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Wohnungsmieten in MV bis zu 21 Prozent gestiegen

Rostock/Greifswald Wohnungsmieten in MV bis zu 21 Prozent gestiegen

Greifswalder Mietwohnungen sind die teuersten im Land. Mieterbund MV fordert schneller mehr günstigen Wohnraum. Eigentumswohnungen in Rostock gehören zu den teuersten in ganz Ostdeutschland.

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Ein 66 Meter hoher Wohnturm in Lütten Klein könnte den Wohnungsmarkt in Rostock entlasten.

Quelle: Entwurf: Wg Union

Rostock/Greifswald. Die Kaltmieten für Wohnungen in Mecklenburg-Vorpommern steigen immer weiter an – mancherorts bis zu 21 Prozent. Das bestätigt der „Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland“, den die TAG Immobilien AG mit Sitz in Hamburg veröffentlicht hat. Demnach sind auch die Preise für Eigentumswohnungen innerhalb der vergangenen fünf Jahre stark angestiegen – mit einem Plus von 46 Prozent am deutlichsten in Rostock. Wohnungen kosten in der Hansestadt mittlerweile 2437 Euro pro Quadratmeter und liegen damit auf Platz 3 der teuersten Wohnungen in Ostdeutschland hinter Berlin und Potsdam. Der Mieterbund MV kritisiert dabei vor allem die Politik. Sie müsse schneller günstigen Wohnraum schaffen.

Gründe für das kostspielige Eigentum und die hohen Mieten seien vor allem der wirtschaftliche Aufschwung im Nordosten. So sei der Wohnraum in der Universitätsstadt Greifswald knapp, obwohl viel gebaut wird. Die Durchschnittsmiete ist dort innerhalb von fünf Jahren um mehr als 17 Prozent auf 8,21 Euro angestiegen – und damit stärker als in Rostock oder Schwerin. „Der gute Ruf der Hochschule zieht immer mehr Studenten an. Die Bevölkerung wächst – und obwohl hier mehr gebaut wird als in den anderen Städten der Region, ist der Wohnraum knapp“, weiß Claudia Heuer von der TAG Immobilien AG. Das bestätigt auch der Mieterbund MV. „Es ziehen mehr Menschen zu als Wohnraum geschaffen wird“, sagt Geschäftsführer Kai-Uwe Glause.

Nur in Waren an der Müritz sind die Mieten laut Wohnungsmarktbericht noch mehr gestiegen. Dort ist zwar der Quadratmeter noch mit 6,26 Euro günstiger zu haben als in Greifswald und Rostock. Allerdings waren Wohnungen vor fünf Jahren dort im Schnitt noch 21 Prozent günstiger.

Für den Mieterbund sind das erschreckende Zahlen. „Das ist katastrophal für Mieter“, sagt Glause. Der Leerstand der in der Studie erwähnten Städte liege bei vier Prozent und weniger – in Rostock sogar bei weniger als einem Prozent. „Dort gibt es quasi gar keinen Wohnungsmarkt mehr“, sagt Glause. Um Luft zu schaffen, planen Stadt und die Wohnungsgenossenschaft Union im Stadtteil Lütten Klein einen 66 Meter hohen Wohnturm und ein neues Viertel in Biestow. Bis zur endgültigen Entscheidung soll es allerdings noch Monate dauern (die OZ berichtete).

Michaela Krohn

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Rostock/Greifswald
Auf dem Gelände der ehemaligen Allende-Klinik in Rostock-Lütten Klein soll ein 66 Meter hoher Wohnturm entstehen. Entwurf: WG Union

Mieten in MV sind in den vergangenen fünf Jahren um bis zu 21 Prozent gestiegen / Mieterbund fordert schneller mehr günstigen Wohnraum

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