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Tunesien wirbt in Rostock um deutsche Investoren

Stadtmitte Tunesien wirbt in Rostock um deutsche Investoren

Steinbeis-Forschungszentrum lud Unternehmer zum Wirtschaftsinformationstag ein / Rostocks Partner Bizerte bietet Potenziale

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Botschafter Elyes Kasri, Firas Larbi (AHK Tunesien), Robert Stach vom Rostocker OB-Büro und der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Stein (v.l.) werben für die Partnerschaft.

Quelle: Foto: Thomas Niebuhr

Stadtmitte. Es ist der zweite Besuch des tunesischen Botschafters Elyes Kasri in Rostock, und er kam mit einer klaren Aussage: Das Land brauche bei seinem „Demokratie-Experiment“ vor allem wirtschaftliche Entwicklung. „Wir müssen der Jugend eine bessere Zukunft geben.“ Den arabischen Frühling 2011 haben es ja deshalb gegeben, weil jungen Menschen keine Perspektiven hatten und mehr Demokratie forderten. Elyes Kasri sprach gestern bei einem Wirtschaftinformationstag, den das Steinbeis-Forschungszentrum in Rostock organisiert hatte.

„Deutschland ist das beliebteste Land bei den Tunesiern“, wirbt der Botschafter gerade hier um wirtschaftliche Zusammenarbeit. Es gehe nicht ums Geldgeben, sondern um Partnerschaften, sagt der Rostocker CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Stein. Seit Jahren engagiert er sich als Entwicklungspolitiker gerade in Tunesien, hat maßgeblich daran gearbeitet dass Rostock und die nordafrikanische Stadt Bizerte eine Kooperation zustande brachten. Inzwischen bestünden kulturelle Kontakte oder gemeinsame Projekte wie im Bereich der Abfallwirtschaft.

„Lokale Partnerschaften sind ein ganz wichtiger Baustein“, sagt auch Claus Ruhe Madsen, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Rostock. Einmalige Besuche reichten aber nicht aus, Kontinuität sei gefragt. Die sieht Peter Stein inzwischen.

Rund 250 deutsche Unternehmen, auch Firmen aus MV, sind bereits in Tunesien aktiv, erklärt Firas Larbi von der tunesischen Außenhandelskammer. Er vergleicht den nordafrikanischen Staat mit einem südeuropäischen Industrieland. Tunesien haben einen Masterplan für Umwelt und Infrastrukturprojekte, wonach deutsche Partner Geschäfte machen können. Speziell in Bizerte gebe es für Unternehmen Potenzial, beispielsweise in der Windenergie. So habe der Staat zudem beschlossen dort einen neuen Flughafen zu bauen und eine für die Erreichbarkeit der Stadt wichtige Brücke zu ersetzen. Am Brückenbau hatte das Rostocker Unternehmen Inros Lackner schon im November bei einer Wirtschaftsreise nach Tunis und Bizerte Interesse signalisiert.

Brücken sollen auch weiter zwischen den Partnern Bizerte und Rostock gebaut werden, kündigt Robert Stach, Büroleiter von Oberbürgermeister Roland Methling. „Wir sind froh, wenn es Aktivitäten auch außerhalb der Stadt gibt. Die unterstützen wir gern.“ Unterstützen werde die Hansestadt auch die erste Sail nach Rostocker Vorbild. In diesem Jahr werde es zeitlich knapp, aber 2018 ganz sicher, so Stach. Peter Stein wird im Juli mit einer Reisegruppe aus Rostock in jedem Fall bei der ersten maritimen Großveranstaltung in Bizerte dabei sein.

tn

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