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Weihnachtsmarkt: Aufbau hat begonnen

Weihnachtsmarkt: Aufbau hat begonnen

Ab dem 21. November ist die Innenstadt wieder festlich geschmückt / Handel und Gastronomie profitieren

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Plamada Lucian (l.) und David Dascalu helfen, das Riesenrad aufzubauen. 26 Gondeln bieten später einen schönen Ausblick über die ganze Stadt.

Stadtmitte Die Temperaturen stimmen schon mal. Mit Mützen und in dicke Jacken gehüllt bauen Handwerker Buden und Fahrgeschäfte zusammen, setzen Leuchten ein oder bringen Deko an. In den kommenden Tagen wartet noch viel Arbeit auf die Männer und Frauen, damit in der übernächsten Woche alles weihnachtlich geschmückt ist und sich die Gäste des Weihnachtsmarkts auf Bratwurst, Mutzen und Glühwein freuen können. 250 Schausteller und Händler werden in diesem Jahr wieder auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt erwartet.

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Ab dem 21. November ist die Innenstadt wieder festlich geschmückt / Handel und Gastronomie profitieren

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Der Weihnachtsmarkt

3,2 Kilometer lang ist der Rostocker Weihnachtsmarkt und erstreckt sich über Lange Straße, Kröpeliner Straße, Neuer Markt und Klostergarten.

1,5 Millionen Besucher kamen 2015 auf den Rostocker Markt. Er gilt als der größte Weihnachtsmarkt in Norddeutschland.

250 Buden und Attraktionen stehen ab dem 21. November in der ganzen Innenstadt verteilt.

„Andersherum“, ruft Alfred Geisler seinem Mitarbeiter Gabor Ciebrant zu. Er positioniert gerade ein Kunststoff- Schwein auf dem Dach einer Wurstbude in der Kröpeliner Straße. Nun guckt es in Richtung Neuer Markt und soll Kunden anlocken. Vier Leute braucht Geisler, um die Bude aufzustellen. Die Basis ist ein Container, das Dach lässt sich nach oben klappen, die Seitenteile nach außen. Einen Tag dauert der Aufbau, „zwei Tage richten wir ein“, sagt Bauleiter Geisler, während Mitarbeiter den Motor eines weiteren, drehbaren Schweins einstellen, „damit es sich nicht zu weit dreht.“

Der Weihnachtsmarkt ist in der Hansestadt Jahr für Jahr ein Riesenevent. 1,5 Millionen Besuchen kamen im vergangenen Jahr auf die mehr als drei Kilometer lange Festmeile in der Innenstadt. „Die eine Million werden wir knacken“, sagt Großmarkt-Geschäftsführerin Inga Knospe. „Alles Weitere hängt an Wind und Wetter.“ Der Neue Markt bildet das eine Ende des Weihnachtsmarktes. Dort bauen Robert Gormanns und seine Mitarbeiter das Riesenrad auf – eine nicht wegzudenkende Attraktion auf dem größten Weihnachtsmarkt in Norddeutschland. Besonders wichtig, sagt Gormanns, sei, dass das Fundament gerade stehe. Nach und nach wird das Rad zusammengesetzt – „Tortenstück“ für „Tortenstück“. „Jetzt hängen wir gleich die Körbchen ein“, sagt Gormanns, dann muss er weiter. Die Handwerker haben Zeitdruck. Die Männer von der großen Holzpyramide am anderen Ende des Neuen Markts sind sogar etwas in Verzug. Deshalb muss jeder Handgriff an dem Propeller sitzen, der später einmal die Spitze der Holzkonstruktion bilden soll – in gut 22 Metern Höhe. Knifflig sei vor allem, dass am Ende jedes Teil zusammenpassen müsse. „Holz arbeitet“, sagt Paul Langleist. Das müsse man für die Passgenauigkeit mit einkalkulieren. Und auch hier: Die Pyramide muss absolut in der Waage stehen. Auf dem unebenen Kopsteinpflasterplatz ist das gar nicht so leicht.

Einzelhändler und Gastronomen in der Stadt können sich freuen, denn aus Sicht des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) und des Rostocker Citykreises kurbelt der Weihnachtsmarkt das Geschäft an. „Die Händler profitieren im Wesentlichen“, sagt Peter Magdanz. Denn während der Wochen vor Weihnachten lockt der Markt viele Besucher, die sich dann auch über offene Läden freuten, so Magdanz. Und umgekehrt: „Auch der Weihnachtsmarkt profitiert, wenn die Geschäfte offen sind“, sagt der Citymanager. Gemeinsam mit Unterstützern sorgt er dafür, dass die Lange Straße eine Beleuchtung bekommt.

„Der Rostocker Weihnachtsmarkt spielt eine große Rolle für die Unternehmen in der Region, sorgt er doch dafür, dass zumindest an den Wochenenden zahlreiche Gäste in Hotellerie und Gastronomie begrüßt werden können. “, sagt Matthias Dettmann, DehogaChef in MV. „Dabei spielen besonders Besucher aus Skandinavien eine Rolle.“ Aber auch für Einheimische sei der Markt ein Magnet.

Am 21. November öffnet der Weihnachtsmarkt seine Tore. Bis dahin wird noch gebohrt, gehämmert und dekoriert. Allein 20 Firmen sind mit Logistik, Müll und Licht beschäftigt.

Philip Schülermann

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