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Partys im Sommer: Zu oft und zu laut?

BAD DOBERAN Partys im Sommer: Zu oft und zu laut?

Aktionsbündnis fordert strengere Auflagen / Tourismusausschuss setzt auf Kompromissbereitschaft / Ordnungsamt will reagieren

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Das Kampfest ist beliebt bei Familien. Gleichzeitig fand das Sommerfest des DFC statt.

Quelle: Katarina Sass

Bad Doberan. Hat die Münsterstadt im Sommer wegen der vielen Freiluftveranstaltungen ein Lärmproblem? Oder gehört es dazu, wenn sich die Stadt als touristischer Magnet versteht? Das „Aktionsbündnis gegen den Lärm in der Stadt“ spricht von „akustischen Übergriffen“ und Lärmbelästigung. In der Stadt gehen die Meinungen auseinander.

 

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Bis zum Morgen tanzten und feierten Fans von elektronischer Musik vom 16. bis 19 Juni beim „Red Sun-Festival“ auf dem Gelände der Rennbahn. Zahlreiche Bürger beschwerten sich.

Quelle: Jens Wagner
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Wir sind ein Urlaubsort und Veran- staltungen sind lebens- wichtig für den Tourismus und für uns.“Jochen Arenz, Tourismusausschuss

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Das Red Sun-Festival vor zwei Wochen zog Tausende Tanzwütige auf das Gelände an der Rennbahn – und zahlreiche Beschwerden nach sich. Das bestätigt Ordnungsamtsleiter Gerhart Kukla. „Die Veranstaltung war bis drei Uhr genehmigt. Mit Hilfe der Polizei ist das auch eingehalten worden.“ Doch ausgerechnet der Westwind sorgte dafür, dass die Elektromusik in Richtung Doberan bis nach Rethwisch zog. Dann am Wochenende das Kampfest und gleichzeitig das Sommerfest des Doberaner Fußballclubs (DFC) auf dem Sportplatz. Das ist vor allem dem „Aktionsbündnis gegen den Lärm“ aufgefallen. Es spricht in einer Mitteilung von „mehrtägigen intensiven Lärmbelästigungen, teilweise bis zu 14 Stunden“ und verweist auf eine Studie von 2007, nach der Doberan ein Lärmproblem attestiert worden war. Das Bündnis fordert deshalb, dass Lautstärke, Veranstaltungsdauer und Zeitplanung stärker kontrolliert werden.

Der Tourismusausschussvorsitzende Jochen Arenz kann die Beschwerden zwar nachvollziehen, hat aber auch die Gäste im Hinterkopf. „Wir sind ein Urlaubsort. Veranstaltungen sind lebenswichtig für den Tourismus“, so Arenz. Immerhin würden auch sehr viele Doberaner das kulturelle Angebot nutzen. Dennoch werbe er um Verständnis und um Kompromissbereitschaft. „Wir leben vom Tourismus, da müssen wir auch mit den Begleiterscheinungen leben.“

Dass das Red-Sun-Festival aber aus dem Rahmen fiel, sieht auch er so. „Es war sehr laut und sehr lang, aber ich bin froh, dass wir es haben.“ Für die Genehmigungen von Freiluft-Veranstaltungen ist das Ordnungsamt zuständig. Und das setzt strenge Maßstäbe an. „Wir haben eine Arbeitsgruppe, die die Termine koordiniert und die Art der Veranstaltungen abstimmt“, so Kukla. Sie arbeitet auch die Auflagen aus. Zum Beispiel, was die Lärmemissionswerte betreffe, aber auch die Bühnenausrichtung, die genauen Zeiten, Sanitär, Sicherheit etc. „Nach der Veranstaltung muss ein Messprotokoll abgegeben werden oder wir gehen selbst zur Veranstaltung und messen“, sagt Kukla. Das Red-Sun-Festival ist aber ein Beispiel dafür, dass die vorgeschriebene Lautstärke ab einer bestimmten Uhrzeit immer eine Gratwanderung sei.

Kukla kann das Aktionsbündnis und die Lärmgeplagten gut verstehen. „Man muss nicht immer damit leben.“ Man müsse sich fragen, wie viele Veranstaltungen Doberan tatsächlich vertrage und regt das auch in der kommenden Stadtvertreterversammlung an. Die Hochsaison dauere etwa nur zwölf Wochen, in denen Veranstaltungen Schlag auf Schlag folgen.

Katarina Sass

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