Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Volle Auftragsbücher für Kessiner Heizungsmonteure

Kessin Volle Auftragsbücher für Kessiner Heizungsmonteure

Seit 25 Jahren ist die R. Petersen GmbH auf Baustellen im Norden unterwegs

Voriger Artikel
Volle Auftragsbücher für Heizungsmonteure
Nächster Artikel
Maritimes Paket für tunesische Stadt Bizerte

Olaf Neubüser (50), Eddie Erdmann Schiller (62), Herbert Writh (51) und Jan Voß (55, v.l.) sind seit 25 Jahren in der Firma beschäftigt. FOTOS: DORIS KESSELRING

Kessin. . Jeden Montag, früh um 4.30 Uhr, macht sich Olaf Neubüser auf den Weg zur Großbaustelle in Elmshorn (Schleswig-Holstein). 250 Wohnungen statten die Monteure der R. Petersen GmbH Kessin dort mit Heizungen und Sanitärtechnik aus. Es ist eines von vielen Projekten der Kessiner Firma. „Die Auftragsbücher sind voll“, ist Betriebsleiter Carsten Schallmann zufrieden. Genug Arbeit für die 80 Monteure, die wie Neubüser jeden Montag ausfliegen.

OZ-Bild

Seit 25 Jahren ist die R. Petersen GmbH auf Baustellen im Norden unterwegs

Zur Bildergalerie

Im Speckgürtel von Hamburg, bis kurz vor Dortmund, aber auch in und rund um Rostock sind die Kessiner anzutreffen. „Bei der Elbphilharmonie waren wir dabei“, berichtet Schallmann. Im Ostseestadion, Südstadtklinikum, in Hotels, Fabriken und natürlich im Wohnungsbau hinterlassen die Männer um Firmengründer Rolf Petersen ihre Spuren. Petersen ist inzwischen 71 Jahre alt, doch möglichst jede Woche schaut er einmal im Betrieb in Kessin vorbei.

1972 hatte Petersen eine kleine Heizungsbau-Firma in Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal gegründet. „Die lief gut und wuchs schnell“, erinnert er sich. Als die Wende kam, zog es ihn wie viele Wettbewerber gen Osten. Vor den Toren Rostocks, in Kessin, ließ er sich 1991 mit einem eigenen Betrieb nieder. „Zunächst in einer ehemaligen Tierarztpraxis“, denkt er zurück, „die hatte einen Telefonanschluss.“ Es war ihm wichtig, dass hier ein eigenständiges Unternehmen der Petersen-Gruppe entsteht, „das hier Steuern zahlt und Mitarbeiter aus der Region beschäftigt“.

Obermonteur Neubüser ist ein Mann der ersten Stunde. „Ich war der Siebente“, schaut er in die Runde derjenigen, die nach 25 Jahren der Firma noch immer treu sind. „Ich war der Fünfte, der eingestellt wurde“, sagt Eddie Erdmann Schiller (62), der heute das Lager in Kessin leitet. Mit zehn Mitarbeitern ist Petersen in Kessin gestartet. Im Stammhaus in Osterrönfeld wurden die Installateure, Heizungsmonteure, Zeichner und Ingenieure mit neuen Materialien, Montagetechniken und Problemlösungen vertraut gemacht. „Und dann ging es auf die Baustellen“, sagt Neubüser.

Das Unternehmen expandierte. Schon nach zwei Jahren musste eine neue Betriebsstätte errichtet werden. Im Gewerbegebiet der Gemeinde entstand der Neubau, in dem neben Büros, Lager und Aufenthaltsräumen auch eine Blechfertigungswerkstatt für Lüftungskanäle und Formteile zu finden ist. Heute beschäftigt die Firma 80 Mitarbeiter und erstellt komplette haustechnische Anlagen für den Wohnungs- und Gewerbebau, für Sonderbauten, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime.

„Es gab auch Durststrecken“, räumt Petersen ein, aber Leute habe er nie entlassen, stattdessen die Banken überzeugt, mit Krediten den Fortbestand zu sichern. „Jetzt läuft es gut.“ Ab März 2017 werden seine Monteure 200 Wohneinheiten im Wohnpark „Am Molenfeuer“ in Warnemünde mit Heizungs-und Sanitärtechnik ausstatten, nennt er nur einen großen Auftrag fürs nächste Jahr.

Am 25. November wird aber erst einmal das 25-jährige Betriebsjubiläum mit allen Kollegen und ihren Familien groß gefeiert. „Das Betriebsklima ist gut“, lobt Neubüser. „Es kam jeden Monat pünktlich das Geld“, fügt Jan Voß (55) hinzu, der auch von Anfang an dabei ist. Der Chef, der geduzt wird, habe Verständnis, wenn es bei den Männern, die immer vier Tage pro Woche auf Montage sind, zu Hause mal klemmt. „Da kann man vorübergehend auch mal auf einer Baustelle arbeiten, die näher an Rostock dran ist“, erzählt Herbert Writh (51), der die Möglichkeit bekam, seine Mutter ein halbes Jahr zu pflegen.

„Der Chef ist schon ein verrückter Hund“, sagen die Männer und spielen dabei auch auf sein Hobby an. 1985 war Rolf Petersen Vize-Meister der Deutschen Rallye-Meisterschaft. 2015 wollte er es bei der Atlantis-Rallye in Kaltenkirchen noch mal wissen. Da ging er mit zarten 70 Jahren als ältester Rennfahrer Deutschlands auf dem Siegerpodest in die Geschichtsbücher des Rallye-Sports ein.

Für die Zukunft der Unternehmensgruppe hat er sich Sohn Gerrit und Schwiegersohn Stephan Ernst-Petersen in die Geschäftsführung geholt. Doch noch will er das Lenkrad nicht aus der Hand geben und für seine Mitarbeiter weiter Gas geben.

Doris Kesselring

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
KOMMENTAR

Verkehrsgesellschaft kann Linienstandard nach Mai 2018 nur halten, wenn die Stadt zuzahlt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
„Ich möchte Papa mal die Meinung sagen“

Außergewöhnliche Philosophie-Runde in Kröpelins Grundschule zum Thema „Mut“