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Modellbauer öffnen Türen für Urlauber

GRAAL-MÜRITZ Modellbauer öffnen Türen für Urlauber

„Wir müssen einmal in der Woche die großen Fensterscheiben putzen. Plattgedrückte Nasen und Hände hinterlassen ihre Spuren“, sagt Rolf Krüper (60).

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Jamie Köhler (5) lässt unter den Augen von Udo Wilke die H0-Bahn ihre Runden drehen.

Quelle: Jürgen Falkenberg

Graal-Müritz. „Wir müssen einmal in der Woche die großen Fensterscheiben putzen. Plattgedrückte Nasen und Hände hinterlassen ihre Spuren“, sagt Rolf Krüper (60). Der einstige Maurer ist einer von vier Modelleisenbahnern, die ihre Anlagen hinter den Scheiben des Hauses Fritz-Reuter-Straße, Ecke Katerstieg aufgebaut haben.

„Wir Modelleisenbahnfreunde sind kein Verein. Dazu sind wir zu wenige“, sagt der Schatzmeister Siegfried Hertel (76). Udo Wilke (75) und Jörg Rath (52) gehören auch dazu, wobei Rath der Fachmann für die Elektronik ist, ohne die sich nichts bewegt. 2008 fanden sie zusammen unter Karl Reuters Leitung. In der Schule am Ostseering hatten sie einen elf Quadratmeter großen Raum. Die Schülerzahl wuchs, die Eisenbahner mussten weichen. „Am 10. Juli 2010 zogen wir in den neuen Raum, der dem ASB gehört“,erinnert sich Udo Wilke ganz genau.

„Wir hatten große Unterstützung durch Bürgermeister Frank Giese.“ Durch die Hilfe der Stiftung Graal-Müritz, die Wirtschaftliche Vereinigung und den ASB konnte eine obere Etage als Werkstattraum geschaffen werden. In den sechs Jahren am neuen Ort wurde 4000 Stunden gewerkelt. Die Schmalspur-Anlage H0 mit einer Größe von 180 mal 100 Zentimetern entstand.

„Wir haben viele Gäste, denn nebenan ist das Mutter-Vater-Kind-Erholungsheim. Auch Urlauber kommen vorbei“, sagt Rolf Krüper. Wie Familie Köhler aus Chemnitz. Udo Wilke zeigt Jamie (5), wie die Züge zum Rollen kommen. Große Augen machen Jamie und Tamia (1) beim Prunkstück der Modellbahner. Die TT-Anlage in U-Form hat mehr als 100 Meter Gleislänge. Elektronisch gesteuert rollen die Bahnen durch eine Landschaft, auch in zwei Ebenen, denn es gibt einen „Schattenbahnhof“, die Ruhestation für die Züge unterirdisch. Zweimal in der Woche wird gebaut und gebastelt. „Wir bekommen viele Sachspenden von begeisterten Gästen. Oft sind Schätze der 70er Jahre dabei“, ist Rolf Krüper erfreut. Erfreut wären die Modellbahnfreunde auch, wenn junge Interessierte zu ihnen stoßen würden.

enberg

Jürgen Falk

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