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BÖRGERENDE Warten auf das schnelle Handynetz

Mobilfunkanbieter rüsten nach / Verbraucherschützer warnen vor falschen Versprechen

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Henrik Hagemeister steht im Wohngebiet Pierkoppel in Börgerende und wünscht sich, dass Mobilfunkanbieter endlich schnelles Internet möglich machen.

Quelle: Katarina Sass

Bad Doberan/Börgerende. Die weißen Flecken auf der Landkarte der Netzabdeckung werden kleiner. Große Mobilfunkanbieter haben in diesem Jahr die Münsterstadt und das Umland mit LTE nachgerüstet. Vor allem Vodafone, das bislang große Lücken auf der Landkarte aufweist, will diese schließen. Verbraucherschützer Matthias Wins warnt: LTE ist vor allem auf dem Lande nicht immer die beste Alternative zur Kabelverbindung.

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Mobilfunkanbieter rüsten nach / Verbraucherschützer warnen vor falschen Versprechen

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LTE (Long Term Evolution) – das ist Surfen im Internet per Funk in Höchstgeschwindigkeit und inzwischen Standard. Wer auf seinem Computer zu Hause oder mit dem Handy LTE empfängt, der kann E-Mails mit Anhängen lesen, Videos anschauen und Internetseiten ohne Verzögerungen öffnen.

Schwach vertreten ist bislang Vodafone im Altkreis Bad Doberan mit dem Ausbau seiner LTE-Stationen. Vodafone-Kunden, die westlich von Kühlungsborn Richtung Meschendorf wohnen, haben es schwer, genauso wie Kunden zwischen Fulgenkoppel und Wichmannsdorf. In Bad Doberan habe der Mobilfunk-Konzern in diesem Jahr drei Standorte nachgerüstet, teilte eine Sprecherin mit. Im Mai sei eine Station in Althof in Betrieb genommen worden, im April in der Nähe des Busbahnhofes und im Juni im Norden der Stadt. Genauere Standorte gebe das Unternehmen nicht preis. „Vodafone plant die Nachrüstung einer vierten Station mit LTE in Doberan“, sagt die Sprecherin.

Standorte in Börgerende, Kröpelin und Reddelich sollen folgen. Das freut vor allem Henrik Hagemeister, denn ganz besonders in Börgerende sei der Empfang schwierig. „Es wird Zeit, dass sich hier etwas tut“, sagt er. Ob in Börgerende ein neuer Mast aufgestellt wird oder das Unternehmen Stellflächen anmietet, sei abhängig davon, ob der Standort zur bestehenden Netzinfrastruktur passe und eine Anbindung an die nächste Vermittlungsstelle technisch möglich sei. Das treffe auch auf Reddelich zu, wo bereits Telefonica mit dem Anbieter O2 einen meterhohen Mast gebaut hat.

Kunden von O2 müssen hierzulande noch mehr Geduld beweisen. Die Karte der LTE-Verfügbarkeit offenbart, dass geschätzte 40 Prozent der Fläche zwischen Bargeshagen und Neubukow mit LTE versorgt ist.

Dazu zählen Gebiete zwischen Doberan und Kröpelin, Kühlungsborn und Rerik und zum Teil Bartenshagen und Parkentin. Ausbaupläne hat das Unternehmen aber keine. „Es gab zwar leichte Veränderungen in der Mobilfunkversorgung im Raum Bad Doberan, dabei handelte es sich jedoch um kleinere Optimierungsmaßnahmen“, teilte Sprecher Jörg Borm mit.

Bedeckt hält sich die Telekom, die ihre Pläne für die Region nicht offen legen möchte, heißt es. In Heiligendamm hat sie in dieser Woche immerhin eine neue Antenne für LTE in Betrieb genommen. Dabei wäre ein Ausbau dringend nötig. Denn schnelles Internet von 300 Megabit pro Sekunde bietet die Telekom ausschließlich in Rostock an. Halb so schnelles Internet haben Telekomkunden gebietsweise in Börgerende, Rethwisch, Bargeshagen und Parkentin.

Verbraucherschützer Matthias Wins beobachtet seit Jahren, dass Kunden vom Lande oft LTE als Alternative zur Kabelvariante DSL angeboten wird. „Doch wer nur langsames Internet über Kabel hat, hat oft auch keinen LTE-Empfang“, sagt er. Viele Anbieter würden dennoch Verträge verkaufen, ohne das garantieren zu können. Er rät Betroffenen deshalb, sich zusichern zu lassen, dass Kunden zu Hause auch Internet über Funk empfangen können.

Katarina Sass

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