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Wirtschaftskrimi: Angeklagte brechen ihr Schweigen

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Wirtschaftskrimi: Angeklagte brechen ihr Schweigen

Im Prozess wegen Verrats von Geschäftsgeheimnissen in der Hausbau-Branche greifen die Beschuldigten ihren früheren Geschäftsführer an

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Die Angeklagten (Bild vom Prozessauftakt) ließen ihre Erklärungen gestern verlesen. Mündlich wollten sie sich auf Nachfragen des Gerichts dazu nicht weiter äußern.

Quelle: Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Wende im Wirtschaftskrimi in der Hausbau-Branche am Amtsgericht Rostock: Gestern haben Geschäftsführer Bernd M. und drei Mitarbeiter des Baudienstleisters Artrium Haus GmbH erstmals vor Gericht ihr Schweigen gebrochen. Sie nahmen Stellung zu den Vorwürfen, dass sie sich von einer Konkurrentin, der Argon Haus GmbH, Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse unbefugt verschafft, gesichert und verwertet haben sollen.

Bei Hausdurchsuchungen hatten die Ermittler zahlreiche Urkunden, Dateien und Daten sichergestellt. Über einen Verteidiger ließen die Angeklagten nun verlesen, dass es sich dabei um keine Geschäftsgeheimnisse gehandelt habe, die Beschuldigten sich die Dokumente auch nicht unbefugt verschafft hätten und diese zumindest auch nicht unbefugt verwertet worden seien. Im Gegenteil: Der frühere Argon-Geschäftsführer, Andre B., habe sich bereits zuvor selbst einige der Unterlagen von einem anderen Rostocker Hausbau-Unternehmen rechtswidrig beschafft. Zeugen würden dies bestätigen.

Und Urheber weiterer Dateien seien die Angeklagten selbst. Oder es handele sich um Formulare, die allgemein im Umlauf seien.

Die Angeklagten gaben an, dass sie im technischen und kaufmännischen Bereich in führenden Positionen für Argon tätig gewesen seien. Hier hätten sie Geschäftsführer B. mehrfach auf die prekäre Situation der Firma aufmerksam gemacht: Sie kritisierten die „zunehmende Unzufriedenheit“, die „drohende Zahlungsunfähigkeit“ und den „schlechten Umgang mit den Mitarbeitern“. Argon musste 2013 Insolvenz anmelden. Nachfolgerin ist inzwischen eine neue Firma mit fast gleichem Namen: die Argon Hausbau GmbH & Co. KG.

Die vier Angeklagten hätten nach eigener Darstellung alles getan, um die Entwicklung bei Argon ins Positive zu lenken. Anders als der frühere Geschäftsführer, der sich nun mit dem Prozess gegen sie sozusagen rächen wolle.

Der Anwalt von Nebenkläger B. sprach von einer „Schmährede“. In einer Erklärung an die OZ teilte er mit, dass die Angeklagten mit ihren plötzlichen Einlassungen die für gestern geplante Vernehmung von B. als Zeugen wenn nicht verhindern, so doch erheblich verzögern wollten. Auch wollten die Beschuldigten von den eigentlichen Tatvorwürfen gegen sie ablenken. Ziel sei es vor allem gewesen, so der Anwalt weiter, „Herrn B. noch vor dessen Vernehmung als Zeugen verächtlich zu machen und so seine Glaubwürdigkeit zu beschädigen“. André Wornowski

OZ

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