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Schon 1000 Buchungen für Warnow-Tour

SCHWAAN Schon 1000 Buchungen für Warnow-Tour

Im ersten Jahr sind mehr als 2700 Gäste mit dem Ausflugsschiff „Warnowlöper“ von Schwaan nach Bützow gefahren

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Renee Recke ist bereit zur Testfahrt. Bis zu 20 Personen können mit dem „Warnowlöper“ fahren. Fotos (3): Mathias Otto

Schwaan. Zwei Ziele für die Warnowschifffahrt: Und eins davon wird auch in diesem Jahr wieder erreicht. Das Elektromotorschiff „Warnowlöper“ wird bis September auf der Warnow die knapp 16 Kilometer zwischen Schwaan und Bützow pendeln. Das andere Vorhaben bleibt vorerst Wunsch statt Ziel. Viele Schwaaner träumen davon, dass es so wie früher Schiffsverkehr zwischen Hanse- und Warnowstadt geben wird. Für diese Saison ist es noch kein Thema. Denn aktuell wird noch an einer Machbarkeitsstudie gearbeitet.

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Im ersten Jahr sind mehr als 2700 Gäste mit dem Ausflugsschiff „Warnowlöper“ von Schwaan nach Bützow gefahren

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Nach kleinen Schönheitsreparaturen und Umbauten schwimmt der Trimaran seit Anfang Mai wieder am Anleger neben der Brücke. Bürgermeister Mathias Schauer steht auf dem kleinen Steg, auf dem er vor einem Jahr das Schiff eingeweiht hatte. Wie es in der Bevölkerung ankommen wird, konnte man damals nur ahnen. „Wir hatten zwischen Mai und September 2700 Fahrgäste. Das war ein guter Anfang“, so sein Fazit.

Und nach den ersten Kilometern auf dem Wasser hatten die Verantwortlichen die vergangenen Monate Zeit, Nachbesserungen vorzunehmen. „Wir hatten zu Beginn mit Elektromotoren gearbeitet: einer hinten, einer vorn“, berichtet Renee Recke, seit Anfang des Jahres geschäftsführender Gesellschafter der Warnowschifffahrt. Beide Antriebe seien nicht optimal angeordnet gewesen, die Batterien hätten dadurch zu viel Strom verbraucht. „Eine Firma, die sich mit Schiffsantrieben auskennt, hat jetzt beide Motoren im hinteren Bereich angeordnet. Seitdem läuft es besser. Und das Fahrgefühl ist nun ein anderes“, so Recke. Auch kleinere Veränderungen mussten vorgenommen werden, um die Qualität zu verbessern. Etwa neue Seitenwände, bei denen es der Regen nicht mehr ins Boot schafft. „Unser Trimaran ist ein Prototyp. Es gibt vor allem in der Anfangszeit immer wieder kleine Dinge, die man verbessern kann“, sagt Schauer.

Das Interesse der Fahrgäste klingt dadurch jedenfalls nicht ab. Im Gegenteil: „Die Fahrten mit unserem Schiff sprechen sich herum. Wir hatten schon viele Gäste an Bord, die durch Mund-zu–Mund- Propaganda von den Touren bis nach Bützow gehört haben“, so Renee Recke. Bisher konnte er für das aktuelle Jahr schon knapp 1000 Buchungen vermelden. Die letzte Fahrt ist für den 3. Oktober geplant.

Dreimal pro Woche legt „Warnowlöper“ den ganzen Sommer lang vom Steg ab – jeden Mittwoch, Sonnabend und Sonntag. Und wenn sich eine Gruppe von mehr als 15 Personen findet, auf Nachfrage auch an anderen Tagen. „Im vergangenen Jahr war es so gewesen, dass wir im Juli und August täglich auf der Warnow waren“, berichtet Renee Recke.

Er nennt es trotzdem sanfter Tourismus. „Leute wollen entschleunigen. Wer bei uns einsteigt, kann das auch erleben“, sagt er. Mit fünf Kilometern pro Stunde schlängelt sich der „Warnowlöper“ auf jeder Fahrt durch das Gewässer. Es gibt einen Tourenplan für insgesamt sieben Skipper. Laut Recke alles ehemalige aktive Seeleute, die die hohe See nun mit dem Fluss Warnow getauscht haben. Mit an Bord sind häufig auch Hobbyfotografen und Tierfreunde. „Für sie ist eine solche Fahrt ideal. Es ist beeindruckend, wie viele Tiere unterwegs im Uferbereich beobachtet werden können – Fotomotive gibt es zu genüge“, so Renee Recke.

Aber auch in die andere Richtung – nach Rostock – streckt die Warnowschifffahrt ihre Fühler aus. Derzeit werde noch auf die Ergebnisse einer Studie gewartet, ob dort ein Schiffsverkehr überhaupt möglich ist. Bis 1974 durften Schiffe dort fahren. Da die Warnow jedoch Trinkwassereinzugsgebiet ist, wurde die Warnowschifffahrt nach Rostock eingestellt.

Elektrischer Antrieb

Das Schiff „Warnowlöper“ ist ausgelegt für 19 Personen. Eine Rampe bietet zudem Platz für acht Fahrräder. Eine 16,4 Kilometer lange Fahrt dauert im Schnitt zweieinhalb Stunden.

Die Teilnahme an der Fahrt ist auch für Rollstuhlfahrer möglich.

Angetrieben wird der drei Meter breite und neun Meter lange Trimaran von zwei Elektromotoren.

Die Fahrten haben die bisher angebotenen Kuttertouren abgelöst. Der bisherige Anbieter hat den Betrieb zwischen Schwaan und Bützow eingestellt.

Mathias Otto

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