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Papier ist ihr „ Lebensmittel“: Künstlerin ist im Norden angekommen

GELBENSANDE Papier ist ihr „ Lebensmittel“: Künstlerin ist im Norden angekommen

Die Einladung für Interessierte zum Thema Scherenschnitte vor einigen Tagen ins Museum des Jagdschlosses Gelbensande war ein Novum.

Gelbensande. Die Einladung für Interessierte zum Thema Scherenschnitte vor einigen Tagen ins Museum des Jagdschlosses Gelbensande war ein Novum. „Für mich ist es ein Schritt zur Zusammenarbeit“, sagt Marion Günther-Bonsack (47). Sie ist seit einem Jahr in Gelbensande zu Hause und ist Scherenschnittkünstlerin. „Papier ist mein Lebensmittel in allen Formen“, sagt die gebürtige Gothaerin. Ihr Lebensweg mit dem Papier war durchaus nicht geradlinig.

 

OZ-Bild

Marion Günther-Bonsack hat auch den Scherenschnitt „Rabe“ geschaffen.

Quelle: Jürgen Falkenberg

Nach der Wende, das Thema Aufbauverlag war abgeschlossen, begann sie gemeinsam mit Harry Günther autodidaktisch das Buchbinderhandwerk zu erlernen. „Mein Traum“, sagt sie. Ein Abschluss in Weimar, eine kleine Galerie in Erfurt, die Entwicklung eigener Papierschmuckkollektionen, dazu die Geburt dreier Kinder: Es gab viel zu tun. Vor 15 Jahren gab es einen Bruch.

Krebs und andere Krankheiten bei Mann, Freunden und bei Sohn Leonhard entkräfteten sie bis zur Erwerbsunfähigkeit. Nach Zwischenstationen baute sich Marion Günther-Bonsack ein neues Leben auf.

„Darauf bin ich stolz“, sagt sie. Das Papier steht im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit. „Scherenschnitte fertigte ich schon mit den Kindern“, sagt sie. Autodidaktisch war auch hier der Anfang. Kurse im Zeichnen, eigene Entwürfe: Es war eine stetige Entwicklung. Dazu kam die eigene Lyrik, schon zu DDR-Zeiten veröffentlicht. In zwei Unikat-Büchern, geschaffen gemeinsam mit Frank Eißner, fand ihre Lyrik künstlerischen Niederschlag. „Ich arbeite an einem Kinderbuch. Es soll den Kindern Natur heiter näher bringen und heißt ’Der Wurzelzahnsäbelrüssler’“, sagt die Künstlerin und sucht noch einen Verlag.

Im Heidetreff bringt sich Marion Günther-Bonsack mit integrativen Kursen für Kinder ein. Sie hilft der Tafel in Gelbensande. Die Zusammenarbeit mit dem Museum läuft an. Letztmalig wird sie in diesem Jahr im Kunstgarten Jena Scherenschnitte, schwarz-weiß auf Bütten, ausstellen. „Es ist zu weit vom Heimatort Gelbensande entfernt“, stellt sie fest und ist im Norden angekommen.

Jürgen Falkenberg

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