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Laboranten und Agrarberater feiern gemeinsam Jubiläum

Hansaviertel Laboranten und Agrarberater feiern gemeinsam Jubiläum

Seit 140 Jahren gibt es die Forschungseinrichtung Lufa und seit 25 Jahren die Beratung der LMS / Mitarbeiter, Minister und Landwirte sind zum Tag der offenen Tür gekommen

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Wie untersucht man eigentlich, wie viel Fett im Futter ist? Landwirtschaftsminister Till Backhaus (l.) hat sich das Verfahren von Christian Partey (r.) und LMS-Geschäftsführer Berthold Majerus im Labor erklären lassen.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann

Hansaviertel. Seit 140 Jahren ist sie für die Bauern da: die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (Lufa). Gestern hat die Einrichtung mit den Landwirtschaftsberatern der LMS aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gemeinsam Jubiläum gefeiert. Anlässlich der Feier öffnete das Unternehmen seine Labore, Mitarbeiter erklärten Besuchern ihre Arbeit.

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Seit 140 Jahren gibt es die Forschungseinrichtung Lufa und seit 25 Jahren die Beratung der LMS / Mitarbeiter, Minister und Landwirte sind zum Tag der offenen Tür gekommen

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Man nenne sie und ihre Kollegen manchmal scherzhaft „Körnerzähler“, erzählte Birgit Lehmann, Leitende Laborantin in der Abteilung Saatgutuntersuchungen. Ja, sie zählten auch viel, aber vor allem aber kümmern sie und ihre Kollegen sich um das Vermehrungssaatgut – „das gesamte in MV“, sagte Lehmann. Es wird genauestens auf Reinheit und Beschaffenheit hin untersucht, auf die Keimfähigkeit, damit Bauern wüssten, wie sie die Aussaat machen müssten.

Seit 1876 gibt es die Lufa in Rostock. „140 Jahre begründen eine gewisse Tradition – auch am Standort“, sagte Geschäftsführer Berthold Majerus. Immerhin 25 Jahre gibt es zudem die eigene Argrarberatungsstelle, die Landwirte unterstützt. „Beratungsangebote sind wissensbasiert“, so Majerus, der nicht müde wurde, die Bedeutung der Landwirtschaft in MV zu betonen. Sie spiele in der Champions League, allerdings befänden sich bei der aktuellen Marktsituation einige Betriebe im Abstiegskampf. Aber vielleicht könne die LMS da ja helfen.

Laut Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) konnte die Agrarberatung den Umsatz im vergangenen Jahr steigern, die Lufa hat vor dem Hintergrund der angespannten Marktsituation aber gut drei Prozent weniger Umsatz gemacht. Für eine rentable und zukunftsfähige Landwirtschaft sei „eine unabhängige landwirtschaftliche Beratung in MV unerlässlich“, sagte Backhaus. Er sei froh, mit der LMS eine zuverlässige Unternehmensberatung im Land zu haben.

Christian Partey arbeitet in der Abteilung Futtermittelanalytik. Dort untersucht er Proben auf das enthaltene Rohfett hin – mittels der sogenannten Hydrolyse. In dem Labor prüfen die Mitarbeiter, wie viel Energie im Futter steckt. Wie das funktioniert, hat Partey dem Minister bei einem kurzen Besuch zwischen Trockenschrank und Kolben erklärt.

„Ohne Bauern keine Zukunft, ohne Bauern auch keine LMS“, sagte Heike Müller, Geschäftsführerin des Bauernverbandes in MV. „Und was wären die Betriebe ohne die Analyse“, sagte sie und lobte die „hohe Sicherheit bei Lebensmitteln“. Beratung und Labor hätten eine große Verantwortung, wobei „ich muss zugeben, dass es auch beratungsresistente Landwirte gibt“, sagte Müller.

Die Zeiten für Landwirte bleiben angespannt und das übertrage sich auf die LMS. „Leider ist davon auszugehen, dass die derzeitige Marktkrise auch in diesem Jahr zu einer geringeren Analytik-Nachfrage führen wird“, sagte Minister Backhaus.

Geschäftsführer Berthold Majerus ist bei seinen optimistischen Worten geblieben und zitierte einen preußischen General: „Tradition heißt, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren.“ Sie seien nicht nur auf der Höhe der Zeit, sondern vorne mit dabei, so Majerus.

LMS und Lufa in Rostock

Die LMS gibt es an drei Standorten im Land: In Rostock, Schwerin und Neubrandenburg. Sie berät Landwirte in Sachen Betriebswirtschaft, ökologischen Landbaus, Existenzsicherung oder Schweineproduktion. Auch Immissionsschutz, Qualitätsmanagement und nachwachsende Rohstoffe gehören zu den Bereichen, in denen die Mitarbeiter Landwirte unterstützen.

Die Lufa in Rostock gehört zur LMS und führt für die Kunden Analysen in Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz durch. Die Laboranten untersuchen Boden, Futter, Altlasten oder Schadensfälle. Außendienstmitarbeiter nehmen die Proben. Neben der Bewertung der Ergebnisse beraten die Mitarbeiter auch zu Maßnahmen oder Düngemitteln.

Philip Schülermann

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