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Tourismus blickt verhalten auf Saison

Rostock Tourismus blickt verhalten auf Saison

Leichtes Plus in der Stadt, Minus in der Region: Dieser Sommer hat die Tourimusbilanz im Landkreis Rostock und in MV verregnet.

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Die Brüder Christian (l.) und Dirk Kunkel aus Nauen hatte der Regen im Sommer nicht gestört. Sie kommen seit Jahren zum Zelten nach Markgrafenheide. Doch nicht alle Urlauber trotzten dem Wetter.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Dunkle Wolken, Wind und Regen: In diesem Jahr wird mit solchen Wetterunbilden nicht nur der Herbst, sondern auch der Sommer in Verbindung gebracht. Und das hat sich vor allem auf den Tourismus ausgewirkt. „Wir sind nicht total erschüttert, aber es war ein herausforderndes Jahr“, sagt Tobias Woitendorf, Vize-Geschäftsführer des Landestourismusverbandes.

Gerade im ländlichen Raum seien die Übernachtungszahlen leicht ins Minus gerutscht, während es in den Städten kaum Zuwachs gab. Landesweit werde man in diesem Jahr wohl hinter dem Vorjahr hinterherhinken. Von Januar bis Juli ist MV um 0,4 Prozent ins Minus gerutscht. Im Landkreis seien die Übernachtungen sogar um 2,8 Prozent gesunken. „Es ist ein Dämpfer für die erfolgsverwöhnte Branche“, so Woitendorf. Jetzt sei der richtige Moment, Konsequenzen daraus zu ziehen. Denn nur durch das schlechte Wetter, sei der Rückgang nicht zu erklären. „Wir müssen Qualität nicht nur als Wort, sondern als System verstehen.“ Woitendorf sagt jedoch auch deutlich, dass die Zeiten des jährlichen Wachstums um neun bis zehn Prozent vorbei seien. „Die Region hat mit Stadt und Strand hat weiterhin großes Potenzial, aber man darf sich nicht zurücklehnen.“

Woitendorf vom Landestourismusverband, weiß, dass man den Tourismus mit guten Strategien stärken kann. Auch in Rostock habe das schon ziemlich gut funktioniert. „Mit mehr als 1,1 Millionen Übernachtungen bis zum 31. Juli 2017 und einem leichtem Plus von zwei Prozent (Quelle: Statistisches Amt MV) konnte die Hansestadt Rostock das hohe Niveau des Vorjahres halten“, heißt es aus der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde.

Johanna Hegermann

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