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Streik bei DHL: Aufstand der Paket-Boten

Rostock Streik bei DHL: Aufstand der Paket-Boten

Tausende Pakate bleiben in Rostock liegen: DHL wird erneut bestreikt. Die Zusteller fühlen sich vom Mutterkonzern ungerecht behandelt, fordern die selben Löhne wie bei der Post selbst. Auch bei anderen Paketdiensten gibt es Probleme.

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Streik bei der Post-Tochter DHL Delivery in Rostock: Auch am Montag legte ein großer Teil der Belegschaft die Arbeit nieder. Bis zu 7500 Pakete blieben deshalb liegen.

Quelle: Andreas Meyer

Rostock. Tausende Rostocker werden auch in den kommenden Tagen noch auf bestellte Ware warten müssen: Der Paketdienst DHL wurde am Montag erneut bestreikt. Und das könnte nur der Anfang gewesen sein: Auch in der Vorweihnachtszeit drohen beim größten Zustelldienst der Branche Arbeitskämpfe.

 

Hintergrund: Rund 15.000 Pakete stellen die Zusteller von DHL pro Tag in Rostock zu. Doch nicht alle Fahrer werden gleich bezahlt: „Für die DHL sind zwei Unternehmen in Rostock tätig – der Mutterkonzern Deutsche Post selbst und die Tocher DHL Delivery. Bei der Delivery erhalten die Mitarbeiter für die gleiche Arbeit deutlich weniger Gehalt“, sagt Thomas Ebeling von der Gewerkschaft Verdi. Die Zusteller, die ihre Basis in Klein Schwaß haben, fordern nun einen Haustarifvertrag und gleiche Konditionen wie bei der Post.

Ende der Woche wollen sich Post und Verdi zu ersten Gesprächen treffen. Verlaufen die ergebnislos, könnten die Streiks ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit fortgesetzt werden. Auch bei anderen Paket-Dienst gäbe es Probleme, sagt Verdi. Bei UPS sei immerhin gut ein Drittel der Zusteller noch direkt beschäftigt. „Bei allen DPD, GLS und Hermes aber werden die Pakete ausschließlich von Subunternehmern zugestellt. Die sind durch so genannte Werkverträge an die Firmen gebunden – zum Teil zu Konditionen, die nicht mal die Kosten decken“, sagt Ebeling. Hermes widerspricht: Alle Partnerfirmen würden den gesetzlichen Mindestlohn zahlen - mancher sogar deutlich mehr.

Andreas Meyer

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