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Schneller an die Küste: ICE halten wieder in der Hansestadt

Rostock Schneller an die Küste: ICE halten wieder in der Hansestadt

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember nimmt die Deutsche Bahn AG Rostock wieder in ihr Hochgeschwindigkeitsnetz auf: Bis zu drei ICE-Schnellzüge halten dann täglich in der Hansestadt. Zufrieden sind Stadt und Fahrgastverbände aber dennoch nicht.

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Am 12. Dezember 2015 hielt mit dem Zug „Oberursel“ zuletzt eines der Flaggschiffe der Deutschen Bahn regulär in der Hansestadt. Nun kehren die ICE zurück.

Quelle: Jens Wagner

Rostock. Gute Nachrichten für Bahnfahrer: Nachdem Rostock vor knapp zwei Jahren vom Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn abgekoppelt wurde, sollen nun doch wieder ICE-Züge in der Hansestadt haltmachen. Mit dem Fahrplan-Wechsel Mitte Dezember sollen täglich bis zu drei Schnellzüge ab Rostock fahren. Das bestätigt Bahn-Sprecherin Karin Schwelgin der OZ. Das Unternehmen reagiere damit auch auf Forderungen der Kreuzfahrt-Branche.

 

Doch zufrieden mit den neuen Fahrplänen für MV sind die Hansestadt und auch der Fahrgastverband Pro Bahn noch nicht: „Versuchen Sie doch mal nach 19 Uhr von Rostock nach Hamburg zu kommen – da sieht es für Fahrgäste schlecht aus“, sagt Karl-Peter Naumann, Sprecher des Pro Bahn-Bundesverbandes. Der ab 2019 geplante Zwei-Stunden-Takt nach Berlin sei ebenfalls nicht ausreichend: „Rostock braucht den Stunden-Takt – und das nicht nur mit den langsamen Regionalzügen.“ Auch in Vorpommern sehe es kaum besser aus: „Der letzte durchgängige Zug von Stralsund nach Hamburg fährt um 15.27 Uhr. Das ist wenig kundenfreundlich.“

Der äußerste Osten des Landes ist weiterhin gar nicht an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn angeschlossen: Der neue Fahrplan sieht lediglich drei IC-Verbindungen nach Greifswald vor, aber keine auf die Insel Usedom. Stralsund kommt immerhin auf sieben IC-Linien und profitiert von der ICE-Verbindung nach Binz auf Rügen: Vier IntercityExpress-Linien auf die Insel gibt es ab Dezember – aus Berlin, Eisenach, Frankfurt, Köln.

Auch Rostock wünscht sich noch mehr Fernverbindungen: Verkehrssenator Holger Matthäus (Grüne) fordert vom Eisenbahn-Konzern, dass er endlich auf den Kreuzfahrt-Boom in Warnemünde reagieren möge: „Auf dem Warnemünder Bahnhof und auf dem Rostocker Hauptbahnhof spielen sich bei Passagierwechsel dramatische Szenen ab! Die Platzkapazität in den Zügen von und nach Rostock ist einfach zu gering. Oft stehen die Gäste mit Gepäck bis Berlin oder Hamburg.“ Das sei eine „extreme Negativwerbung für die Deutsche Bahn, aber auch für den Kreuzfahrtstandort Warnemünde“, klagt Matthäus.

Andreas Meyer

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