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Lichtblick am Ende des Tunnels

Rostock Lichtblick am Ende des Tunnels

50-millionstes Auto sollte schon 2009 durch Warnowtunnel fahren – Betreiber verdient erst in 30 Jahren.

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Fahrzeuge passieren die Mautstation vor dem Warnowtunnel in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern).

Quelle: Bernd Wüstneck

Rostock. Durch den Rostocker Warnowtunnel sind 50 Millionen Fahrzeuge gerollt. Eine stolze Zahl, nur: Nach den ersten Planungen in den 1990er Jahren war dieses Jubiläum etwa für 2009 vorgesehen, also sechs Jahre nach der Eröffnung. Die großen Erwartungen mit täglich bis zu 25 000 Autofahrern haben sich nicht erfüllt, noch heute sind es weniger als die Hälfte. Trotzdem ist Deutschlands erstes privat finanziertes Straßenbauprojekt heute in ruhigem Fahrwasser. Der 790 Meter lange Tunnel verbindet zwei Stadtteile auf direktem Wege, der Umweg um die Warnow herum durch die hoch frequentierten Straßen der Stadtmitte entfällt.Warum man damals so sehr danebenlag, kann heute keiner mehr nachvollziehen, sagt die Geschäftsführerin der Warnowquerung GmbH & Co. KG, Yvonne Osterkamp. Der schmucke Tunnel, einer der sichersten Europas, hat schlimme Jahre hinter sich. Heute, im Jahr 14 nach Eröffnung, geht es im Verwaltungsgebäude deutlich entspannter zu als 2005/06, als die Gesellschaft vor der Insolvenz stand.

Die Planer rechneten Mitte der 1990er Jahre mit täglich rund 25 000 Autos. Die damalige Zuversicht hatten auch die Banken und sorgten für die notwendige Finanzierung. Mit der Stadt als Bauträger wurde eine Konzessionszeit von 30 Jahren vereinbart. Das Erschrecken war groß, als die Autos nur tröpfchenweise durch den Tunnel fuhren. Rund 5500 täglich waren es im ersten Jahr. Die Insolvenz wurde nur dadurch vermieden, dass die Konzession auf 50 Jahre verlängert wurde.

OZ

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