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Neuer Markt: Viele wünschen sich Giebelhäuser

Rostock-Stadtmitte Neuer Markt: Viele wünschen sich Giebelhäuser

Drei Entwürfe für die neue Nordkante sind noch im Rennen. Doch die Architekten mit der größten Zustimmung von OZ-Lesern müssen schon die Segel streichen.

Rostock-Stadtmitte. Nicht die große Weltpolitik, nicht das Gerangel um Senatorenposten oder die Schicksale alter Schiffe bewegen die Rostocker so sehr wie die Neugestaltung ihrer guten Stube. Die gestern in der OZ veröffentlichten Vorschläge zur Bebauung der Nordkante des Neuen Markts werden lebhaft und kontrovers diskutiert. Und die Entwürfe zeigen es: Es geht um mehr als nur eine Häuserfront.

 

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Den Vorschlag der Rostocker MHB-Gesellschaft mit Giebelhäusern und Arkaden favorisieren die OZ-Leser. Er ist jedoch aus dem Rennen.

Quelle:
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Den Vorschlag der Rostocker MHB-Gesellschaft mit Giebelhäusern und Arkaden favorisieren die OZ-Leser. Er ist jedoch aus dem Rennen.

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Der Vorschlag der Berliner Architekten SMAQ mit den fünf Giebelhäusern gefällt vielen OZ-Lesern gut. Er wird weiterentwickelt.

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Der Vorschlag der Berliner Architekten SMAQ mit den fünf Giebelhäusern gefällt vielen OZ-Lesern gut. Er wird weiterentwickelt.

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Den Vorschlag der Rostocker MHB-Gesellschaft mit Giebelhäusern und Arkaden favorisieren die OZ-Leser. Er ist jedoch aus dem Rennen.

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Der Vorschlag der Berliner Architekten SMAQ mit den fünf Giebelhäusern gefällt vielen OZ-Lesern gut. Er wird weiterentwickelt.

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Den Vorschlag der Rostocker MHB-Gesellschaft mit Giebelhäusern und Arkaden favorisieren die OZ-Leser. Er ist jedoch aus dem Rennen.

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Der Vorschlag der Berliner Architekten SMAQ mit den fünf Giebelhäusern gefällt vielen OZ-Lesern gut. Er wird weiterentwickelt.

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Darum mahnt der Rostocker Verleger Helmut Aude auch vor einem zu großen Baukörper. „Unabhängig von der Bebauung muss die Sicht von Osten auf die Marienkirche freigehalten werden, es ist der schönste Blick auf die Kirche“, sagt Aude. Man schaue von Vogelsang/Krämerstraße aus auf den prächtigen Chor, in dem die berühmte astronomische Uhr stehe. Und er wirbt für seine Idee, einen „Marienplatz“

entstehen zu lassen. Die neue Nordkante könnte beide Plätze wie ein Scharnier miteinander verbinden.

„Was die Sichtachse angeht, da spricht mir Herr Aude aus dem Herzen“, sagt der Pastor der Innenstadtgemeinde, Tilman Jeremias. Er erinnert daran, dass das auch eine Forderung bei der Ausschreibung gewesen sei. Allerdings sieht auch er die Baukörper als überdimensioniert an. Dass die Bebauung komme, akzeptiere er, auch wenn er sie nicht gut finde.

Die Mehrzahl der Leser, die sich gestern per Mail und in einer regen Facebook-Diskussion zu Wort gemeldet haben, favorisieren den Vorschlag des Architektenbüros SMAQ mit den fünf Giebelhäusern sowie den der Rostocker MHB-Gesellschaft mit sieben Giebeln. Für diesen Vorschlag machen sich auch Kathrin Hömberg, Bärbel Westendorf, Antje Rehbein und Inge Müller stark. Letztere schreibt: „Die sieben Giebel passen sich vom Stil her der Bebauung der Süd- und Westfront am besten an, und die Arkaden korrespondieren gut mit denen des Rathauses.“

Doch ausgerechnet der Leser-Favorit MHB mit den sieben Giebeln ist aus dem Rennen. „Die drei Preisträger werden kurzfristig um Weiterentwicklung ihrer Arbeiten auf Grundlage der Empfehlungen des Preisgerichts gebeten“ informiert Ralph Müller, Leiter des Stadtplanungsamts — und MHB gehört eben nicht zu den Preisträgern.

Liegen die weiterentwickelten Arbeiten vor, werden sie in einer öffentlichen Sitzung des Gestaltungsbeirats vorgestellt. „Im Anschluss wird ein Masterplan als Grundlage für die Umsetzung des Wettbewerbs erarbeitet“, so Müller. Ein Bebauungsplan (B-Plan) ist für das Projekt nicht notwendig.

Wird gebaut, sorgt sich Pastor Jeremias um die Sicherheit der Kirche: „Rammarbeiten oder das Absenken des Grundwasserspiegels könnten Auswirkungen haben.“ Darum strebe die Kirchenkreisverwaltung auch ein Beweissicherungsverfahren an, damit die Ursachen für eventuelle Schäden später benannt werden könnten. „Selbstverständlich wird die Sicherung der benachbarten Gebäude bei derartigen Bauvorhaben von Anfang an berücksichtigt“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze.

Alle zwölf Wettbewerbsbeiträge werden ab Mittwoch 14 Tage lang im Rathaus gezeigt. Am 25. November gibt es ein Bürgerforum.

Das Buch „Rostocks Neuer Markt - Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“ gibt es im OZ-Servicecenter, Richard-Wagner-Straße 1a in Rostock.

Die Bürger einbeziehen

Beim morgendlichen Blick auf das Titelbild der OZ war meine erste Reaktion: schon wieder ein Klotz ohne Sinn und Verstand. Es gibt, zum Glück, auch andere Vorschläge. Mein persönlicher Favorit ist der Entwurf von SMAQ Architecture Urbanism Research. Dieser Bau ist nicht so kompakt, zeigt den Giebelcharakter nicht nur Richtung Neuer Markt, sondern auch in der Kurve zur Langen Straße. Toll auch die Bebauung der Rasenfläche als stimmige Größe und eine gut angepasste Dachkonstruktion zu anderen Gebäuden.

Ich werde mir die Beiträge im Rathaus anschauen, um mir ein noch besseres Bild machen zu können. Hoffen kann ich nur, dass die Rostocker Bevölkerung wirklich in eine Entscheidung einbezogen wird und es nicht bei einem vollmundigen Versprechen bleibt. Denn nicht immer wird für gut befunden, was im Rathaus entschieden wird.

Thomas Sternberg

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