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Wirtschaftskrimi in Hausbau-Branche

Rostock Wirtschaftskrimi in Hausbau-Branche

Vor dem Amtsgericht Rostock müssen sich vier Angeklagte wegen Verrat von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen verantworten

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Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe. Anfang April wird die Verhandlung fortgesetzt.

Quelle: Ove Arscholl

Rostock. Wirtschaftskrimi in der Rostocker Baubranche: Am Amtsgericht hat am Montag der Prozess gegen Geschäftsführer Bernd M. und drei Mitarbeiter des Baudienstleisters Artrium Haus GmbH begonnen. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Die vier Angeklagten sollen sich von einer Konkurrentin, der Argon Haus GmbH, Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse unbefugt verschafft, gesichert und verwertet haben. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe.

Alle Angeschuldigten sollen bei der Argon Haus GmbH gearbeitet haben. Bernd M. (51) als Bauleiter, Yvonne B. (38) als Buchhalterin, Thomas G. (44) und Frank S. (44) als freie Mitarbeiter. Yvonne B. war sogar Ehefrau des Nebenklägers und früheren Argon-Geschäftsführers Andre B.. Laut Staatsanwaltschaft hätten zwei der Angeschuldigten dann im März 2010 zusammen die Artrium Haus GmbH gegründet, die das gleiche Geschäftsmodell wie die Argon Haus GmbH habe.

G. und M. seien bei Artrium zunächst zusammen Geschäftsführer gewesen. B. habe sich um die Buchhaltung gekümmert. S. sei im Verkauf tätig gewesen. „Die Angeschuldigten waren sich darüber einig, die ihnen aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit bei der Argon Haus GmbH verfügbaren Geschäftsunterlagen und Dateien unerlaubt mitzunehmen beziehungsweise zu vervielfältigen und das darin befindliche Wissen für die neu gegründete Artrium Haus GmbH und deren Bauprojekte gewerblich nutzbar zu machen, obwohl sie wussten, dass sie dazu nicht befugt waren“, heißt es in der Anklage.

Zu den mitgenommenen Unterlagen und Dateien gehörten laut Staatsanwaltschaft Kundendatenbanken, Kalkulationen mit Preislisten, Häuseraufstellungen, Bauverträge und interne Haushinweise zum Umgang mit Kunden. Unter anderem sollen die Beschuldigten bei den Musterhausunterlagen zum Einfamilienhaus aus der Serie „Starlight“ das Firmenlogo von Argon durch das von Artrium ausgetauscht und im Geschäftsverkehr genutzt haben. „Die Angeschuldigten wussten auch dabei, dass sie dazu nicht befugt waren“, so die Staatsanwaltschaft.

Von Wornowski, André

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