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Rostocks Fundbüros planen erste Online-Auktion

Rostocks Fundbüros planen erste Online-Auktion

Fahrräder, Regenschirme und Rollatoren: Andrea Albrecht vom Stadtamt gibt einen Einblick in Rostocks Fundstück-Lager / Bald gibt es das Fundbüro auch im Internet

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Wir arbeiten daran, das Fund- büro künftig auch im Internet anzubieten.“ Chris Müller, Senator

Südstadt Manchmal ist es nur ein Augenblick der Unachtsamkeit, schon hat man etwas verloren. Das Portemonnaie fällt aus der Tasche, der Regenschirm bleibt auf der Parkbank liegen oder die Sonnenbrille wird am Strand vergessen. Mit etwas Glück landet das verlorene Gut im kommunalen Fundbüro bei Andrea Albrecht.

 

OZ-Bild

Mehr als 50 Räder stehen im Lager des Fundbüros.

Quelle: Johanna Hegermann

„Ich mache das hier schon seit der Wende“, sagt die Mitarbeiterin des Stadtamts. Die Arbeit habe sich kaum verändert. „Ich lerne hier aber sofort, was es für neue Technik auf dem Markt gibt“, sagt Albrecht lachend. Denn schon kurze Zeit später würden solche Exemplare auch auf ihrem Tisch landen.

Das Fundbüro selbst ist jedoch nicht auf dem neuesten Stand der Technik. „Online gibt es uns nicht“, erklärt Andrea Albrecht. Zumindest noch nicht. Ordnungssenator Chris Müller (SPD) verspricht: „Wir arbeiten derzeit daran, diesen Service künftig auch im Internet anzubieten, benötigen dafür aber noch etwas Zeit.“ Müller weiß, dass das Fundbüro meist die letzte Hoffnung ist. „Mein Dank geht an alle ehrlichen Finder, die aufgelesene Schlüssel, Geldbörsen oder Handys in unserem Fundbüro abgeben.“ Andrea Albrecht betont, dass es viele ehrliche Finder gebe. „Wenn hier Geldbörsen landen, dann sind sie auch vollständig.“ Noch mehr Verlass sei nur auf die Schusseligkeit der Rostocker.

„Unsere Lager sind voll“, verkündet sie. Zwei große Räume sind mit den Fundstücken belegt. „In einem lagern vor allem Fahrräder, in dem anderen werden kleinere Objekte aufbewahrt“, sagt die Rostockerin. Mehr als 50 Räder stehen derzeit beim kommunalen Fundbüro. „Neben Geldbörsen, Handys und Regenschirmen, gehören sie zu den Klassikern.“ Auch drei Rollatoren haben noch nicht wieder ihren Besitzer gefunden. „Das ist hier nicht ungewöhnlich, das kommt vor“, so Albrecht.

Gehhilfen werden anscheinend auch gern im Öffentlichen Nahverkehr vergessen. Dann landen sie im Fundbüro der Rostocker Straßenbahn AG. Dabei sei das nicht das Ungewöhnlichste, weiß RSAG-Sprecherin Beate Langner. „Warum verlieren Kunden den Kinderwagen, ihr Gebiss, Hörgeräte und Schaukelpferde?“, fragt sie. Auch Einkaufstüten seien keine Seltenheit.

Das kurioseste Fundstück, von dem Andrea Albrecht berichten kann, war ein Boot. „Das kommt wirklich nicht alle Tage vor. Wir haben es schließlich versteigert.“ Denn oft lässt sich der Besitzer selbst nicht finden. „Nach sechs Monaten kann der Finder Anspruch erheben“, sagt die Rostockerin. Verzichtet dieser darauf, wird der Fund vernichtet oder in der jährlichen Auktion versteigert.

Die könnte dieses Jahr zum ersten Mal im Internet stattfinden. Beate Langner von der RSAG verrät: „Am 8. September starten wir gemeinsam mit der Stadt zehn Tage lang unsere erste Onlineauktion für Fundsachen aus beiden Fundbüros.“

Wer verliert, muss zahlen

Fundgegenstände sind entweder im Fundbüro, bei den Ortsämtern oder bei einer Polizeidienststelle abzugeben.

Für die Verwahrung der Fundsachen erheben die RSAG und das Stadtamt Gebühren, die der Besitzer bei Inanspruchnahme zahlen muss, diese richten sich nach dem Wert des Fundes.

Nach sechs Monaten hat ein Finder Anspruch auf seinen Fund, wenn sich in der Zeit kein Besitzer meldet.

Johanna Hegermann

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