auch die riesigen Gas-Tanks für die neuen Kreuzfahrtschiffe der Carnival Corporation. Dieses Segment ist für die „Costa Esmeralda“ bestimmt.

Quelle: Bernd Wüstneck / Dpa

Rostock. Im Süden Europas entsteht ein neuer Gigant: Italien und Frankreich wollen ihre „Staatswerften“ Fincantieri und STX zusammenlegen und einen der größten Schiffbaubetriebe der Welt schaffen. Während viele Werften rund um den Globus bereits die erstarkte Konkurrenz fürchten, bleiben die Schiffbauer im Norden gelassen – zumindest auf der Warnemünder NeptunWerft: „Wir wollen uns mit Spitzentechnologie am Markten behaupten“, sagt Geschäftsführer Raimon Strunck. Und wie die aussieht, ist in den Werfthallen an der Warnow bereits deutlich zu sehen: Bei Neptun entstehen in den kommenden Jahren die Antriebssegmente für sieben neue Kreuzfahrt-Schiffe der Carnival Corporation. Der Clou dabei: Der Weltmarkt-Führer lässt seine neuen Schiffe allesamt nicht mit Diesel, sondern mit Emissionsarmen Flüssiggas LNG antreiben. Auf dem Gebiet ist Neptun-Spitze.

 

Das erste LNG-Kreuzfahrtschiff der Welt ist für die Rostocker Carnival-Tochter bestimmt – für Aida Cruises. Bereits Ende September hatte die Neptun- Werft das erste Bauteil für die neue „Aidanova“ auf Reisen geschickt. Das Segment enthält die vier riesigen Schiffsmotoren der Firma Caterpillar, die ebenfalls in Warnemünde (zusammen-)gebaut wurden. Am Sonntag dockt Neptun nun das zweite Bauteil für die „Aidanova“ aus – ein Rumpfsegment mit den drei riesigen Gastanks. „Anfang Dezember wird auch das zu Wasser gelassen und nach Papenburg geschleppt“, sagt Strunck. Im Emsland – auf der Mutterwerft des Meyer-Konzerns – wird das neue Kreuzfahrtschiff dann zusammengebaut. Ende 2018 soll es bereits seine ersten Touren in den Gewässern rund um die Kanaren absolvieren. Jedes der beiden Segmente ist fast 120 Meter lang und mehr als 40 Meter breit. Auf dem Außengelände von Neptun laufen bereits die Arbeiten am dritten Teilstück – das ist für die „Costa Esmeralda“ bestimmt, die auf der Meyer-Werft in Turku gebaut wird.

 Die Antriebstechnik made in Warnemünde sei das Herz der neuen Kreuzfahrtschiffe von Carnival, sagt auch Ulrich Hölk, Manager bei Caterpillar Motoren. „Unsere neuen Motoren laufen sowohl mit Flüssiggas als auch mit Schiffsdiesel.“ Duel Fuel – zu deutsch: Doppel-Treibstoff – nennt sich die Technologie. „Ziel ist es aber, dass die Schiff möglichst oft Gas benutzen.“ Drei Tanks bekommt jeder Kreuzfahrer, insgesamt fast 4000 Kubikmeter LNG kann jedes Schiff dann bunkern. „Das reicht in der Regel für eine zweiwöchige Kreuzfahrt“, erklärt Hölk. Das Gas wird bei einer Temperatur von 162 Grad unter Null gelagert, hält sich hinter einer 30 Zentimeter dicken Isolierung vier Wochen lang.Der große Vorteil von LNG gegenüber Diesel? „Das Gas ist deutlich schadstoffärmer.“ Die Schiffe würden nur noch 1,5 Prozent der bisherigen Rußmengen ausstoßen. Der Ausstoß von Stickoxiden werden sogar um 85 Prozent reduziert, der von Schwefel-Abgasen um fast 99 Prozent. Insgesamt liefert Caterpillar 28 Motoren für die neuen Schiffe von Carnival. „Für uns hat das Projekt Leuchtturm-Charakter. Wir erarbeiten uns einen technologischen Vorsprung“, so Hölk.

Andreas Meyer

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