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Neuer Kreuzfahrt-Hafen: Schwerin hilft Rostock beim Bau

Stadtmitte Neuer Kreuzfahrt-Hafen: Schwerin hilft Rostock beim Bau

Auch die Beseitigung der Altlasten auf dem Werftgelände soll vom Land gefördert werden

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Blick auf die Nordic-Yards-Werft. Rund 165 000 Quadratmeter des Geländes kauft die Hansestadt.

Quelle: Ove Arscholl

Stadtmitte. Der Weg für den Bau eines modernen Kreuzfahrthafens in Rostock ist frei: Die Bürgerschaft hat gestern zugestimmt, einen Teil des ehemaligen Nordic-Yards- Werftgeländes in Warnemünde zu kaufen. Fast 4,8 Millionen Euro zahlt die Stadt für die rund 165000 Quadratmeter Land am alten Werftbecken. Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) sprach von einer „Zukunftsentscheidung“ und einem „Glücksgriff“. Statt bisher drei sollen künftig bis zu fünf Kreuzfahrtschiffe in Warnemünde festmachen können, so der OB.

 

OZ-Bild

Blick auf die Nordic-Yards-Werft. Rund 165 000 Quadratmeter des Geländes kauft die Hansestadt.

Quelle: Ove Arscholl

Wir haben eine Zukunftstür aufgestoßen. Das werden wir jetzt auch nutzen.“Roland Methling (UFR), Oberbürgermeister

Nun soll alles schnell gehen. Methling setzt auf die Unterstützung des Landes. Das gilt vor allem für die Beseitigung der Altlasten auf dem Gelände. Es handelt sich hier um seit mehr als 75 Jahren für Flugzeug- und Schiffbau industriell genutzte Flächen, hieß es in der Beschlussvorlage zur gestrigen Bürgerschaftssitzung. Und: „Es ist bekannt, dass durch diese Nutzung Bodenverunreinigungen vorliegen, die bei der vorgesehenen Errichtung der benötigten Kaianlagen und möglichen Bebauungen, beispielsweise mit einem Terminalgebäude, zu Entsorgungskosten führen.“

Welchen Preis die Stadt dafür noch zahlen muss, ist unklar. Methling bleibt aber optimistisch. Das Land habe bereits Hilfe zugesichert. „Der Öffentlichkeit kann nichts Besseres passieren, als dass Gelände, von denen Gefahr ausgeht, in öffentlicher Hand sind“, so der OB.

Auch die Kosten für den Bau des Kreuzfahrthafens sind ungewiss. Zuletzt wurden rund 35 Millionen Euro genannt. Doch die Planungen stehen erst am Anfang. „Es ist viel zu früh, um zu sagen, was auf dem Gelände darstellbar ist“, sagt Jens Scharner, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft. „Wir sind auch überrascht, wie schnell das jetzt alles geht.“ Methling rechnet in den kommenden drei, vier Jahren mit einer Umsetzung des Projekts. Das Land ist mit an Bord: Das Wirtschaftsministerium kann sich vorstellen, unter bestimmten Voraussetzungen den Bau des Kreuzfahrtterminals mit bis zu 90 Prozent zu fördern, teilt eine Sprecherin mit.

Die Reedereien sehen den Ausbau als Chance für Rostock, im Wettbewerb um die großen Schiffe mitzuhalten. „Mit der bisherigen Infrastruktur in Warnemünde ist das Wachstum begrenzt und die Abfertigung in einem Zelt nicht wirklich wünschenswert und für den Norden nicht wettbewerbstauglich“, sagt Nadine Maraschi von der schweizerischen MSC-Reederei. Auch Aida-Sprecher Hansjörg Kunze betont: „Wir begrüßen grundsätzlich den Ausbau der Infrastruktur für Kreuzfahrten.“

Einen Rückschlag musste OB Methling gestern noch hinnehmen: Auf die Einnahmen aus dem Verkauf des Strandläufer-Grundstücks in Warnemünde kann er für den Kreuzfahrthafen nicht zurückgreifen. Die Bürgerschaft lehnte die Veräußerung gestern ab.

Seit zehn Jahren bemüht sich die Stadt um das Gelände

4,8 Millionen Euro zahlt die Stadt für die rund 165 000 QuadratmeterLand rund um das alte Werftbecken in Warnemünde an die Genting-Gruppe aus Hongkong. Diese übernimmt die Nordic-Werft vom russischen Geschäftsmann Witalij Jussufow. Rostock hat bei dem Deal ein Vorverkaufsrecht auf die Werftflächen in Warnemünde. Seit zehn Jahren schon hat sich die Hansestadt um Teile des Areals bemüht, sagt Oberbürgermeister Roland Methling.

Von André Wornowski

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