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Mit dem Ostermarkt beginnt der Frühling

Stadtmitte Mit dem Ostermarkt beginnt der Frühling

Schausteller sprechen von erfolgreichem Start / Erstes Volksfest im Jahr zieht Rostocker und Touristen an

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Lara-Leonie Heidelk (4) aus Groß Klein hat Spaß: Sie hat ein Kuscheltier gewonnen und ist mit der Osterbahn gefahren. Fotos (3): Johanna Hegermann

Stadtmitte. Die Hansestadt hat sich von Kopf bis Fuß auf das Osterfest eingestellt. Mit frühlingshaft geschmückten Fahrgeschäften, farbenfrohen Verkaufsständen und lustigen Losbuden präsentiert sich der Ostermarkt noch bis zum 3. April. „Der Winter ist vorbei, jetzt wird es wieder lebendig und bunt“, sagt Marlies Urbigkeit, Vorsitzender des Schausteller-Verbands. Mit dem Markt setze die Stadt ein Zeichen für den Frühling — auch, wenn das Wetter noch nicht ganz überzeugend sei.

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Schausteller sprechen von erfolgreichem Start / Erstes Volksfest im Jahr zieht Rostocker und Touristen an

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„Jede Freiveranstaltung ist besser, wenn das Wetter mitspielt“, räumt die Schaustellerin von der Losbude „Traumland“ ein. Seit dem Start am Freitag sei man jedoch zufrieden. „Das Wochenende war durch das Sonnenscheinwetter erfolgreich“, sagt Marlies Urbigkeit. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 50 Schausteller und Händler auf dem Markt.

„Wir sind seit 20 Jahren dabei“, sagt Katrin Peters vom Imkerstand. Dort gibt es Ostersträucher, Honig und gedrehte Wabenkerzen von dem Familienbetrieb aus Rederank bei Satow. „Für viele Rostocker ist es der wichtigste Markt seit Weihnachten“, sagt die 36-Jährige. Nur zweimal im Jahr sei ihr Stand direkt in der Innenstadt. „Wir haben Stammkunden, die schon auf uns gewartet haben.“

Für viele ist der Markt auch eine Möglichkeit, noch kurz vor Ostern Geschenke zu besorgen. „Das ist wirklich praktisch“, urteilt Marco Greitschus aus Groß Klein. Während Tochter Lara-Leonie mit der Osterbahn fährt und Mutter Denise Heidelk aufpasst, kann er sich schnell umgucken. „Und für die Kleine ist es eine lustige Abwechslung“, sagt der Rostocker. Die Vierjährige nickt zustimmend mit dem Kopf. „Es ist toll hier“, sagt sie und hält ein Kuscheltier-Schwein fest. „Das hab‘ ich beim Greifer gewonnen“, sagt sie stolz.

Auch Christine Bannach und ihre Tochter Lilli hat es in die Innenstadt gelockt. „Wenn der Markt losgeht, ist Ostern fast da“, sagt die Siebenjährige aufgeregt. Für die kleine Rostockerin und ihre Mutter sei es ein Ritual, zum ersten großen Markt des Jahres zu fahren. „Es macht einfach Spaß“, sagt die Rostockerin. Das bunte Markttreiben im Frühjahr hat selbst Tradition. „Bereits 1920 hat es einen Ostermarkt in Rostock gegeben“, sagt Marlies Urbigkeit. Das beliebteste Fahrgeschäft sei das Riesenrad. „Die Besucher nutzen es als Aussichtsturm und können fast die ganze Stadt überblicken.“

Doch auch in andere Fahrgeschäfte zieht es sie. Zum Beispiel in die sich drehende „Bayern-Wippe“ oder zum klassischen Autoscooter. Hier tobt Familie Koppermann aus Berlin, die in Rostock ihren Urlaub verbringt. Nach dem Motto „Mädchen gegen Jungs“ haben sie Teams gebildet. „Es macht Spaß, die anderen zu rammen“, sagt die siebenjährige Isabell. Sie lenkt das Auto, während Mutter Ulrike sie anfeuert. Papa Marco und der zweijährige Max lassen es sich nicht nehmen, gegen das kleine Elektroauto ihrer Gegnerinnen zu fahren. Unter Hurra-Rufen haben sie den Autoscooter der Frauen gerammt.

„Ich möchte noch mal“, sagt Max. Doch die Familie will weiter den Markt erkunden.

„Mit Beginn der Ferien kommen viele Touristen nach Rostock“, weiß Marlies Urbigkeit. Seit gestern pausiert die Schule in vielen Bundesländern für das Osterfest. Doch auch Urlauber aus dem Ausland zieht es hierher. Familie Madsen von der dänischen Insel Aerö ist ebenfalls in die Hansestadt gereist. Die vier genießen sichtlich ihre Zeit auf dem Markt. „Bei uns gibt es so etwas gar nicht. Wir mögen die vielen kleinen Stände“, sagt Gitta Madsen. Die 35-Jährige erzählt, dass sie bereits eingekauft, Bratwurst gegessen und auch Glühwein getrunken haben. Das sei bei dem Wetter genau das Richtige.

Von Johanna Hegermann

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