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Steiniger Projekttag für Lichtenhäger Grundschüler

Lichtenhagen Dorf Steiniger Projekttag für Lichtenhäger Grundschüler

Bildhauerin Ammann ließ die Schüler ins Innere der Findlinge schauen

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Aufmerksame Zuhörer hat die Steinbildhauerin Claudia Ammann im Lichtenhäger Findlingsgarten bei den Schülern der Klasse vier.

Quelle: Foto:(2): J. Falkenberg

Lichtenhagen Dorf. Ein helles „pink, pink, pink“ klingt aus dem Halbmond. 25 Schüler der vierten Klasse stehen in gebührendem Sicherheitsabstand um die Steinbildhauerin Claudia Maria Ammann (62), die mit Hammer und Meißel von einem Findling kleine Splitter absprengt. Der Halbmond ist eine Gesteinsformation des Lichtenhäger Findlingsgartens, in dessen Halbrund gestern der Projekttag für 155 Schüler der Lichtenhäger Grundschule stattfand. Jeweils eine Stunde je Klassenstufe zeigte die Steinbildhauerin aus Benzin bei Lübz den Schülern die innere Gesteinsstruktur der verschiedenen Granite und Sedimente. Kleine Steine, abgesprengt vom großen Findling, wanderten in die Schultaschen, um zu Hause Zeugnis vom Projekttag abzulegen. Lennox schwang selbst den Hammer.

OZ-Bild

Bildhauerin Ammann ließ die Schüler ins Innere der Findlinge schauen

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Vielfältiger Findlingsgarten

Der Lichtenhäger Findlingsgarten entstand bereits vor neun Jahren. Mehr als 1000 Steinbrocken aus der näheren Umgebung, von eiszeitlichen Gletschern aus Skandinavien stammend, sind mittlerweile dort zu sehen. Alle unterschiedlichen

skandinavischen Gesteinsarten

sind vertreten.

41 Sternenbilder wurden als proportionale Steinbilder aus 432 Findlingen verlegt.

„Ist der aber schwer“, stellte er fest.

Die Steinbildhauerin Claudia Ammann, die Meisterschülerin an der Hochschule für bildende Kunst in Berlin war und ihre „Steinkenntnisse“ bei Makoto Fujiwara erwarb, arbeitet als Bildhauerin auch in Belgien, der Schweiz und in Spanien. Seit 2012 begleitet sie Projekte „Steinbearbeitung in Schulen“.

„Claudia Ammann ist bereits im sechsten Jahr bei uns. In den letzten Jahren wurden im Beisein der Kinder an 27 Findlingen Schleifflächen geschaffen, die mit ihren runden Flächen einen ,Blick in die Seele der Steine’ erlauben“, erklärt Frank Mohr, Initiator des Findlingsgartens und Vorsitzender des Vereins mit 15 Mitgliedern.

Karin Eng und Elke Bock, Klassenlehrerinnen der vierten Klassen, erzählen von den Begegnungen mit Claudia Ammann. Die Kinder seien sehr interessiert, stellten sie immer wieder fest.

Interessierte Zuhörer hat auch Karl-Heinz Holznagel. Der Tierarzt im Ruhestand ist Vereinsmitglied und hat sich autodidaktisch zum Gesteinskundler gebildet. Er kennt Herkunft und Struktur der Findlinge, die mit der Eiszeit nach Norddeutschland kamen und das Umland von Lichtenhagen und Elmenhorst zur „steinreichen“ Gemeinde machten. Sämtliche der weit mehr als 1000 Findlinge sind aus dem Gemeindegebiet zusammengetragen worden.

Zum Tag des Geotops im September 2008 war feierliche Einweihung des Lichtenhäger Findlingsgartens.

Auch in diesem Jahr lädt der Verein zum Tag des Geotops ein. Am Sonntag, dem 17. September, ab 11 Uhr, werden die Vereinsmitglieder Karl-Heinz Holznagel, Eberhard Brandenburg und Frank Mohr die Ergebnisse der Steinschläge, die am Schulprojekttag entstanden, erläutern. An den Findlingen mit den Schleifflächen sind Blicke in die Vergangenheit, in die Entstehungsgeschichte, möglich. „Wir bieten bei Bedarf auch Rundgänge zu den Stern-Stein-Bildern und zur Hägerort-Findlingsparade an“, sagt Frank Mohr.

Am Tag des Geotops, der alljährlich von der Deutschen Geologischen Gesellschaft initiiert wird, werden bundesweit mehr als 250 Veranstaltungen stattfinden.

In Lichtenhagen Dorf ist am Tag des Geotops die aus einem Findling geschlagene „Klönbank“ am Admannshäger Weg gegenüber dem Friedhofseingang der Treffpunkt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Jürgen Falkenberg

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