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Neue Wohngebiete in Biestow: Verkehr bleibt der Knackpunkt

Biestow/Südstadt Neue Wohngebiete in Biestow: Verkehr bleibt der Knackpunkt

„Kringelhof“: Ortsbeiräte, Bürgerinitiativen und Stadtverwaltung sprechen über die Anbindung / Gutachten sollen Lösungen zeigen

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Durch Wohnungen im Gebiet „Kringelhof“ wird der Verkehr auch in der Nobelstraße ansteigen. Weitere Lösungen werden gesucht.

Quelle: Jens Wagner

Biestow/Südstadt. Bei einer Beratung über die Verkehrsanbindung der neu geplanten Wohngebiete im Süden der Hansestadt, sind sich Anwohner und Verwaltung einen Schritt nähergekommen. Nun sollen Gutachten zum Naturschutz, zum Schallschutz, über Umweltbelange, zum Städtebau und zur Wirtschaftlichkeit erarbeitet werden. „Es wurde vereinbart, die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchungen in Südstadt/Biestow noch zu ergänzen“, bestätigt Stadtsprecherin Kerstin Kanaa.

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„Kringelhof“: Ortsbeiräte, Bürgerinitiativen und Stadtverwaltung sprechen über die Anbindung / Gutachten sollen Lösungen zeigen

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Im Fokus der Untersuchungen liegt vor allem die Erschließung des geplanten Wohngebiets „Kringelhof“ in Biestow. 1000 Wohneinheiten sollen hier, südlich der Satower Straße, entstehen. 300 weitere Grundstücke können südlich des Sildemower Weges erschlossen werden. Doch die neuen Bewohner müssen dann auch an das Verkehrsnetz angebunden werden.

Zunächst war die Rede von einer neuen Erschließungsstraße von der Nobelstraße südlich um Biestow herum bis zur Höhe Mensa am Südring. Diese Trasse ist jedoch vom Tisch. Sie wurde heftig kritisiert, da sie auch durch die Kleingartenanlagen führte.

Stattdessen könnten die Nobelstraße unter anderem mit Ampeln oder einem Kreisverkehr reguliert und die Satower Straße ausgebaut und werden. „Das ist zwar technisch möglich, aber ob es umsetzbar ist, ist nicht geklärt“, sagt Biestows Ortsbeiratsvorsitzender Franz Laube (CDU). Er könne verstehen, dass die Anwohner verunsichert seien. Daher sei es wichtig, dass diese Untersuchungen stattfinden.

„Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, ist Laube sich sicher. Anfangs sei die Einbeziehung der Bürger mangelhaft gewesen, erklärt der Biestower. „Es wurde der Eindruck erweckt, dass alles bereits feststeht.“ Daher sei man nun zufrieden mit der positiven Entwicklung.

Die Neuigkeit über weitere Untersuchungen freut auch den Ortsbeirat Südstadt. „Die Gespräche waren sehr konstruktiv. Ich hatte den Eindruck, dass die Verwaltung offen für die Meinung der Bürger ist“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Henning Wüstemann (Grüne). Das Gebiet „Kringelhof“ soll nun ebenfalls im Hinblick auf den „Mobilitätsplan Zukunft“ für die Hansestadt Rostock betrachtet werden.

Darin sollen die Entwicklungen des Verkehrs für die nächsten 15 Jahre vorgegeben werden — und auch die neuen Wohngebiete miteinbeziehen.

Konkrete Termine, bis wann die in Auftrag gegebenen Gutachten vorliegen, wurden nicht verabredet. Ob sich damit der Baustart verschiebt, ist daher ebenfalls unklar. Ralph Müller, Chef der Rostocker Stadtplanung, rechnete zuletzt damit, dass spätestens 2018 mit dem Bau begonnen werden könnte.

Der Ortsbeirat hat keine Eile mit dem Biestower Wachstum. Auch die Bürgerinitiative um Klaus-Peter Müller sieht das entstehende Wohngebiet mit Skepsis. Sie wollen den Dorfcharakter des Ortsteils erhalten. Laube weiß jedoch, dass sich Veränderungen nicht verhindern lassen. „Es steht im Flächennutzungsplan.“ Daher ist er dafür, dass eine optimale Lösung gefunden wird. Gleich mehrere Varianten sollen nach der Auswertung der Gutachten angefertigt werden. „Uns wurde zugesichert, dass dann auch noch mal ein Gespräch mit allen Beteiligten stattfinden wird“, sagt Franz Laube.

Optimierung der bestehenden Straßen ist bisher die beste Lösung

Verkehrsplaner Jörn Janssen und Harald von Lübke hatten vier Vorschläge erarbeitet. Etwa eine zusätzliche Straße, die beide Gebiete verbinden soll. Diese wurde von Einwohnern strikt abgelehnt.

Die beste Lösung sei eine Optimierung bestehender Straßen. Als größtes Problem gilt der Bereich Südring/Satower Straße. Die Satower Straße soll um einen Meter verbreitert und teilweise durch einen zusätzlichen Mittelstreifen für Linksabbieger erweitert werden. Der „Kringelhof“ soll mit einer zusätzlichen Ampel ausgestattet werden. Der Bau eines Kreisverkehrs in der Nobelstraße, Richtung Sildemower Weg, wird in Betracht gezogen.

Von Johanna Hegermann

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