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Neues Schöpfwerk schützt vor Überschwemmung

GRAAL-MÜRITZ Neues Schöpfwerk schützt vor Überschwemmung

Gestern ist die Anlage am Stromgraben in Graal-Müritz offiziell übergeben worden / Moderne Technik erleichtert Schöpfwerkswärter die Arbeit

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Bürgermeister Frank Giese, Udo Zerbe vom Amt Rostocker Heide, Birgit Pöhlmann (Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt), Verbandsgeschäftsführerin Heike Just und Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus (v. l.) am neuen Schöpfwerk. Fotos (2): Michael Schißler

Graal-Müritz. Der Wasser- und Bodenverband Untere Warnow/Küste hat gestern das neue Schöpfwerk am Stromgraben in Graal-Müritz offiziell im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Betrieb genommen. Das Bauwerk war in den vergangenen zwei Jahren entstanden, investiert wurden 3,1 MillionenEuro, 70 Prozent davon wurden gefördert, an den Kosten beteiligten sich auch die Gemeinden Rostock, Graal-Müritz, Rövershagen und Gelbensande, die allesamt einen unmittelbaren Vorteil von dem neuen Schöpfwerk im Hinblick auf Binnenhochwasser haben.

 

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Günter Martens zeigt seinen neuen Leitstand im Schöpfwerk am Stromgraben.

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Die Hansestadt Rostock besitzt in der Rostocker Heide große Waldflächen, auch sie werden durch das Schöpfwerk geschützt. Das hob dann auch Holger Matthäus (Grüne), Bau- und Umweltsenator, der Hansestadt in einem Grußwort bei der Feier hervor. Er ging davon aus, dass mit der Investition auch für die kommenden 100 Jahre Sicherheit vor dem Binnenhochwasser für die Wald garantiert sei.

Für die Investition hatte man sich entschieden, nachdem es im Sommer des Jahres 2011 zu starken Regenfällen gekommen war, die Teile von Graal-Müritz gefährdet hatten. Das bisherige alte Schöpfwerk bewältigte die Wassermassen nicht, so dass man sich entschloss, die Düne zu öffnen und das Wasser aus der Rostocker Heide so in die Ostsee zu leiten. Dies allerdings bedeutete auch ein Risiko für den Hochwasserschutz.

Erfreut zeigte sich auch Frank Giese, Bürgermeister in Graal-Müritz, darüber, dass das Schöpfwerk gebaut wurde. „Wir haben das konstruktiv und kollegial über die Bühne gebracht“, sagte Giese, der sich auch daran erinnerte, „wie uns das Wasser als Problem bedroht hat“. Man habe gemeinsam dafür gesorgt, Fördermittel für das Projekt zu bekommen. Giese hob hervor, dass Klaus Graf, ein Graal-Müritzer Bürger, den Bau ehrenamtlich begleitete hatte und für die Interessen der Gemeinde eingetreten sei.

Mit einem kleinen Jubiläum wartete dann noch Heike Just, Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbandes Untere Warnow/Küste auf. Sie bedankte sich bei Günter Martens, der seit 25 Jahren als ehrenamtlicher Schöpfwerkswärter gewirkt hat. Er könne nun von der neuen modernen Technik profitieren, sagte Heike Just. Sie erwähnte in ihrer Ansprache zur Einweihung, dass im Jahr 1930 erstmalig ein Schöpfwerk in Graal-Müritz erwähnt worden sei. Das alte Schöpfwerk habe 1,3 Kubikmeter in der Sekunde fördern können, bei dem neuen seien es jetzt 3,5 Kubikmeter. Die Arbeiten an der Anlage seien von insgesamt 25 Firmen erledigt worden, sie stammen fast alle aus der Region, fügte Just hinzu. Der Wasser- und Bodenverband Untere Warnow/Küste war als Bauherr aufgetreten und ist nun der Betreiber der Anlage. Das Eigentum daran teilen sich die vier beteiligten Gemeinden.

Vier Pumpen in Betrieb

Das Schöpfwerk am Stromgraben ist innerhalb von zwei Jahren entstanden. Mit der neuen Mess- und Steuerungstechnik ausgestattet, können insgesamt vier Pumpen bis zu 3,5 Kubikmeter Wasser in der Sekunde in die Ostsee fördern. Das Schöpfwerk Graal-Müritz entwässert das Einzugsgebiet des Stromgrabens, das eine Fläche von etwa 47 Quadratkilometern hat. Die Pumpen des Schöpfwerks drücken das Wasser zunächst in einen Zwischenbehälter, von dem aus das Wasser in die Ostsee gelangt. Ausgestattet ist das Werk mit einer Datenfernübertragung, so dass es vom Wasser- und Bodenverband überwacht werden kann. Mit einem Rechen wird Treibholz aus dem Stromgraben gesammelt.

Michael Schißler

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