Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Plastiktüten für Schirme sorgen für Kritik

Stadtmitte Plastiktüten für Schirme sorgen für Kritik

Kröpeliner-Tor-Center verteilt kostenlose Beutel für Regenschirme / Rostocker kann Aktion nicht verstehen

Stadtmitte. Helge Blankenstein ist aufgebracht. Der Rostocker hat kürzlich eine Neuerung in den Eingangsbereichen im Kröpeliner-Tor-Center (KTC) entdeckt. Hier kann man seinen Schirm nun vor allem bei Regenwetter in einer kostenlosen Plastiktüte verstauen. „Was hat das denn mit der Vermeidung von Plastikmüll zu tun?“, fragt der OZ-Leser aufgebracht.

Besonders verwundert ist er über den Zeitpunkt. Denn erst vor Kurzem haben der Handelsverband Deutschland und die Bundesregierung eine Vereinbarung getroffen. 260 Unternehmen haben sich freiwillig verpflichtet, Plastiktüten nur noch gegen Bezahlung herauszugeben. Offizieller Start ist der 1. Juli. Doch viele Geschäfte in Rostock, auch einige Mieter des KTC am Kröpeliner Tor, haben jetzt schon die Tütenabgabe eingeführt. „Da ist diese Aktion doch totaler Blödsinn“, urteilt Blankenstein.

Centermanagerin Nila McCallum kann die Kritik nicht verstehen. „Es ist als Service für die Besucher gedacht“, betont sie. Die Centermanagerin ließ die Tüten-Spender in den Eingangsbereichen des KTC aufstellen. „Bei Regen will man seinen nassen Schirm nur ungern in die Tasche stecken. Ich kenne das aus eigener Erfahrung“, sagt McCallum. Deswegen habe man sich dafür entschieden.

Das bezweifelt Blankenstein jedoch. „Es geht doch vor allem darum, dass der Boden nicht rutschig ist“, ist sich der Rostocker sicher. Denn wenn jemand falle und sich verletze, stehe das Kaufhaus seiner Meinung nach in der Verantwortung. „Sie haben einfach einen schlechten Bodenbelag, der glatt wird, wenn er feucht ist“, sagt der Rostocker überzeugt.

Dieses Argument nutzt auch McCallum. „Es geht auch darum, die Sicherheit zu gewährleisten. So wird es im Center nicht nass und rutschig“, räumt sie ein. Doch sie beschwichtigt: „Ich denke nicht, dass ihn jeder Besucher nutzen wird. Es sind kleine Beutel.“ Bei einer Länge von etwa einem Meter findet Blankenstein das fraglich. „Die Gespräche, um die Vermeidung von Plastikmüll sind nicht neu. Aber gerade jetzt, wenn es einen großen Fortschritt gibt, werden neue Wege geschaffen, um Müll zu produzieren.“

Das KTC ist nicht an der Vereinbarung zu den Plastiktüten beteiligt. „Ob Mieter Geld von Kunden für die Plastiktüten nehmen, entscheidet jeder selbst und wird mit uns nicht abgesprochen“, sagt Centermanagerin Nila McCallum. Generell befürworte sie die Tütenabgabe. „Es ist eine sehr schöne Idee.“ Das sei jedoch auch ihre Neuerung im Kundenservice.

Von jh

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Wirtschaft

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Viel Gefühl: Matthias Schweighöfer in der Stadthalle

Der Musiker und Schauspieler bot vor 1700 Zuschauern in Rostock mit seiner Band sehr sanften deutschen Pop, veredelt auch durch elektronische Klänge.