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So lecker schmeckt der Nordosten

Roggentin So lecker schmeckt der Nordosten

Bei der Mecklenburg-Vorpommern-Woche in Roggentin präsentieren 16 Aussteller frische, neue Lebensmittel aus dem Bundesland / Landwirtschaftsminister Till Backhaus fordert mehr Export

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Der „Himmel auf Erden“ ist für Vera Massenthe (l.) das traditionell mecklenburgische Gericht mit Stampfkartoffeln und säuerlichen Äpfeln. Während der MV-Woche kocht Birgit Mietzner (Vital Menü) den Klassiker gepaart mit Rührei täglich zum Probieren für Kunden. Fotos (5): Claudia Tupeit

Roggentin. Bei Birgit Mietzner trifft Himmel auf Erde, nebenan nimmt Wolfgang Großkopf gleich mehrere „Stüllchen“ mit Leberwurst, ein paar Schritte weiter lässt es der vier Jahre alte Tom Kappel zischen. Im Globus-Einkaufsmarkt Roggentin steht die Woche ganz im Zeichen von Mecklenburg-Vorpommern und den regionalen Anbietern sowie Spezialitäten, die der Einkaufsmarkt selbst zubereitet wie Salate, Eis und Kuchen.

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Bei der Mecklenburg-Vorpommern-Woche in Roggentin präsentieren 16 Aussteller frische, neue Lebensmittel aus dem Bundesland / Landwirtschaftsminister Till Backhaus fordert mehr Export

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16 Aussteller zeigen von Fisch über Fleisch, Brause und Mineralwasser, Bier und Milch, was das nordöstliche Bundesland für den Gaumen zu bieten hat. „Lecker“, lautet da das Resümee von Kunden wie Vera Massenthe, nachdem sie von Birgit Mietzners Mischung aus Stampfkartoffeln, säuerlichen Äpfeln, Rotkraut und Rührei probiert. „Eine tolle Variante von ,Himmel und Erde‘. Das Rezept werde ich mit meinem Enkel nachkochen“, sagt Massenthe und lässt sich den letzten Happs im Munde zergehen. Mietzner kocht den Mecklenburger Klassiker täglich während der MV-Woche zum Probieren für Kunden — und als Beispiel für eines von derzeit 23 „Vital Menüs“. Das gleichnamige Projekt will Kindern in Schulen und Kindergärten gesunde Mittagsangebote servieren und dabei saisonal als auch regional kochen.

Momentan wird das überwiegend von Einrichtungen im Raum Schwerin und Parchim genutzt, erzählt Till Backhaus (SPD), dessen Landeswirtschaftsministerium „Vital Menüs“ anfangs auch gefördert hat. „Ich finde das wichtig, dass wir unseren Kindern vollwertige und gesunde Kost anbieten. Mal einen Döner essen ist ja nicht schlimm, aber er sollte keine Konkurrenz werden“, sagt der SPD-Politiker, der seinem dreijährigen Sohn gerade ein Gewächshaus im Miniformat gekauft hat, „damit er lernt, wie was wächst“. Dass diese gesunden Menüs noch nicht in Rostock zu finden sind, liege nicht unbedingt an den Schulen oder Schülern, sondern an den Caterern, sagt Backhaus mit Bedauern. „Die muss man überzeugen, solche Essen auch zuzubereiten.“ Die MV-Küche biete schließlich eine große Produktvielfalt.

Das „Gold der Erde“ schwenkt Gisela Hontschik von „Mecklenburger Küche“ in der schweren Pfanne. Kartoffeln aus MV gibt es zur Genüge, das passende Saat- und Pflanzengut ist über die Landesgrenzen hinaus gefragt. Tobias Blömer, Chef von „Die Rostocker“, exportiert viel Fleisch und muss zur Grillsaison wieder jede Menge Bratwürste ohne Darm produzieren lassen. Warum die so gefragt sind? „Ich glaube, das hat etwas mit der Geschmacksprägung der Leute zu tun.“ An seinem Stand probieren die Einkaufenden vor allem Salami mit Pfeffer und Kräutern.

Daneben beschmiert Ute Fürtig Brotstücke mit Pommerscher Leberwurst von der Landfleischerei Torney. „Dass die so gut ankommt, liegt bestimmt an der alten Rezeptur. Denn danach ist alles ohne E-Stoffe hergestellt und so sehr bekömmlich“, erklärt Torney-Chef Frank Wegner, der bei seinen Kunden noch mit der Verwendung eigener Schweine und Rinder punktet. Da greift der Rostocker Wolfgang Großkopf direkt zu mehreren Häppchen und befindet: „Eine echt gute Leberwurst.“ Und nach so viel Herzhaftem kann der Durst ein paar Meter weiter gestillt werden — mit Bieren der Störtebeker-Brauerei und den Neuen der Branche von der Insel Rügen, der Inselbrauerei, die nicht nur optisch durch die komplette Papierummantelung samt Küstenmotiven stark sind, sondern auch bei den Promillewerten von acht Prozent.

Auch bei Tom Kappel sprudelt es im Becher, allerdings in orange-rosafarbener Farbschattierung und ganz ohne Alkohol: Der vierjährige Knirps gönnt sich lieber eine Schorle von Glashäger. Zum Erstaunen von Mama Katja, die verwundert ist, dass Sohnemann das Getränk trotz der Kohlensäure schmeckt. Für Erfrischungen aus der Heimat sorgen auch Mineralwasser und Brausen von Güstrower Schlossquell. Der Renner ist laut Helmut Schwertner das von einem Azubi entwickelte kalte Getränk auf Mate-Tee-Basis.

Die Vielfalt der Angebote aus MV imponiert Minister Backhaus beim Rundgang. Sein Wunsch: „Ab in den Export mit unseren hochwertigen Lebensmitteln.“

Ganze Woche Regionales

MV Woche bei Globus: 16 Aussteller präsentieren noch bis Sonnabend, 9. April, im Roggentiner Einkaufsmarkt eine breite Palette an Produkten aus dem Bundesland. Neben Fisch, Milch, Kräuterquark und Fleisch gibt es auch Getränkespezialitäten. Der Verein Landfrauen aus Doberan reicht in traditioneller Tracht Probierstücke an Kunden weiter. Auch die im Markt nach eigenen Rezepten selbst zubereiteten Speisen wie Kuchen, Torten und Salatspezialitäten können probiert werden.

Von Claudia Tupeit

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