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Rostock sucht Investoren für 25000 Wohnungen

Reutershagen Rostock sucht Investoren für 25000 Wohnungen

Großer Stand auf der Immobilienmesse Expo Real in München

Reutershagen. Mehr als 25000 Wohnungen sollen in den nächsten Jahren in Rostock gebaut werden. Für wenigstens einen Teil dafür sucht die Stadt Anfang Oktober auf der Immobilienmesse Expo Real in München nach Investoren. Auch freie Gewerbeflächen sind noch zu haben, unter anderem im Überseehafen. Dabei hofft die Wirtschaftsfördergesellschaft Rostock Business auf zusätzliche Aufmerksamkeit durch die bevorstehenden Jubiläen von Stadt und Universität.

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Großer Stand auf der Immobilienmesse Expo Real in München

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Bis 2030 erwarten Experten für die Hansestadt einen Anstieg der Einwohnerzahl von derzeit knapp 208000 auf 230000. „Wir stehen vor der Entscheidung, wie wir die neuen Einwohner unterbringen wollen“, sagte Rostocks oberster Stadtplaner Ralph Müller gestern bei der Präsentation des Messeauftritts. Im aktuellen Flächennutzungsplan sei noch Platz für rund 6500 Wohnungen, die meisten davon seien bereits in Planung. Wie die restlichen fast 20000 Wohneinheiten gestaltet werden sollen, etwa als kompakte Siedlungen oder Einfamilienhäuser, solle intensiv mit den Bürgern diskutiert werden, kündigte Müller an.

Wichtig sei allerdings, auch ausreichend Platz für Gewerbe zu lassen, mahnte der Leiter des Stadtentwicklungsamtes. „Wenn wir auf einer Fläche Wohnungen bauen, ist sie für Jahrzehnte für das Gewerbe verloren. Wir müssen aber darauf achten, dass wir auch Arbeitsplätze in der Nähe der großen Wohngebiete anbieten können.“ Das gelte etwa im Nordwesten der Stadt.

Einer der zwölf Partner auf dem Landesstand bei der Expo Real ist der Überseehafen. Geschäftsführer Jens A. Scharner hat 40 Hektar an Gewerbeflächen mit im Gepäck. „Es ist wichtig, dass wir uns als wachsende Stadt begreifen“, sagte er. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen direkt an der Kaikante nehme zu. „Was uns noch fehlt, sind Unternehmen in der Logistikbranche.“ Diese hätten im Hafen viele Entwicklungschancen, versprach der Hafenchef. „Unser Schwerpunkt für die nächsten Jahre muss sein, mehr Wertschöpfung zu erzielen und nicht nur Durchgangsverkehr zu haben.“

Dabei geht Scharners Blick auch über die Grenzen des Überseehafens hinaus: „Für Unternehmen, denen die Immobilienpreise in der Stadt oder im Hafen zu hoch sind, kann es auch sinnvoll sein, sich in 20 oder 30 Kilometern Entfernung anzusiedeln, denn die Logistikkosten sind überschaubar.“

Da trifft es sich gut, dass auf dem Messestand erstmals die Städte Güstrow und Ribnitz-Damgarten, die etwa in diesem Radius liegen, als Repräsentanten der Regiopolregion Rostock vertreten sind. Auch die Landeshauptstadt Schwerin ist dabei. Als Vertreter der Immobilienwirtschaft reisen neben Rostock Business der Eigenbetrieb KOE und die Wohnungsgesellschaft Wiro sowie mehrere private Unternehmen mit. Für das Land ist die Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV in München.

Rostock Business-Geschäftsführer Christian Weiß hofft auf zusätzliche Aufmerksamkeit der Investoren durch die Jubiläen 800 Jahre Rostock 2017 sowie 600 Jahre Universität 2018. Trotz des Alters sei die Stadt voller Schwung: „Wir werden in München zeigen, dass Dynamik unser zweiter Vorname ist.“

Die Expo Real vom 4. bis 6. Oktober gilt als bedeutendste Immobilienfachmesse in Europa. Auf 64000 Quadratmetern präsentieren sich 1760 Aussteller aus 77 Ländern. Knapp 40000 Fachbesucher werden erwartet.

Axel Büssem

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