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Urlaubsbranche bezieht ihr Hauptquartier

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Urlaubsbranche bezieht ihr Hauptquartier

Im „Haus des Tourismus“ in Rostock haben elf Verbände ihren Sitz / Der Einzug hat gestern begonnen

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Techniker Stefan Heise (li.) hilft dem Dehoga-Geschäftsführer Matthias Dettmann beim Aufbau der Computer. Fotos (4): Jens Wagner

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Als erster Mieter hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) gestern mit dem Umzug ins „Internationale Haus des Tourismus“ begonnen.

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Im „Haus des Tourismus“ in Rostock haben elf Verbände ihren Sitz / Der Einzug hat gestern begonnen

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Sechs Jahre wurde geplant

Auf 2600 Quadratmetern bietet das „Internationale Haus des Tourismus“ Büroflächen unter anderem für den Campingverband, den Bäderverband, Landurlaub, das deutsche Jugendherbergswerk, den Ostseebäderverband, den Dehoga und den Landestourismusverband.

Vor sechs Jahren wurde die Planung begonnen. Spatenstich war im November 2014, Richtfest im Juni 2015.

„Wir haben 200 Kisten gepackt und warten darauf, uns einzurichten“, sagt Geschäftsführer Matthias Dettmann. Von Schwerin geht es ans Warnowufer. Hier, auf dem Gelände der ehemaligen Neptunwerft, entsteht die touristische Kommandobrücke Mecklenburg-Vorpommerns.

Das Konzept ist einmalig in Deutschland. Neben dem Tourismusverband MV als Bauherrn und der Dehoga nehmen neun weitere Organisationen bis zum Sommer im neuen Gebäude ihre Arbeit auf. „Von Rostock aus sind wir zentral gelegen und können schneller Ziele wie Usedom erreichen“, sagt er erfreut. Der Dehoga sitzt im zweiten Stock der touristischen Schaltzentrale. Dettmanns Büro ist noch leer. Erst am Nachmittag kommt der Umzugswagen mit den Möbeln und Unterlagen aus der Landeshauptstadt. Bis dahin müssen die Techniker die Anschlüsse vorbereiten. Doch einen Laptop hat der Geschäftsführer schon aufgestellt — zunächst im späteren Küchenbereich. Die Bauarbeiten im Haus sollen noch bis Mitte April andauern.

Offiziell wird hier ab dem 1. April gearbeitet. Doch eine Pause gönnen sich die Touristiker nicht. „Am 15. April ist Saisonauftakt. Bis dahin ist einiges zu tun“, erklärt Bernd Fischer, Chef des Tourismusverbandes. Er und seine 36 Mitarbeiter werden heute in die neuen Räumlichkeiten ziehen. „Hier sind ideale Arbeitsbedingungen“, verspricht Fischer, der ebenfalls Hausherr der neuen Zentrale ist. „Es entsteht eine deutlich bessere Kommunikation zwischen den Landesorganisationen.“ Was bisher nur in Telefonaten oder monatlichen Beratungen besprochen wurde, könne schnell und effektiv abgestimmt werden. „Auch inhaltliche Abläufe werden zusammenwachsen. Wir schaffen ein touristisches Gesamtkonzept für das Land“, sagt Fischer.

In dem Gebäude wird auch das neu gegründete internationale Büro für den Ostsee-Tourismus eingerichtet. „Wir denken, dass wir mit dem Büro offiziell im Juni an den Start gehen“, schätzt der 61-Jährige. Mit dem Projekt wolle man einen Ansprechpartner speziell für den Tourismus im Ostseeraum schaffen. „Es soll die Kommunikation mit internationalen Reiseveranstaltern hergestellt und ausgebaut werden“, erklärt Fischer die Aufgaben des Büros. Entstanden sei es im Rahmen einer europäischen Ausschreibung. „Es bleibt eine dauerhafte Einrichtung, die sich durch Mitgliedsbeiträge der Ostsee-Anrainerpartner finanziert.“

Mecklenburg-Vorpommern sei „das“ Urlaubsland in Deutschland. Um das darstellen zu können, sei ein repräsentativer Treffpunkt laut Fischer unverzichtbar. „Mit Rostock haben wir einen Standort gefunden, der die internationale Bedeutung des Landes unterstreicht“, so der Touristiker.

Repräsentativ sei auch das Gebäude selbst. Die Energieversorgung werde zu einem hohen Anteil durch erneuerbare Energien und unter Nutzung von Erdwärme abgesichert. Zudem werde eine Elektro-Tankstelle für Fahrräder und Autos errichtet. „Im gesamten Gebäude gibt es energiesparende LED-Lampen, bei denen wir die Farben ändern können“, erklärt Fischer schmunzelnd. Er könne sich durchaus vorstellen, morgens zum Wachwerden eher blaue Farben zu zeigen und im Laufe des Tages zu einem freundlichen Orange zu wechseln. 6,1 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. 90 Prozent davon wurden vom Land gefördert. Nach einer Auflage der Bautechnischen Prüfung mussten allerdings zusätzlich rund 133000 Euro in den Einbau von Kühlsegeln investiert werden. „Trotz einiger Hindernisse konnten wir uns sowohl finanziell als auch zeitlich an den Plan halten“, so Fischer.

Von Johanna Hegermann

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