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Neue Details im Millionen-Poker ums Wasser

Rostock Neue Details im Millionen-Poker ums Wasser

Der Remondis-Konzern garantiert Rostock zwölf Millionen Euro pro Jahr, wenn er weiterhin am Wasser-Geschäft in der Hansestadt beteiligt wird. OB drängt auf offizielle Verhandlungen - und versichert: Die Gebühren sinken trotzdem.

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Durch Rostocks Waschbecken fließen jährlich Millionen: Das Wassergeschäft in der Hansestadt ist heiß begehrt (Symbolbild).

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Das Rostocker Rathaus verhandelt offenbar seit Monaten im Geheimen mit dem Remondis-Konzern über einen neuen Deal rund um die künftige Wasserversorgung in der Hansestadt. Der Konzern will auch nach 2018, wenn sein Vertrag als Versorger endet, am Geschäft beteiligt bleiben. Erste Gespräche zwischen Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) und dem Senioren-Chef des Familienkonzerns, Norbert Rethmann, habe es bereits zu Jahresbeginn gegeben.

Aus Verhandlungskreisen heißt es, Remondis habe vor wenigen Tagen einen geradezu unschlagbares Angebot vorgelegt: Die Wasserversorgung soll wie geplant in die Hände der stadteigenen Tochter Nordwasser übergehen. Die neue Nordwasser soll aber eine Tochterfirma gründen – eine so genannte Service-Gesellschaft. Und an der will Remondis beteiligt werden. Im Gegenzug garantiert der Konzern der Hansestadt zwölf Millionen Euro Gewinn pro Jahr. Mindestens und direkt für die Stadtkasse. An den Gebührensenkungen wird ebenfalls nicht gerüttelt.

Die Politik bleibt skeptisch. Rostocks SPD-Chef Julian Barlen lehnt einen neuen Wasser-Deal ab: „Wasser ist ein wichtiges Lebensmittel und keine Zockerware. Die Hansestadt Rostock sollte keinesfalls den von der Privatwirtschaft gebotenen Millionen auf den Leim gehen.“ Die ebenfalls betroffenen Umlandgemeinden drohen bereits damit sämtliche Kooperationen mit Rostock aufzukündigen, wenn sie übergangen werden.

Andreas Meyer

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