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Quartier Groter Pohl soll Kreativ-Viertel werden

Südstadt Quartier Groter Pohl soll Kreativ-Viertel werden

800 Wohnungen geplant / Werkstattschule stellt Pläne für Campus vor

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Südstadt. Eine Mischung aus Wohnen, Bildung und Kultur: So stellen sich die Planer das neue Wohnquartier am Groten Pohl vor. „Es soll ein Viertel der Zukunft werden, bei dem der Mensch und das lebenslange Lernen im Mittelpunkt stehen“, sagt Rainer Pahl, Vorstand der Rostocker Werkstattschule. Rund 800 Wohnungen sollen im autofreien Quartier entstehen – gebaut von Wohnungsgenossenschaften. Hinzu kommen ein Kreativ- Campus mit Kita, ein Schulcampus mit Bibliothek und Parkhäuser mit Gärten auf den Dächern. „Unser Ziel ist es, dass Bildung und Kultur das Viertel prägen und es seine Wirkung über die Stadtgrenzen hinaus entfaltet“, sagt Pahl.

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800 Wohnungen geplant / Werkstattschule stellt Pläne für Campus vor

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Auch der Zirkus Fantasia aus dem Stadthafen soll im neuen Wohngebiet seinen festen Standort finden. Und im Bereich der interkulturellen Gärten soll innovatives Wohnen möglich sein. Entwickelt hat die Vision das Stuttgarter Architektenbüro „haas cook zemmrich Studio 2050“ – im Auftrag der Werkstattschule.

Im Rostocker Schulausschuss ist das Konzept nun erstmals in der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Und stieß gleich auf Widerstand. Grund: Bisher werden in der Werkstattschule 244 Schüler betreut.

Auf dem neuen Campus sollen es dann knapp 500 sein. „Mit dieser Verdopplung würden wir im öffentlichen Schulnetz ein Problem bekommen“, sagt Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke).

Das Bildungsministerium habe gerade erst das Schulentwicklungskonzept der Hansestadt für die nächsten zehn Jahre genehmigt. Und das sei nun verbindlich, so Bockhahn. Die Pläne der Werkstattschule seien jedoch nicht eingeflossen – weil sie nicht beim Schulamt angezeigt worden seien, so der Senator weiter. „Wir müssen das Ganze im Blick haben und uns an die gesetzlichen Vorgaben halten.“ Die Stadt erweitere zum Beispiel in diesem Sommer die Juri-Gagarin-Schule in der Südstadt.

Auch die Mitglieder des Schulausschusses monieren, warum die Werkstattschule ihre Pläne nicht eher bekannt gemacht habe. Vorstand Pahl verteidigt sich: „Wir hatten bisher nichts Festes in der Hand.

Bis heute gibt es keine Vorverträge. Ich würde nur etwas anmelden, wenn es konkret ist.“ Und im Jahr 2021 sei der neue Schulcampus frühestens fertig.

Unterstützt wird die Werkstattschule in ihren Plänen von den Grünen. „Die Schule ist sehr erfolgreich und hat ein tolles Gesamtkonzept“, sagt Stadtvertreter Uwe Flachsmeyer. Auch die Ideen für die stadtplanerische Entwicklung des Groten Pohl seien beispielgebend. „Wohnen, Lernen, Architektur und Ökologie sollen hier in zukunftsweisender Form verbunden werden“, so Flachsmeyer.

Geräuschlos verläuft die Abwicklung der 335 Kleingärten, die dem neuen Wohnquartier bis 2019 weichen müssen. „Es ist schade, dass wir so viele Parzellen verlieren. Auf der anderen Seite haben unsere Mitglieder nun jedoch endlich eine Entscheidung, bis wann sie ihre Gärten übergeben müssen“, sagt Christian Seifert vom Verband der Gartenfreunde. Alle Pächter erhalten eine Entschädigung. Wer vorfristig seinen Garten übergebe, bekomme sogar mehr, so Seifert.

Gärten müssen weg

335 Kleingärten müssen dem neuen Wohnquartier am Groten Pohl weichen. Darauf haben sich die Stadt und der Verband der Gartenfreunde bereits im Jahr 2008 verständigt. Betroffen sind die Ernst- Heydemann-Anlage mit 126 Gärten, der Verein Groter Pohl mit 98 Parzellen, die Kleingartenanlage „Püterweg“ mit 101 Gärten und der Verein „Pferdewiese“ mit zehn Parzellen.

Christian Seifert vom Verband der Gartenfreunde bedauert das. „Aber es ist lange im Voraus angekündigt worden und passiert im Einvernehmen“, sagt er. Probleme gebe es nur, wenn die Stadt nicht mit den Kleingärtnern spreche oder sich nicht an Absprachen halte.

André Wornowski

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