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Nordic-Zulieferer warten offenbar seit Wochen auf ihr Geld

Rostock Nordic-Zulieferer warten offenbar seit Wochen auf ihr Geld

Der Bau der Offshore-Plattform „Dolwin gamma“ in Rostock-Warnemünde bringt die Werftengruppe in Bedrängnis. Das Projekt soll sich massiv verteuert haben.

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Die Konverterplattform „Dolwin Gamma“ liegt derzeit auf der Warnemünder Werft.

Quelle: Frank Söllner

Rostock. Die Nordic-Gruppe des russischen Eigentümers Witalij Jussufow hat offenbar massive Schwierigkeiten mit der Fertigstellung der riesigen Konverterplattform „Dolwin gamma“. Wie die OZ aus mehreren Quellen erfuhr, sollen sich die Kosten für das Offshore-Projekt erheblich erhöht haben. Der Fertigstellungstermin in der Warnemünder Werft (Sommer 2016) sei nicht mehr zu halten, heißt es.

Nordic soll zudem seit Wochen etliche Zulieferer nicht bezahlt haben. Die Summe soll sich mittlerweile auf mehrere Millionen Euro belaufen. Nach OZ-Informationen sollen einige Zulieferer bereits damit gedroht haben, ihre Arbeit an „Dolwin gamma“ einzustellen. Sollte sich die Fertigstellung der Konverterplattform verzögern, könnte dies auch Auswirkungen auf die Übergabe der drei Nordic-Werften an die malaysische Genting-Gruppe haben. Genting hatte die drei Standorte Rostock-Warnemünde, Wismar und Stralsund für einen Preis von 230,6 Millionen Euro gekauft und will hier Kreuzfahrtschiff-Rümpfe bauen. Auf die Übernahme des Plattform-Projekts hatte Genting verzichtet – vermutlich, weil damit kein Geld zu verdienen ist. Wird die Plattform nicht rechtzeitig fertig, blockiert sie länger den Werftstandort Warnemünde. Betroffen wäre dann wohl auch der Übergang der Belegschaft von Nordic zu Genting. Der soll gestaffelt erfolgen und sich laut Nordic nach dem Baufortschritt von „Dolwin gamma“ richten.

Nordic Yards will sich zu möglichen Zahlungsschwierigkeiten und Verzögerungen bei der Fertigstellung nicht äußern – genauso wenig wie der Auftraggeber der Plattform, der amerikanische Energiekonzern General Electric (GE). Alle Projektbeteiligten würden „natürlich nach einem Plan arbeiten“, der sei aber für die Öffentlichkeit nicht relevant, heißt es.

Von Schroeder, Kerstin

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