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Unter Druck: Familienbetrieb investiert Millionen in Zukunft

ELMENHORST Unter Druck: Familienbetrieb investiert Millionen in Zukunft

Norbert Hahn führt mit seinen Geschwistern und dem Team die Druckerei seines Vaters / Bei ihm gibt es nicht nur teure Maschinen – auch eine eigene App wurde entwickelt

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Erster Auftrag für Norbert Hahns neue Maschine: Postkarten für das Warnemünder Hotel Neptun. Fotos (2): Claudia Tupeit

Elmenhorst. Nur nachts stehen die Maschinen still, tagsüber ist Hochbetrieb im Produktionsraum. „Ab sechs Uhr morgens wird’s bei uns laut“, sagt Norbert Hahn. Er leitet mit seinen Geschwistern Torsten und Antje das Familienunternehmen „Hahn Media und Druck GmbH“ in Elmenhorst.

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Norbert Hahn führt mit seinen Geschwistern und dem Team die Druckerei seines Vaters / Bei ihm gibt es nicht nur teure Maschinen – auch eine eigene App wurde entwickelt

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Wir sind als Firma Gott sei Dank nicht so groß geworden, dass wir noch Zeit haben, im Team eigenen kreative Ideen zu entwickeln und umzusetzen.“Norbert Hahn (47), Hahn Media und Druck

Aktuell investieren sie rund 2,5 Millionen Euro in ihren Betrieb. Eine größere Summe davon steht nun in der Halle: Eine Druckmaschine, die nicht nur schnell ist, sondern Gedrucktes auch so herauswirft, dass Farben gleich trocken sind. „Sonst haben wir manchmal bei sehr empfindlichen Materialien eine Trocknungszeit von bis zu zwei Tagen, der Unterschied ist also enorm“, sagt Hahn und fügt stolz hinzu, dass er erst der zweite Druckereibetrieb in Deutschland sei, der diese UV-Druckmaschine habe.

Doch Norbert Hahn kann nicht nur kaufen, was Experten entwickelt haben. Er entwickelt liebend gern mit seinem Team Neues. „Wir sind Gott sei Dank noch nicht so groß, dass wir für kreative Eigenleistungen keine Zeit mehr hätten“, sagt der 47-Jährige. „Connect plus“ heißt die App Marke Hahn. Das System ist eine Art Weiterentwicklung des QR-Codes. „Wir haben aber nicht so ein bulliges schwarz-weißes Quadrat, sondern nur ein kleines Pluszeichen, das auf Printprodukten oder auf Web-Seiten auf einen Mehrwert hinweist und per Smartphone eingescannt werden kann“, erklärt der Mit-Geschäftsführer. Er habe etwas kreieren wollen, das sich optisch besser einbettet und nicht so auffällig wie ein QR-Code sei. Und wer dieses Symbol mit dem Handy einscannt, wird nicht auf nur einen Link verwiesen.

Konkretes Beispiel: Ein Foto einer berühmten Sängerin ist mit dem Plus-Zeichen versehen. Nach dem Scan tauchen auf dem Handy-Bildschirm mehrere Varianten für Verlinkungen auf. „Ich kann zum Beispiel auswählen, ob ich direkt online ein Musikvideo von ihr schauen will, einfach nur die Diskografie brauche oder vielleicht zum Ticketverkauf weitergeleitet werden möchte“, erklärt Norbert Hahn sein technologisches Baby, das seit etwa zwei Monaten von Kunden genutzt werden kann. Die kommen im Übrigen aus ganz Deutschland oder auch der Schweiz, sind Hotelgruppen, aber auch regionale mittelständische Unternehmen, die Geschäftsberichte oder Kundenmagazine von Hahns gestalten und drucken lassen.

1964 hatte Norbert Hahns Vater Horst im Alter von 21 Jahren eine Buchdruckerei am Kirchplatz in Warnemünde übernommen, die vor ihm unter „Groth“ und „Krakow“ lief.

Er baute den Betrieb auf, bildete Lehrlinge aus und fügte 1989 eine zweite Druckerei hinzu. Aus Platzgründen erfolgte 1993 der Umzug nach Elmenhorst. Seitdem gebe fast keine Grenzen mehr. „Nur bei der Auflage, da wir nicht von der Rolle drucken“, sagt Norbert Hahn.

Claudia Tupeit

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