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Streit ums Trinkwasser: Hansestadt verklagt Remondis-Konzern

Rostock Streit ums Trinkwasser: Hansestadt verklagt Remondis-Konzern

Das Wasser in Rostock soll ab 2018 billiger werden. Dann nämlich will die öffentliche Hand die Versorgung wieder in eigene Hände nehmen. Doch das Vorhaben droht in Verzug zu geraten - weil der bisherige Versorger Eurawasser Infos verweigert.

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Klar, frisch und umstritten: Die fünfjährige Mimi trinkt ein Glas Wasser vor dem Steintor (Symbolbild).

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Ab dem 1. Juli 2018 sollen für rund 310 000 Wasser-Kunden in und um Rostock die Gebühren sinken - um bis zu zehn Prozent. Dann übernimmt die Stadt-Tochter Nordwasser planmäßig die Ver- und -entsorgung in der Hansestadt und 29 Umlandgemeinden vom bisherigen, privaten Versorger Eurawasser. Doch das große Ziel ist in Gefahr. Und Schuld daran sei allein Eurawasser. Das jedenfalls sagt Katja Gödke, die Chefin des zuständigen kommunalen Warnow Wasser- und Abwasser-Verbandes (WWAV). Noch-Versorger Eurawasser enthalte dem WWAV Informationen vor. „Sie gefährden bewusst den reibungslosen Übergang“, so Gödke. Sie geht jetzt in die Offensive – und zieht gegen den Privaten vor Gericht.

Denn obwohl der Vertrag mit der Remondis-Tochter erst in zwei Jahren endet, laufen die Vorbereitungen für den Wechsel in der Wasserversorgung auf Hochtouren. „Wir müssen jetzt mit dem Aufbau der Strukturen beginnen – mit der Computer- und Abrechnungstechnik, der Organisations- und auch der Personalplanung“, sagt Jochen Bruhn, Interims-Chef von Nordwasser. „Uns läuft die Zeit davon. Wenn wir jetzt nicht die Weichen stellen, fahren wir 2018 gegen die Wand. Und das trifft alle Wasserkunden.“

Hauptproblem: Der WWAV will vom bisherigen privaten Versorger wissen, wie viel Personal er in den einzelnen Abteilungen einsetzt. Doch Eurawasser stelle sich quer: „Sie sind verpflichtet, uns diese Auskünfte zu erteilen. Das wollen sie aber erst im 1. Quartal 2018 machen. Dann ist es für uns zu spät, dann können wir bei Problemen kaum noch reagieren“, so Gödke. „Ab dem 1. Juli 2018 muss alles reibungslos laufen, das Wasser wie bisher fließen. Wir wollen kein Risiko eingehen. Deshalb klagen wir.“ Eurawasser betonte, die Klage noch nicht zu kennen.

Andreas Meyer

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