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Mit Studentenwohnungen wird die Südstadt jünger

Südstadt Mit Studentenwohnungen wird die Südstadt jünger

Rostocker Investor baut direkt am Bahnhof / 150 Zimmer für junge Leute

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Direkt an der Bahnlinie planen Stadt und Ospa den Bau einer neuen Arena samt Hotel-Hochhaus.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Südstadt. Rostocks „ältester Stadtteil“ ist die Südstadt längst nicht mehr. Der Altersdurchschnitt liegt wieder unter 50 Jahren – weil das Viertel wächst wie kein zweites. Und der Trend ist ungebrochen, die Südstadt wird noch jünger werden – unter anderem, weil am Bahnhof künftig Studenten leben sollen. Dort – am südlichen Vorplatz – plant das Rostocker Unternehmen Dalegio Liegenschaften den Bau eines neuen Wohn- und Geschäftshauses. Inklusive eines modernen Studentenwohnheimes.

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Rostocker Investor baut direkt am Bahnhof / 150 Zimmer für junge Leute

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Der Neubau am Platz der Freundschaft, in Nachbarschaft zur Stadthalle – es ist der erste Baustein der groß angelegten Umgestaltung der Südstadt. Dalegio-Chef Sven Pieletzki will insgesamt rund 35 Millionen Euro in den Neubau investieren. „Die Hansestadt braucht dringend neuen Wohnraum – und wir wollen unseren Beitrag leisten.“ Schon jetzt gehören Pieletzki der Wohnturm neben der Stadthalle und der Zweigeschosser, in den sich einst ein Netto- Markt eingemietet hatte. Letzteres Gebäude soll aber verschwinden: „Der Bau stammt aus den 1980er Jahren, ist vom Zustand nicht mehr erhaltenswert.“

An dieser Stelle soll der Neubau entstehen. Mit 122 altersgerechten Wohnungen, 55 Wohnungen für Paare und Familien und sogenannten Mikro-Appartements für Studenten. „Wir bieten Studenten voll möblierte Zimmer. Zudem gibt es Gemeinschaftsräume, Küchen und eine Lounge für die angehenden Akademiker. Alles zum Leben und Lernen“, so Pieletzki. Wohnraum für Studenten sei in Rostock besonders knapp: „Es müssen ja sogar schon Studenten nach Groß Lüsewitz ziehen, weil es in Rostock keine Wohnungen mehr für sie gibt.“

Im Erdgeschoss seines Neubaus sollen Geschäfte, Gastronomie und Büroräume entstehen. Welche Händler einziehen werden, sagt Pieletzki noch nicht: „Da sind wir noch in Verhandlungen.“ Nur so viel verspricht er bereits: „Wir werden in diesem Teil der Südstadt neue Angebote schaffen, die es dort seit Jahren nicht mehr gibt. Das wertet das gesamte Areal auf.“ Auch eine Tiefgarage plant die Dalegio. Orts- und Gestaltungsbeirat hätten dem Vorhaben bereits zugestimmt – und aus dem Rathaus heißt es: Ein Bauantrag liege vor, die Prüfung dauere aber noch an. „Das Vorhaben entspricht aber dem Umgestaltungskonzept, das wir uns für den südlichen Bahnhofsvorplatz überlegt haben“, sagt Matthias Horn, Referent für Stadtentwicklung in der Verwaltung.

Der komplette Bereich samt Bahnhofsvorplatz soll in den kommenden Jahren neu gestaltet werden: Die Stadt plant gemeinsam mit der Ostseesparkasse den Bau einer neuen Arena für Rostocks Profi-Sportmannschaften. In der Halle mit bis zu 3000 Zuschauerplätzen sollen unter anderem die Basketballer der Rostock Seawolves, die Handballer des HC Empor und die Warnemünder Volleyballer ihre Heimspiele austragen. Auch ein Parkhaus sowie ein neues Hochhaus mit Büros und einem Hotel sind geplant. Das Gesamtprojekt soll bis zu 100 Millionen Euro kosten. „An diesen Plänen hat sich nichts geändert“, sagt Horn. Derzeit laufen Verhandlungen zwischen der Stadt, der Ospa und der Bahn. Nach OZ-Informationen geht es um Flächen direkt an den Gleisen, die für das Vorhaben benötigt werden.

Horn dazu: „Die Aufgaben sind sehr umfangreich und extrem komplex. Wir arbeiten das jetzt Stück für Stück ab.“

Auch an der Majakowski- und der Lomonossowstraße wird sich demnächst in der Südstadt etwas tun: Das städtische Wohnungsunternehmen Wiro will dort zwei Wohnblöcke aufstocken. „Wir erweitern die Gebäude von vier auf fünf Geschosse“, sagt Wiro-Sprecher Carsten Klehn. Insgesamt zwölf neue Wohnungen sollen so entstehen. Baustart für das Vorhaben soll noch in diesem Jahr sein: „Die Gebäude erhalten dann auch Fahrstühle. Und für die wollen wir noch in diesem Jahr zumindest die Fundamente legen“, erklärt Klehn.

Andreas Meyer

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