Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Wirtschaftskrimi: Verteidiger greifen Staatsanwältin an

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Wirtschaftskrimi: Verteidiger greifen Staatsanwältin an

Sie sei eine „Marionette“ des Nebenklägers, so der Vorwurf im Prozess wegen Verrats von Geschäftsgeheimnissen in der Hausbau-Branche

Voriger Artikel
Mann auf Hochhaus ruft Feuerwehr auf den Plan
Nächster Artikel
VR Banken und OZ machen Spielplätze sicher

Bild vom Prozessauftakt: Die Angeklagten wollen sich vor Gericht zu den Vorwürfen äußern, kündigte ein Verteidiger an.

Quelle: Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Fortsetzung des Wirtschaftskrimis in der Hausbau-Branche am Amtsgericht Rostock: Die Verteidigung stellte gestern einen Antrag zur Auswechslung der Staatsanwältin. Begründung: Sie zeige eine „auffällige Nähe zum Nebenkläger“, Andre B., und unterstütze „überzogene, nicht nachvollziehbare sowie unberechtigte Forderungen“. Der Vorsitzende Richter wies den Antrag jedoch wegen „nicht ersichtlicher Gründe“ zurück.

Hintergrund: Bei dem Prozess sitzen Geschäftsführer Bernd M. und drei Mitarbeiter des Baudienstleisters Artrium Haus GmbH auf der Anklagebank. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Sie sollen sich von einer Konkurrentin, der Argon Haus GmbH, Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse unbefugt verschafft, gesichert und verwertet haben. Bei mehreren Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler zahlreiche Daten sicher. Argon musste 2013 Insolvenz anmelden, Nachfolgerin ist inzwischen eine neue Firma mit nahezu gleichlautendem Namen: die Argon Hausbau GmbH & Co. KG.

Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe. Mehrere Versuche scheiterten, sich auf einen Vergleich zu einigen. Die Beschuldigten boten 28000 Euro, um das Verfahren einzustellen. Doch aus Sicht der beiden Nebenkläger ist das zu wenig. Der Insolvenzverwalter der Argon Haus GmbH und auch der frühere Geschäftsführer Andre B. forderten insgesamt 80 000 Euro.

Die Verteidiger kritisieren, dass die Staatsanwältin auf eine Einigung zwischen beiden Parteien poche — und nicht einer Einstellung des Verfahrens durch Zahlung an die Justizkasse zustimme. So helfe sie den Nebenklägern, deren Interessen durchzusetzen. Das gesamte Verfahren sei initiiert und die Staatsanwältin eine „Marionette“.

Die Nebenkläger nannten das Vorgehen der Verteidiger „frech“. Die Staatsanwältin betonte, dass es keinen Anspruch auf Einstellung eines Verfahrens gebe. Zudem müsse sie den Schuldausgleich für die Geschädigten im Blick haben.

Der Richter sah keine Parteilichkeit. Er sprach von einem normalen Verfahren. Die Hausdurchsuchungen seien sogar von einem anderen Staatsanwalt beantragt worden. Es gebe nur eine Besonderheit:

Angeklagte und Nebenkläger seien sich spinnefeind — „und das ist das Problem“. Nächster Termin ist Freitag, der 8. April.

Von aw

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Niedrige Zinsen zwingen die Sparkasse Vorpommern zum Personalabbau. Geschäftsstellen werden geschlossen. Ein Gespräch mit dem neuen Vorstandsboss Ulrich Wolff über seinen Reformkurs.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

DCX-Bild
Das sind sie: Unsere neuen Schulkinder (Teil 4)

Die OSTSEE-ZEITUNG hat, wie in jedem Jahr, alle Schulstarter in Rostock und dem Landkreis in ihren Schulen besucht.