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Norma plant Zentrallager am A-20-Kreuz

Dummerstorf Norma plant Zentrallager am A-20-Kreuz

Gemeinde Dummerstorf will schnell Baufreiheit in neuem Gewerbezentrum Ostsee schaffen

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Der Norma-Markt in Kritzmow wurde am 28. November vergangenen Jahres eröffnet.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Dummerstorf. Wir wollen – da sind sich die Gemeinde Dummerstorf und der Lebensmittel-Discounter Norma einig. Am Autobahnkreuz A 20 soll das neue Norma-Logistikzentrum entstehen. „Größer und moderner als unser jetziges in Demmin“, kündigt Geschäftsführer Ulrich Schrage an.

Auf der Standortsuche entlang der Autobahn sei das Unternehmen zügig auf Dummerstorf gestoßen. „Möglich wäre auch ein Standort in Lübeck gewesen“, sagt Schrage. Doch von der Gemeinde wie auch vom Land erfahre ihr Projekt hier massive Unterstützung. „Deshalb ist das Vorhaben ein klares Bekenntnis für Mecklenburg-Vorpommern“, betont der Geschäftsführer der Logistikzentrum Norma Ostsee GmbH.

Die Gemeinde bemüht sich um schnelle Umsetzung. Eine 16 Hektar große landeseigene Fläche zwischen Autobahnabfahrt und L 191 wurde gekauft, acht Hektar davon sind für die Ansiedlung von Norma vorgesehen. Ein Bebauungsplan für das künftige Gewerbe- und Logistikzentrum Ostsee wurde aufgestellt, Förderungen für die Erschließung des Geländes beantragt. In einer Sondersitzung will die Gemeinde am kommenden Montag nun die Satzung des B-Plans beschließen und die Baumaßnahmen anstoßen. „Dann könnte die Erschließung bis Jahresende abgeschlossen sein“, hofft Bürgermeister Axel Wiechmann. „Das ist ein ambitionierter Zeitplan“, räumt der Gemeindechef ein. „Nur knapp ein Jahr vom Aufstellungs- bis zum Satzungsbeschluss, das ist schon enorm.“

Die Wirtschaft freut es. Denn auch für die restlichen Gewerbeflächen neben Norma gebe es großes Interesse. „Von Tankstelle bis zu weiteren Logistikunternehmen reicht das“, sagt Wiechmann.

Für das Norma-Zentrallager in Demmin steht der Umzug fest. Das Logistikzentrum beliefert 69 Filialen, davon 58 in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch Märkte in Brandenburg, Schleswig-Hostein und im nördlichen Niedersachsen. 20 Laster, eigene und von Speditionen, sind täglich mit Waren von Demmin aus unterwegs. „Das Logistikzentrum ist zu klein geworden und liegt zu weit östlich“, erklärt Ulrich Schrage. Denn Norma wolle weiter expandieren in Mecklenburg-Vorpommern wie auch in den Nachbar-Bundesländern westwärts. „Die Verlagerung an einen verkehrstechnisch günstigen Standort bedeutet Zukunft für das Unternehmen, ist wichtig für weitere Expansionen“, sagt Schrage.

Der Bauantrag laufe schon parallel. „Wenn es nach uns geht, würden wir innerhalb der nächsten zwölf Monate umziehen“, betont der Norma-Geschäftsführer. Das Demminer Zentrallager, ein Mietobjekt, werde aufgegeben. Die Mitarbeiter seien informiert. „Wir wollen möglichst alle 100 Kollegen aus Demmin mitnehmen“, erklärt der Chef. Zugleich kündigt er an, das weitere Mitarbeiter in dem größeren Zentrum am Autobahnkreuz, „das dann unser Eigentum ist“, gebraucht würden.

In Kritzmow und Neubukow wurden Ende 2016 die letzten beiden Norma-Märkte in MV eröffnet. Ein nächstes Projekt ist die Ansiedlung in Papendorf. Die Gemeindevertretung hat grünes Licht für die Erschließung des Geländes auf dem Sandkrug gegeben. Die soll nach Auskunft der Investoren noch im Frühjahr starten. „2018 könnte der Markt stehen“, ist Ulrich Schrage zuversichtlich. Zum Norma-Markt in der Südstadt erklärt er: „Wir werden hier bleiben, halten an dem Standort fest und sind mit dem Hauseigentümer im Gespräch.“

Weitere Gewerbeflächen

16 Hektar Fläche umfasst das Gewerbe- und Logistikzentrum Ostsee in Dummerstorf insgesamt. Es soll durch einen Kreisel an die Landesstraße L 191 angebunden werden. Später soll eine an das Gebiet angrenzende Fläche von rund 120 Hektar für weiteres Gewerbe erschlossen werden. Das alte Trockenwerk, Baujahr 1939, am Ortseingang von Dummerstorf hat die Gemeinde im vergangenen Jahr abgerissen. Die Fläche wurde zuvor gekauft und soll nun ebenfalls erschlossen werden für die Nahversorgung des Ortes.

Doris Kesselring

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