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Barnstorfer Wald Polarium erreicht nächstes Etappenziel

Zoo legt Grundstein für das neue Eisbären-Gehege / Vienna kommt vielleicht zurück

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Unter der Aufsicht des Poliers Manfred Deters (re.) und Wolfgang Nitzsche (v.li.) hieven Wirtschaftsminister Harry Glawe, Zoodirektor Udo Nagel und der Uni-Rektor Wolfgang Schareck eine Steinplatte auf den Grundstein, um diesen zu versiegeln.

Quelle: Fotos: Johanna Hegermann

Barnstorfer Wald. Feierstimmung im Rostocker Zoo: Zahlreiche Besucher ließen es sich gestern nicht entgehen, Zeuge der großen Grundsteinlegung für das Polarium zu werden.

OZ-Bild

Zoo legt Grundstein für das neue Eisbären-Gehege / Vienna kommt vielleicht zurück

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„Wir halten daran fest, im Sommer fertig zu sein“, sagt Zoodirektor Udo Nagel hoch motiviert. Der Bau des neuen Eisbären-Geheges laufe bisher sehr gut und man befinde sich im Zeitplan, ergänzt auch der Polier Manfred Deters von der Firma Lühnbau. „Wenn der Winter mild wird, dann schaffen wir das.“ Der Zoo rechnet damit, dass das Richtfest im Februar oder März stattfinden kann.

Momentan ist die Baugrube rund 500 Quadratmeter groß. Hier unten soll später auch der Grundstein eingelassen werden. Versiegelt wurde dieser von Udo Nagel gemeinsam mit dem Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU), Wolfgang Schareck, Rektor der Uni Rostock und dem Bürgerschaftspräsidenten Wolfgang Nitzsche (Linke). „Ich will Hand anlegen, damit diese Vision sehr schnell umgesetzt wird“, betont Nitzsche. Dabei habe die Bürgerschaft „ganz schön gezuckt“, als sie das erste Mal von den Plänen des Polariums hörte. Doch Nagel habe sie alle von diesem Traum überzeugt. Auch Schareck ist voll des Lobes: „Was Udo Nagel hier mit Europas schönstem Zoo auf den Weg bringt, das sprengt alle Rekorde.“ Es sei wunderbar, dass hier Stadt und Land so zusammenarbeiten würden, um den Standort weiter zu entwickeln.

Bevor der Grundstein versiegelt wird, hilft jedoch jeder dabei, die Zeitkapsel zu füllen. Glawe legt symbolisch ein paar Münzen hinein. Den eigentlichen Förderbescheid brachte er schon vor ein paar Wochen. Insgesamt wird für das Polarium mit Baukosten von rund 11,51 Millionen Euro gerechnet. Das Land fördert das Vorhaben mit rund 10,26 Millionen Euro.

Auch Eisbärenpfleger Matthias Petzold will etwas in den Grundstein legen. Er hat sich für das internationale Zuchtbuch für Eisbären entschieden. „Es ist das gute Omen“, sagt Petzold. „Da wir europaweit für unsere Eisbärenzucht berühmt sind, soll das auch in Zukunft so weiter gehen“, betont er. Symbolisch für den Eisbären-Nachwuchs wird schließlich auch ein kleines Stofftier in die Kapsel gelegt. „Wichtig ist, dass die erste Geburt vielleicht in zwei Jahren stattfindet“, sagt Harry Glawe mit einem Schmunzeln. „Wir hoffen auf viele, viele Geburten“, ergänzt auch Udo Nagel. Ob der Zeitplan genauso erfüllt werden kann, wie sich das der Wirtschaftsminister vorstellt, ist allerdings noch nicht klar. „Es ist ein realistischer Zeitrahmen, aber wir müssen erst sehen, ob das neue Paar zusammengeführt werden kann.“

Nach dem Tod der Rostocker Eisbären Vilma und Lars soll die Stadt ein neues Bärenpaar bekommen. Das Europäische Erhaltungsszuchtprogramm (EEP) habe dies dem Zoo bereits zugesichert. Momentan werde auch darüber nachgedacht, Bärenoma Vienna, Vilmas Mutter, wieder aus Frankreich zurück nach Rostock zu holen – sollte es die Gesundheit der 30-jährigen Bärendame zulassen. Platz gibt es dann in dem neuen Gehege zur Genüge. Schließlich soll das neue Eisbärenreich rund drei Mal so groß werden wie das bisherige Gehege. Ein Teil der alten Bärenburg, der Wasserturm und das Storchennest sollen auch zukünftigen Zoobesuchern erhalten bleiben.

Polarium bietet auch Platz für Pinguine und Quallen

4000 Kubikmeter Beton sollen etwa beim Bau des Polariums verarbeitet werden. Schon jetzt wurden 450 Kubikmeter eingebaut – das entspricht 57 Betonmischer-Fahrzeugen und einem Gewicht von 1000 Tonnen.

120 Tonnen Betonstahl wurden in der 500 Quadratmeter großen Baugrube verarbeitet. Das Gewicht entspricht etwa 80 Mittelklassewagen.

Im Besucherzentrum wird es einen etwa 185 Quadratmeter großen Schaubereich geben, der unter anderem den Lebensraum „Meer“ darstellt. Es wird hier sieben Quallenkreisel mit unterschiedlichen Quallenarten geben.

36 Pinguine sollen im neuen Gehege Platz haben. Es wird fünf bis acht Mal so groß wie das alte. Zur Eröffnung rechnet man mit zwölf bis 20 Tieren. Als Kolonietiere fühlen sich die Vögel in großer Gesellschaft wohl.

Johanna Hegermann

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