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Neue Tennishalle: Ärztin baut sich eigenen Centre-Court

ROGGENTIN Neue Tennishalle: Ärztin baut sich eigenen Centre-Court

Ralph Strübing wird sie leiten / Zum 1. Februar 2017 sollen die ersten Sätze gespielt werden / Vier Hartplätze geplant, zwei davon auch für Winterzeit

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Auf der Wiese vor der Buswendeschleife und der Bahnhaltestelle soll in Roggentin die Tennisanlage entstehen.

Roggentin. Spiel, Satz und Sieg bald zwischen Roggentin und Kösterbeck: Auf der Wiese vor der Buswendeschleife und der Bahnhaltestelle entsteht auf 5000 Quadratmetern eine Tennisanlage. Das bestätigt Ralph Strübing auf OZ-Anfrage. Der erfahrene Tennisspieler, der 20 Jahre als Landestrainer der Jugend den richtigen Umgang mit dem Schläger beigebracht hat, sieht das Projekt als sein „Baby“. Sämtliche Verträge seien geschlossen, der Notartermin erfolgreich beendet worden, demnächst werden die ersten Baufahrzeuge die Grünfläche aufbuddeln.

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Ralph Strübing wird sie leiten / Zum 1. Februar 2017 sollen die ersten Sätze gespielt werden / Vier Hartplätze geplant, zwei davon auch für Winterzeit

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Nachfrage und Engpässe

43 Tennisvereine sind laut Tennisverband MV-Präsident Karl-Heinz Kutz momentan im Bundesland eingetragen. Die Nachfrage und das Interesse nach dem Sport sei zwar gesunken, vielerorts gebe es aber Engpässe, was Trainingsplätze betrifft.

4334 Mitglieder hat der Tennislandesverband in MV. Trend ist zurzeit das Beachtennis.

Der erste Aufschlag soll am 1. Februar 2017 gespielt werden, so die Hoffnung des künftigen Betreibers und Trainers der Anlage, die Winter wie Sommer genutzt werden soll. „Es wird vier Hartplätze geben, zwei davon können im Winter bei Kälte mit Zelt mit Wabenstruktur überdacht werden“, erklärt der 53-Jährige. Die nötige Wärme werde hineingepustet.

Der Rostocker, der erst am Wochenende bei einem Ranglistenturnier nach zwei Matchbällen nur knapp den Sieg verfehlte, hat noch ein weiteres Ass im Ärmel: die Investorin. Silvia Neumann ist Ärztin in Ribnitz-Damgarten, lebt aber in Sanitz – und ist seine Schülerin. Strübing gibt etwa eine halbe Million Euro als Investitionssumme an. „Es ist echt unüblich, dass jemand als Privatperson so viel Geld in die Hand nimmt, um eine Tennisanlage zu finanzieren“, sagt Strübing voll Anerkennung. Er trainiere sie seit zwei Jahren, ihr Entschluss habe ihn zwar überrascht. „Aber natürlich gefreut, weil der Bedarf auch einfach da ist“, sagt der 20-fache Landesmeister.

Zu oft habe er es als Trainer schon erlebt, dass für die bestehenden Plätze gerade in der Winterzeit kaum freie Trainingszeiten vorhanden sind – er selbst fährt zwei Mal pro Woche nach Ratzeburg, um dort als Trainer zu arbeiten. „Die Hallensituation in Rostock ist bescheiden.“

Begeistert von der Aussicht auf eine neue Tennisanlage vor den Toren Rostocks zeigt sich Karl-Heinz Kutz, Präsident des Tennisverbands Mecklenburg-Vorpommern (TMV). „Wir brauchen jemanden, der die Jugend trainiert, und wir brauchen Standorte.“ So mancher aus dem Umland könnte durch die Lage zwischen Roggentin und Rostock und die gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Tennisspielen gelockt werden, glaubt Kutz. „Es ist ja aufwendig, wenn man immer in die Stadt rein muss vom Land aus“, gibt er zu bedenken. Gerade in einem Flächenland wie MV sei es wichtig, möglichst viele Spiel- und Trainingsstätten aufzubauen. Für Strübings Verdienste als Spieler und Trainer, vor allem aber für seinen Einsatz, eine neue Tennisanlage zu bauen, findet Kutz viele lobende Worte.

Roggentins Bürgermeister Erhard Bünger zeigt sich ebenfalls zufrieden mit der sportlichen Zukunft seiner Gemeinde – in der Anlage soll auch ein Fitnessklub entstehen. „Die Lage ist top, vor allem auch, wenn Schulklassen oder überhaupt Kinder dort Tennis spielen möchten“, sagt Bünger, der seit zwölf Jahren im Amt ist.

In der Anlage sollen übrigens auch Gruppen in Trainingslagern die Schläger schwingen: Es wird auf dem Areal Schlafplätze geben.

Claudia Tupeit

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