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Wohnpark an der Warnow wächst: Ampel bekommt einen Sinn

Brinckmansdorf Wohnpark an der Warnow wächst: Ampel bekommt einen Sinn

16 weitere Eigentumswohnungen entstehen am Weißen Kreuz / Langfristig sind mehr Häuser geplant / Baustart für neue Straße – Ampel leuchtet nicht mehr umsonst

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Das Links-Abbieger-Signal der Ampel in der Tessiner Straße hat bald eine Bedeutung: Die lange geplante Straße wird nun gebaut.

Quelle: Ove Arscholl

Brinckmansdorf. Sie gilt als „Deutschlands sinnloseste Ampel“: Vor Jahren schon ließ die Stadt die Ampel an der Kreuzung Tessiner Straße/Neubrandenburger Straße aufstellen – mit einer Abbiegespur in das geplante Wohngebiet. Weil daraus aber lange nichts wurde, leuchtete die Anlage mehr als zehn Jahre lang umsonst. Stromkosten: 1400 Euro pro Jahr. Jetzt bekommt die Ampel jedoch wieder einen Sinn. In den kommenden Wochen beginnt der Bau der fehlenden Straße in den neuen Wohnpark am Weißen Kreuz in Brinckmansdorf, bestätigt Heiko Tiburtius, Leiter des Tief- und Hafenbauamtes.

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16 weitere Eigentumswohnungen entstehen am Weißen Kreuz / Langfristig sind mehr Häuser geplant / Baustart für neue Straße – Ampel leuchtet nicht mehr umsonst

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Auch der Rostocker Bauausschuss hat gestern sein Okay gegeben für die Erweiterung des Wohngebietes. Hinter der Bushaltestelle an der Tessiner Straße 1 soll ein neues Haus mit 16 Eigentumswohnungen entstehen. „Wir warten nur noch auf die Baugenehmigung. Dann geht’s los“, sagt Sven Harder von der Lutter Immobilien Unternehmensgesellschaft.

Der Name des neuen Projekts lautet „Herrenwiese“ – in Anlehnung an die gleichnamigen Warnowgrünflächen vor der Haustür. Die Rostocker Investoren stecken einen siebenstelligen Betrag in das Projekt, das im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen sein soll. Die Vermarktung ist angelaufen. Die geplanten Dreiraumwohnungen sind zwischen 71 und 95 Quadratmeter groß. Im Schnitt liegt der Kaufpreis bei 2800 Euro pro Quadratmeter, so Harder.

Auf der Fläche am Weißen Kreuz sind bereits vier mehrgeschossige Häuser gebaut worden. Im September werden hier die ersten der insgesamt 64 Eigentumswohnungen bezogen. Im kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Investor ist die Fries Bauträgergesellschaft aus Hannover.

Der Standort an der Tessiner Straße gilt schon lange als ideal fürs Wohnen – und blieb dennoch jahrelang ein Schandfleck. Grund: Weil das Quartier dicht an der Warnow liegt, gelten die strengen Regeln des Hochwasserschutzes. Die Mehrkosten schreckten die Investoren. „Der Markt hat sich jedoch so verändert, dass das heute möglich ist“, sagt Immobilienberater Harder. Mindestens zwei, drei weitere Häuser könnten laut Bebauungsplan am Weißen Kreuz entstehen.

Brinckmansdorfs Ortsbeiratsvorsitzender Karl Scheube (SPD) lobt den neuen Wohnpark. „Das ist eine gute Lösung, zumal Wohnungen in Rostock gebraucht werden.“ Die Häuser sähen auch gut aus. „Fassaden- und Dachgestaltung sind besser als das, was am Werftdreieck angedacht ist“, so Scheube. In der Bevölkerung komme das Projekt ebenfalls gut an. „Wir können uns als Ortseingang wieder sehen lassen.“

Nun müsste die Stadt jedoch weitere Schwerpunkte in Angriff nehmen: Wie die Sanierung der Neubrandenburger (Hoppel-)Straße oder die Pflege des John-Brinckman-Brunnens.

Das Problem mit der umsonst blinkenden Ampel hat sich hingegen schon bald gelöst. Noch in diesem Jahr rechnet die Stadt mit einer Fertigstellung der neuen Straße. Damit hätten sich dann auch die jährlichen Mehrkosten gelohnt – denn ein zwischenzeitlicher Umbau der Anlage wäre noch teurer geworden, sagt Tiefbauamtschef Heiko Tiburtius.

Naturdenkmäler erhalten

49 Bäume sind im Zuge der Bebauung am Weißen Kreuz gefällt worden. Unruhe gab es, nachdem zwei hundertjährige Kastanien abgetragen wurden. Das städtische Grünamt bestätigte jedoch die Fällgenehmigung – die Bäume hätten die Verkehrssicherheit bedroht. Ersatzpflanzungen seien geplant, hieß es. Alle Fällungen seien fristgerecht außerhalb der Vogelschutzzeit erfolgt.

12 Bäume sind erhalten worden, darunter die

beiden Naturdenkmäler, ein Gingko und eine Eibe. Diese sind durch Zäune geschützt.

André Wornowski

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