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Wo der Baumkuchen auf mongolische Socken trifft

Schmarl Wo der Baumkuchen auf mongolische Socken trifft

„Sehen Sie, da kann nix mehr überkochen.“ Händler Ricardo Wille aus Magdeburg zieht alle Register.

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Verkaufte frisch gebackenen Baumkuchen: Charlotte Sonnevend (22) aus Grammentin.

Quelle: Fotos: Jens Wagner

Schmarl. „Sehen Sie, da kann nix mehr überkochen.“ Händler Ricardo Wille aus Magdeburg zieht alle Register. „Damit können Sie auch dämpfen.“ Doch das ältere Paar guckt nur verlegen und geht rasch weiter — ohne „Kochglück“ zu kaufen, den praktischen Universal-Silikon-Topfdeckel, immerhin eine „Weltneuheit“. Macht nichts, meint Ricardo Will. Er könne nicht klagen. Im Gegenteil, die Geschäfte liefen gut. „Wie immer in Rostock“, sagt der 42-Jährige.

OZ-Bild

„Sehen Sie, da kann nix mehr überkochen.“ Händler Ricardo Wille aus Magdeburg zieht alle Register.

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Seit gestern gehört die Schmarler Hansemesse wieder „Käse-Tommi“ und „Dubai-Fashion, alles muss raus!“ und gut 200 weiteren Ausstellern und Händlern. Darunter auch bekannte Namen: An einem Stand führen Vorwerk-Vertreter in dunklen Anzügen Staubsauger vor, an einem anderen warten Bundeswehr-Mitarbeiter darauf, Fragen zu den Karrieremöglichkeiten bei ihrem Arbeitgeber zu beantworten.

Sebastian Behrens (33), der mit seiner Mutter gekommen ist, gefällt dieses Durcheinander. „Die Vielfalt ist gut“, sagt der Schlosser aus Rostock. Seine Beine kribbeln noch vom Power-Board — einem Vibrations-Fitnessgerät, das an ein angeschraubtes Surfbrett erinnert. Behrens will „zwei, drei Sachen“ kaufen, ein Power-Board aber nicht. Vielleicht Kleidung, „was Passendes für den Frühling“ oder etwas für den Sport.

Jörg Reinitz („Aqua Clean. Bekannt aus TV“) muss sogar Autogramme geben. Viele Besucher kennen den Halberstädter vom Shopping-Sender QVC, wo er einmal im Monat („immer live“) seine Reinigungsmittel vorführt. Er ist regelmäßiger Gast bei der Ostseemesse. „Im Norden ist es sehr schön“, sagt er, „die Leute sind alle nett und herzlich.“ Gefragt seien vor allem Mikrofasertücher.

Nicht alle Verkäufer auf der „Messe für alle Lebenslagen“ sind so gut gelaunt wie der fröhliche Reinigungs-Fachmann. „Sehr mau“ läuft es beispielsweise bei ihm, sagt Natsagdorj Nyamtsovj. Kaum jemand bleibt stehen, um sich Schals, Socken und Pullover anzusehen, die der Mongole aus seinem Heimatland importiert hat. „Yak-Wolle, das ist Hightech aus der Natur“, sagt Nyamtsovj und streicht über ein braunes Strickkleid. „Ich bin auch Botschafter meines Landes“, sagt er.

Diplomatische Zurückhaltung ist sonst eher die Ausnahme. „Ich hab‘ keinen Mann, bei mir darf jeder ran“, singen die drei „Matrosen in Lederhosen“ über eine Frau namens Mariechen, vor der Bühne wiegen sich dazu die meist etwas älteren Zuhörer sanft im Takt. Zwei Stunden nach Eröffnung machen sich die Ersten wieder auf den Heimweg. Ingrid Konratt trägt zwei große Kisten, darin „Oskar“, eine neue Küchenmaschine samt Zubehör. Damit lässt sich alles zubereiten, erzählt sie begeistert, Smoothies, Suppen, Eis, „sogar Sahne aus Milch“. Eine halbe Stunde lang hat der Verkäufer vorgeführt, was die Wundermaschine so alles kann. „Und wir haben alles probiert“, sagt die Rostockerin. Dann muss sie aber los, auf „Oskar“ wartet der erste Einsatz.

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6 Euro kostet die Tageskarte für die Ostseemesse. Inhaber der OZ-Abo-Card, Schüler und Rentner bezahlen einen Euro weniger, Nachweise müssen an der Kasse vorgelegt werden.

8 Stunden täglich hat die Messe geöffnet, von 10 bis 18 Uhr, bis einschließlich Sonntag. Zusätzlich zu den mehr als 200 Ausstellern gibt es ein abwechlsungsreiches Bühnenprogramm mit viel Musik, Tanz und Theater.

35 Prozent Rabatt räumt die OZ an ihrem Messestand beim Kauf von Karten für die diesjährige Show von „Holiday on Ice“ in der Stadthalle ein. Das Angebot gibt es nur auf der Ostseemesse.

Von Gerald Kleine Wördemann

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