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Mit dem Kreuzfahrt-Flieger in den Süden

Rostock Mit dem Kreuzfahrt-Flieger in den Süden

Von Rostock-Laage auch nach Madrid oder Mailand / 2016 ist das erfolgreichste Jahr des Flughafens

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Spanische Kreuzfahrttouristen kommen am Flughafen Rostock-Laage an.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Madrid, Mailand, Marseille – wer von Rostock aus nach Südeuropa wollte, musste bisher von Hamburg, Berlin oder Hannover die Reise antreten. Künftig soll sich das ändern. Der Flughafen Rostock-Laage plant, weitere Destinationen anzubieten – für jeden. Denn bisher waren diese Flüge Pauschaltouristen vorbehalten, die von Spanien, Italien und Frankreich aus in den Flieger nach Rostock-Laage stiegen, um dann in Warnemünde an Bord eines Kreuzfahrtschiffes zu gehen. Die Chancen für neue Flugziele stehen gut: Sowohl Airport als auch Hafen werden 2016 als das Jahr mit der jeweils erfolgreichsten Saison abschließen.

 

OZ-Bild

Die Kreuz- fahrtgäste bringen internationales Flair nach Rostock.“Jens A. Scharner, Geschäftsführer Hero

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Künftig könnten dreimal die Woche Flieger nach Madrid starten.“Rainer Schwarz, Airport-Chef

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Die Kreuz- fahrtgäste bringen internationales Flair nach Rostock.“Jens A. Scharner, Geschäftsführer Hero

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Der Flughafen in Zahlen

210861 Passagiere haben in den ersten drei Quartalen 2016 den Flughafen Rostock-Laage genutzt. Im selben Zeitraum 2015 waren es nur 154164. 71000 Kreuzfahrturlauber sind in diesem Jahr über den Airport nach oder von Rostock gereist. Das sind viermal so viele wie im Vorjahr – Tendenz steigend.

In Zukunft könnten mehrmals in der Woche Maschinen zu neuen Zielen in ganz Europa starten – darunter auch Rom, Venedig und Barcelona. Das jedenfalls wünscht sich Noch-Flughafen-Chef Rainer Schwarz.

„Wir versuchen, in den Fliegern Kapazitäten für normal Reisende zu reservieren“, sagt er. Heißt: Neben den Kreuzfahrttouristen sollen in den Flugzeugen Plätze zur freien Buchung vorgehalten werden.

„Wir wollen aus dem Kerngeschäft mit den Kreuzfahrt-Reedereien weitere Geschäfte entwickeln“, erklärt Schwarz. Das allerdings sei eine Aufgabe für das nächste und übernächste Jahr. Der jetzige Airport-Chef wird dann nicht mehr da sein. Er wechselt an den Flughafen Münster-Osnabrück (die OZ berichtete). Seine Nachfolge ist noch offen. Das Bewerbungsverfahren läuft.

Schwarz hat gute Arbeit geleistet. Ende 2016 werden viermal so viele Kreuzfahrturlauber Rostock-Laage passiert haben wie im Jahr zuvor: rund 71 000. Allein die Reederei Costa ließ 30000 Passagiere einfliegen, Pullmantur fast 29000 und MSC 12000. Das sei ein Wachstum um fast 37 Prozent. Und: Alle Reedereien wollen auch im kommenden Jahr wiederkommen, Pullmantur vielleicht auch öfter als 2016. „Sie müssen also zufrieden sein mit uns. Wenn sie ein zweites Schiff in die Ostsee setzen, haben wir auch am Flughafen mehr zu tun“, sagt Schwarz. In die Zukunft schaue er daher optimistisch.

Insgesamt haben 210000 Fluggäste den Airport, dessen Gesellschafter die Städte Rostock und Lage sowie der Landkreis Rostock sind, bereits in den ersten neun Monaten genutzt – so viele wie sonst im ganzen Jahr. „Das ist das beste Verkehrsergebnis in der Geschichte des Flughafens“, sagt Schwarz.

Die Kreuzfahrtgäste sorgen allerdings nicht nur beim Airport für Rekordzahlen. Wenn am nächsten Wochenende die „Aidamar“ einläuft, geht auch in Warnemünde die besucherstärkste Saison zu Ende.

Insgesamt sind bei den 181 Schiffsanläufen in diesem Jahr 766 000 Seereisende an und von Bord der Schiffe gegangen. Warnemünde bleibt somit der am häufigsten angesteuerte Kreuzfahrthafen Deutschlands. „De facto erreichen wir diese Zahlen in nur drei Monaten in der Hauptsaison“, sagt Jens Aurel Scharner, Geschäftsführer der Rostocker Hafenentwicklungsgesellschaft (Hero). Mit 118

000 stellten die Deutschen die Größte Anzahl an Passagieren, gefolgt von 71000 US-Amerikanern, 36000 Briten, 31000 Spaniern und weiteren Gästen. Dass Warnemünde für internationale Urlauber ein so attraktives Ziel ist, sei gut. „Viele von ihnen machen aber vor allem Ausflüge nach Berlin. Wir wollen die Gäste aber länger im Land behalten“, sagt Scharner. Die Kreuzfahrtgäste brächten internationales Flair in die Hafenstadt Rostock und das Urlaubsland MV. Die Saison wird offiziell mit der Port-Party am 15. Oktober beendet.

Michaela Krohn

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