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Rehjagd beendet: A20 nach stundenlanger Sperrung wieder frei

Sanitz Rehjagd beendet: A20 nach stundenlanger Sperrung wieder frei

Die Autobahn 20 war am Mittwoch zwischen den Anschlussstellen Dummerstorf und Sanitz gesperrt. Mehrere Rehe wurden vertrieben, die seit Wochen den Verkehr gefährden.

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Die A 20 ist seit Mittwoch um 9 Uhr für bis zu acht Stunden voll gesperrt worden. Mehrere Rehe, die seit Wochen den Verkehr zwischen den Anschlussstellen Dummerstorf und Sanitz gefährden, sollen vertrieben werden.

Quelle: Stefan Tretropp

Sanitz. Die A 20 ist am Mittwoch für sechs Stunden voll gesperrt worden. Der Grund sind vier Rehe, die seit Wochen am Randstreifen grasen und so den Verkehr zwischen den Anschlussstellen Dummerstorf und Sanitz gefährden.

DCX-Bild

Die Autobahn 20 war am Mittwoch zwischen den Anschlussstellen Dummerstorf und Sanitz gesperrt. Mehrere Rehe wurden vertrieben, die seit Wochen den Verkehr gefährden.

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Es kam zu massiven Staus auf der Bundesstraße 110 zwischen Sanitz und Rostock zur Folge. Bis zu 30 Minuten länger dauerte die Fahrt von Sanitz nach Rostock.

Die Rehe sollten mit einer unblutigen Treibjagd aus dem 15 Kilometer langen Abschnitt verscheucht werden. In der Nacht zum Mittwoch hatten Wärmebildkameras drei Tiere am Straßenrand aufgespürt, nachdem 24 Stunden zuvor dort noch vier Tiere gegrast hatten, wie eine Sprecherin des Umweltministeriums in Schwerin sagte.

Treibjagd entlang der Autobahn gestaltet sich schwierig

Um die Rehe zu vertreiben, sind die Zäune auf beiden Seiten der Autobahn auf jeweils etwa 40 Metern Länge geöffnet und ein rund drei Kilometer breiter Abschnitt abgesperrt worden. Ziel war es, dass die Tiere an den Öffnungen schließlich aufs freie Feld laufen.

18 Treiber mit Hunden legten dazu bei frühsommerlichen Temperaturen rund 20 Kilometer zurück, um die vier Rehe auf freies Feld zu treiben. 25 Arbeiter der Autobahnmeisterei flickten Löcher im Wildschutzzaun, um eine Rückkehr der Tiere zu verhindern.

Doch diese Taktik ist offenbar in der Praxis nicht so einfach umzusetzen: Bei einem ersten Versuch am Morgen konnte ein Rehbock den Treibern entkommen. Nun werde zunächst versucht, die verbliebenen zwei Rehe zu verscheuchen, hieß es. Anschließend soll in einem zweiten Durchgang erneut dem flüchtigen Rehbock nachgestellt werden.

Am Vormittag gelang es den Treibern laut Verkehrsministerium, ein Tier durch einen geöffneten Zaun zu verjagen. Erst am Nachmittag gegen 15.45 Uhr konnte die Autobahn wieder freigegeben werden.

Bisherige Versuche blieben erfolglos

Ursprünglich sollten die Rehe schon vor zwei Wochen von Jägern erschossen werden, doch dagegen regte sich Widerstand. Daraufhin blies das Umweltministerium die Jagd kurzfristig ab.

Schon in der Vergangenheit hatte es Versuche gegeben, die Tiere aus dem Bereich innerhalb des Wildschutzzauns zu vergrämen. „Aber binnen Stunden waren sie wieder da", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Die Tiere seien extrem standorttreu. 

OZ

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