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Startschuss für russisches Millionen-Werk

Schmarl Startschuss für russisches Millionen-Werk

Der russische Industrieminister eröffnete gestern das Deutsche Großwälzlager im Fischereihafen

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In der Werkhalle werden Großlager mit einer Größe von bis zu sechs Metern hergestellt.

Quelle: Mathias Otto

Schmarl. Die Produktion der Deutschen Großwälzlager GmbH (DGWL) läuft. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Russlands Industrieminister Denis Manturow haben das Werk im Fischereihafen gestern Nachmittag offiziell eröffnet. Mehrheitsgesellschafter ist der russische Investor Georgy Semenenko, der auch Vorstandsvorsitzender der Kirov-Werke in Sankt Petersburg ist. „Es ist hervorragend, dass nach Worten Taten gefolgt sind“, sagt er.

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Der russische Industrieminister eröffnete gestern das Deutsche Großwälzlager im Fischereihafen

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Das Unternehmen mit russischer Beteiligung gehört zum Bereich des schweren Maschinenbaus und fertigt Großlager mit einer Größe von bis zu sechs Metern. Diese Lager kommen etwa in Windkraftanlagen, Krantürmen und Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz. „Die internationale Kooperation mit Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass neue und innovative Ansätze dadurch entstanden sind“, sagt Denis Manturow. Beide Seiten seien daran interessiert gewesen, eng zusammenzuarbeiten. Knapp 15 Millionen Euro hat die DGWL in Rostock investiert. Dadurch seien bisher 30 Arbeitsplätze geschaffen worden. Georgy Semenenko versprach weitere Entwicklungen im Werk, auch aus personeller Sicht.

Wie der Ministerpräsident betonte, sei diese Standortentscheidung ein konkretes Ergebnis des Russlandtages vor zwei Jahren gewesen. „Diese Zusammenarbeit trägt immer wieder gute Früchte, wie die heutige Eröffnung zeigt. Unser erster Russlandtag war der Ausgangspunkt dafür, dass die Kirov-Gruppe Mecklenburg-Vorpommern als hochattraktiven Wirtschaftsstandort für sich entdeckt hat. Genau dieses Signal wollten wir aussenden“, sagt er. Im Sommer 2015 sollen weitere persönliche Gespräche in Russland geführt worden sein, die zu dieser Standortentscheidung geführt haben. Im Anschluss kündigte der russische Investor Georgy Semenenko an, in Rostock ein Werk der Deutschen Großwälzlager GmbH errichten zu wollen.

Diese Produktion passe aus Sicht von Sellering ideal zu MV – „ein Land der erneuerbaren Energien“. In den kommenden Jahren werde der Bereich der Windenergie durch neue Projekte an Land und auch auf See noch weiter wachsen. „Die Großwälzlager haben neben den Windenergieanlagen noch weitere Anwendungsbereiche, etwa in der Fördertechnik und im Schiffbau. Auch da gibt es viele Möglichkeiten bei uns im Land“, so Erwin Sellering.

„Guter Wind für eine gute Zukunft“, nennt Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) die Eröffnung des neuen Werkes. In Rostock werden unter anderem große Kräne und Windkraftanlagen gebaut. Oft in Kooperation mit Russland. „Ohne diese Partner hätten wir uns nicht behaupten können. Dieses Treffen zur Eröffnung zeigt, dass sie es ernst meinen und auf eine gemeinsame Zusammenarbeit bauen“, sagt er. Der Geschäftsführende Gesellschafter der DGWL, Lars-Ulrich Kahl, zeigte zudem seine Freude, dieses ehemalige Brachland im Fischereihafen mit Leben gefüllt zu haben. „Es sah vorher aus, wie ein heruntergekommenes Weltkriegsgelände“, so Kahl. Zur Eröffnung hatte er verkündet, dass bereits zahlreiche Kunden gefunden wurden, die der Technologie dieses Werkes vertrauen. Kahl: „Wir wollen unseren Kunden Produktstabilität bieten.“ Deshalb gebe es auch eine enge Zusammenarbeit der Universität Rostock. Es soll geforscht werden, wie die Technik weiter optimiert werden kann.

Auf einem Rundgang zeigte er gestern die Produkte, an denen derzeit gearbeitet wird. Etwa ein Vierpunktlager, das so ausgelegt ist, dass es mittlere Axialkräfte, Kippmomente sowie höhere Radialkräfte aufnehmen kann. Zur Anwendung kommen solche Lager etwa im Maschinen- und Anlagenbau. „Gearbeitet wird im Dreischichtsystem. Mein Dank geht an die Mitarbeiter, die im Vorfeld so gearbeitet haben, dass wir heute ein funktionierendes Werk eröffnen und präsentieren können“, sagt Lars-Ulrich Kahl.

Bis 6000 Millimeter

Im Werk Deutsche Großwälzlager arbeitet ein Team aus Spezialisten, welches sich dem Bau von großen Wälzlagern und Drehverbindungen verschrieben hat. 30 Arbeitsplätze seien geschaffen worden, weitere sollen noch folgen.

Mit dem Maschinenpark sei man in der Lage, Bauteile zwischen 800 und 6000 Millimeter zu fertigen.

Die Produkte sind in einer unzähligen Anzahl von Einsatzgebieten verbaut – von Tage- und Bergbau über Baumaschinen bis hin zur Windkraft.

Mathias Otto

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