Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Petschower Landwirte stehen auf vielen Beinen

LIEBLINGSHOF Petschower Landwirte stehen auf vielen Beinen

Landwirtschaftsgesellschaft setzt auf Nischen und auf Spezialisierung / Betrieb gehört 45 Familien aus der Region / Feste Verankerung in den Dörfern

Voriger Artikel
Strompreis-Rabatt soll Industrie in MV ankurbeln
Nächster Artikel
Schnellstraßen für Radler würden Verkehr und Klima entlasten

Friedhelm Thiel (vorn) informiert sich bei Michael Haupner über den Fortgang der Kartoffelernte bei der Petschower Landwirtschaftsgesellschaft.

Quelle: Michael Schißler

Lieblingshof. Die Landwirtschaftgesellschaft Petschow baut 26 Hektar Vermehrungskartoffeln an, zehn Hektar Stärkekartoffeln und vier Hektar Speisekartoffeln. „Da brauchen wir keinen eigenen Kartoffelroder“, sagt Friedhelm Thiel, Geschäftsführer des landwirtschaftlichen Unternehmens, dessen Verwaltung in Lieblingshof sitzt. „Das Roden übernimmt Christian Zehe aus Sanitz“, erläutert Thiel, während er seinen Geländewagen über einen Feldweg auf den Kartoffelschlag zulenkt. Die Kartoffelernte geht ihrem Ende entgegen, am Montag dieser Woche begann Thiel dann mit der Maisernte, 250 Hektar hat der Betrieb davon angesät.

Zwei Betriebe unter einem Dach

Die Landwirtschafsgesellschaft Petschow befindet sich unter dem Dach der Großen Seewiesen-Verwaltungsgesellschaft. Diese Holding wurde im Jahre 1990 gegründet. Eine weitere Gesellschaft dieser Holding ist die Lieblingshof Bioprodukt GmbH, die ökologisch arbeitet. Die Petschower Gesellschaft betreibt konventionelle Landwirtschaft.

„Mit dem Mais, den Zuckerrüben und den Kartoffeln haben wir eine sehr gute Ernte“, sagt Thiel, „aber beim Getreide ist es ein Drittel weniger.“ Doch das bringt den Landwirt nicht aus der Ruhe. Denn:

„Wir sind breit aufgestellt, läuft das eine nicht, dann läuft das andere.“

Anderes hat Thiel jede Menge im Angebot. „Wir machen Raps, wir bauen Getreide, Zuckerrüben, Mais – aber auch Vermehrungserbsen“, sagt Thiel. „Außerdem machen wir Grassaat.“

Mit Lupinen und Erbsenanbau hat sich der landwirtschaftliche Betrieb einen Weg gesucht, bei dem er die Anforderungen der EU erfüllt, „das sind unsere sogenannten Greening-Maßnahmen“, sagt Thiel, die ihn vor einer Flächenstilllegung bewahren.

„Mit der Vermehrung verdienen wir sowohl im Bereich der Kartoffeln als auch beim Getreide mehr Geld, außerdem bleibt bei der Vermehrung von Getreide und Rasensaat Stroh und Heu für unsere Rinder übrig“, beschreibt Thiel ein ausgeklügeltes System, nach dem er den Betrieb führt. Rinder hat die Landwirtschaftsgesellschaft Petschow 2110, „davon 500 Milchkühe, 150 Mutterkühe, 600 Mastochsen und der Rest ist Nachzucht“, sagt Friedhelm Thiel. „Ein Teil der Uckermärker Rinder, die wir halten, wird an eine Steakhousekette geliefert.“

Die Vielzahl der Pflanzen im Betrieb ermöglichen dem Landwirt eine wirtschaftliche Fruchtfolge, „und wir können die Arbeitskorridore breiter ziehen“, sagt er, dem es bis jetzt gelungen ist, auch während des Winters seine Leute in Arbeit zu halten. 38 Beschäftigte hat die Petschower Landwirtschaftsgesellschaft, und die sind auf 1780 Hektar Ackerland und auf 430 Hektar Grünland im Einsatz.

Einige von ihnen sind auch Gesellschafter. „Das Unternehmen gehört insgesamt 45 Gesellschaftern“, sagt Friedhelm Thiel. Sie kommen alle aus der Region. „Es sind jüngere und ältere dabei“ – das hat seinen Ursprung in der Zeit, als der Betrieb noch LPG war. Aber damit ist die Gesellschaft fest in der Dörfern verankert. Das gilt auch für die Betriebsstätten: In Petschow ist der Ackerbau mit einer Trocknung für 2000 Tonnen Getreide angesiedelt und in Lieblingshof die Verwaltung. In Göldenitz, Lieblingshof und Lüsewitz befasst man sich mit der Rinderhaltung.

Michael Schißler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Lassan
Bei Lassan soll ein Güllelager gebaut werden.

Beim ostvorpommerschen Lassan plant die Peeneland Agrar GmbH einen rund fünfeinhalb Millionen Liter fassenden Betonbehälter.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Siegesserie der Griffins reißt gegen den Tabellenletzten

American Footballer aus Rostock unterliegen den Lübeck Cougars mit 17:35